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Hallo Zusammen!
Ich bin bin vor ca. 2 Wochen gestürzt und bin auf den oberen linken Schneidezahn bzw. ein Zahn links daneben gefallen. Sofort bin ich zum Zahnarzt gegangen und dieser hat an beiden Zähnen einen Kältetest gemacht, ich habe bei beiden nichts spüren können. Mein Zahnarzt meinte dass man sich das in 2-3 Wochen nochmal ansehen müsste, jedenfalls bestand damals keine Gefahr dass die Zähne rausfallen.
Nach 12 Tagen ist mein Schneidezahn etwas rötlich und dunkler/grauer geworden, wobei das eher nur in einer wenig gut beleuchteten Umgebung bei näherem gezielten Hinschauen auffällt. Im Licht direkt ist der Zahn fast gleich hell wie alle anderen nur ein kleiner rötlicher Tick ist zu erkennen. Mir sind die Zähne sehr wichtig und deshalb war ich gestern bei einem anderen Zahnarzt der mir diagnostiziert hatt dass dieser Schneidezahn absterben wird, eine Wurzelbehandlung notwendig ist und dass er von innen gebleicht werden muss. Ein Röntgenbild wurde erstellt worauf aber nichts zu erkennen war (keine Entzündung bisher..). Ich habe noch immer eine gewisse Biss-Taubheit oder wenn ich Druck auf den Zahn ausübe aber nicht wirkliche Schmerzen.
Jetzt habe ich im Netz vieles dazu gelesen dass z.B. wurzelbehandelte Zähne leichter rausfallen, brechen usw. können... Welche wirklichen Nachteile/Einschränkungen gibt es denn bei wurzelbehandelten Zähnen unter der Vorraussetzung dass alles ordentlich gemacht wird? In meinem Bekanntenkreis wurde auch ein Zahn nach einem Aufprall dunkler aber es wurde eben keine Wurzelbehandlung gemacht und das seit einigen Jahren nicht. Macht eine Wurzelbehandlung überhaupt Sinn wenn keine Entzündung/Schmerzen vorhanden sind? Was soll ich mit 25 Jahren machen ... warten bis ich Schmerzen/Entzündung bekomme oder vorsorglich diese Behandlung machen?? Funktioniert das innere Bleichen in der Regel recht gut und geht das nur wenn der Nerv gezogen ist?
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Er muss definitiv wurzelbehandelt werden, da ansonsten die Gefahr einer Infektion besteht, wenn ein Zahn abstirbt und er nicht rechtzeitig wurzelbehandelt wird. Um den Zahn vor Frakturen zu schützen (es ist richtig, dass wurzelbehandelte Zähne spröde sind und öfter frakturieren), muss man den Zahn mit einem Stift und einer Krone versorgen, dann kann er nicht frakturieren. Wenn allerdings genug Zahnsubstanz da ist und für die Wurzelbehandlung nur ein kleines Loch von innen gebohrt werden muss, reicht auch das sogenannte interne Bleichen aus, was auch schneller und billiger ist als Stift und Krone. Viel Glück!
_________________ Herzlichst, Ihr Dr. Mayr, Zahnarzt
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vielen Dank für Ihre Antwort!
Also bei dem Sturz ist nichts abgebrochen d.h. die volle Zahnsubstanz ist noch an allen beiden Zähnen vorhanden.
Wenn der Schneidezahn jetzt Wurzelbehandelt wird und intern gebleicht wird, bleibt dieser dann in der Farbe und wird nicht weiter "dunkler"? Wird der Zahn dunkler umso länger ich warte? Es gibt doch sicherlich selbst nach dem internen bleichen noch ein gewisses Restrisiko dass mir der Zahn einfach abbricht oder ist das bei voll erhaltener Zahnsubstanz sehr gering? Hat man nach soetwas Apfelverbot oder sollten gewisse Lebensmittel gemieden werden? Wie ist die Problematik des Eingriffes am Schneidezahn einzuschätzen (habe mal gelesen dass am Schneidezahn es eher einfacher ist weil nur ein Lebenskanal existiert) - eher gelassen sehen da das oft vorkommt und auch oft gutgeht oder eher kritisch da es eben auch um das Lächeln hier geht und dass der letzte Zahn ist den man sich aussuchen würde der tot ist....wie sind da die Erfahrungen?
Der Zahn links neben dem Schneidezahn war ebenfalls betroffen. Die Farbe hat sich nicht verändert jedoch ist dieser nicht kälteempfindlich - bedeutet das, dass auch eine Wurzelbehandlung nötig ist?
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Ja, der Zahn wird immer dünkler werden, bis er ganz schwarz wird. Je eher Sie mit der Wurzelbehandlung beginnnen, desto weniger Komplikationen sparen Sie sich später noch (Infektionen, Schmerzen, ästhetische Nachteile durch das stärkere Dunkelwerden etc).
Wenn die gesammte Zahnsubstanz noch da ist, kann man die Wurzelbehandlung durch ein kleines Loch hinten durchführen und möglichst zahnsubstanzschonend abhaken, natürlich ist dann die Gefahr der Fraktur in den späteren Jahren dadurch geringer. Wenn der Zahn dann intern gebleicht wird, wird es nicht mehr zu einer weiteren Verfärbung kommen. Meine Empfehlung daher für Sie:
1) Zum Zahnarzt gehen, Zahn wurzelbehandeln lassen
2) Zwei bis Monate später mit dem Internen Bleichen beginnen (dauert um die 2-3 Monate), da werden einfach nur Einlagen ausgetauscht.
Insgesamt ist das Ganze nicht so schlimm und auch nicht so schwer umzusetzen. Viel Erfolg!
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Bezüglich Nachbarzahn: vom Zahnarzt nochmal anschauen lassen. Spüren Sie GAR keine Kälte auf dem Zahn? Da kann auch eine WB notwendig werden, muss aber nicht sein- kann man jetzt schwer beurteilen.
_________________ Herzlichst, Ihr Dr. Mayr, Zahnarzt
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Das ist alles irgendwie kompliziert. Wenn der Zahnarzt mit Eisspray beide Zähne auf Kälteempfindlichkeit testet spüre ich nichts.... wenn ich aber jetzt in diesem Augenblick etwas kaltes trinke fangen beide Zähne sofort an zu pulsieren und eben dieses typische Kälteziehen beginnt bis die Temperatur wieder ausgeglichen ist. Ich möchte jetzt eigentlich nicht eine WB haben obwohl da eventuell doch noch etwas intakt sein könnte. Wenn ich kalt trinke oder im kalten jogge sind diese Zähne kälteempfindlich/er und das ist eindeutig...ich dachte der Zahn ist tot usw. usw. ? Ich weiss nicht ob das einen Unterschied macht kalt trinken bzw. der Test über das Eisspray..
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Die Zähne müssen definitiv wurzelbehandelt werden, daran geht kein Weg vorbei. Der Kältetest und Kalte Speisen sind nicht vergleichbar. Der pulsierende Schmerz deutet auf eine Entzündung hin. Wollen Sie Ihre Zähne behalten, dann lassen Sie sich einen Wurzelbehandlung machen.
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