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Hallo,
ich habe eine Frage, die vielleicht etwas ungewöhnlich anmutet, aber mir geht dieses Problem einfach nicht aus dem Kopf, und ich hoffe hier auf eine kompetente Antwort.
Ich war vor einigen Wochen bei einem neuen Zahnarzt, der mir eine professionelle Zahnreinigung anriet, und zwar in seiner Praxis für 140 Euro, welche die Krankenkasse nicht übernimmt. Da der Zahnarzt dies aber als wichtig ansah (ich war vorher ca. 5 Jahre nicht beim Zahnarzt – er bescheinigte mir aber trotzdem eine gute Zahnpflege), hatte ich zugestimmt und einen Termin dafür gemacht.
Leider war ich von der jungen Dame, die das gemacht hatte, überhaupt nicht begeistert. Sie war sehr jung und machte auf mich keinen sehr professionellen Eindruck. Ich schätze, dass ich einer ihrer ersten Patienten überhaupt war.
Als ich dann zu Hause das Ergebnis im Spiegel begutachtete, war ich auf den ersten Blick zufrieden. Als ich mir mein Gebiss dann aber genauer ansah (auch mit einer Taschenlampe), stellte ich fest, dass mehrere Zähne (insbesondere die vorderen Schneidezähne) senkrechte Risse im Zahnschmelz haben. Nach anschließenden Internetrecherchen vermute ich nun, dass es sich dabei um Schmelzsprünge handelt.
Meine Frage ist nun: Könnte das eine Folge der Zahnreinigung sein? Wäre es überhaupt möglich, dass durch falsch eingestellte Geräte oder falsche Anwendung von Polier- und Schleifgeräten der Zahnschmelz zerspringen kann? Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht ausschließen, dass die Sprünge schon vorher da gewesen sein könnte, und ich es nur nie bemerkt hatte.
Des Weiteren habe ich seitdem das Gefühl, dass mein Biß seitdem nicht mehr so ist wie vorher und ich vorne mit zwei gegenüberliegenden Zähnen wesentlich stärker aufeinanderbeiße als mit den anderen Zähnen. Manchmal tut das sorgar etwas weh. Allerdings kann ich auch nicht ausschließen, dass das subjektive Gründe sind, weil ich mich einfach viel stärker darauf konzentriere als zuvor.
Wenn so etwas nach einem Zahnarztbesuch überhaupt nicht möglich kann, dann wüsste ich zumindest, dass es schon vorher so war und dass kein „Fremdverschulden“ vorliegt. Falls es doch möglich sein könnte, dann müsste ich mal schauen, was ich dann machen werde. Eine Beweisführung würde wahrscheinlich sehr schwer werden. Was sollte man überhaupt tun, damit keine weiteren Folgen aufgrund der Schmelzsprünge auftreten? Einer der Sprünge geht seltsamerweise nur von der Krone bis zur Mitte des Zahnes (Eckzahn); die anderen gehen komplett von der Krone bis zum sichtbaren Ende am Zahnfleisch (ca. 6 Zähne). Man sieht sie nur bei ganz genauem Hingucken und bei viel Licht. Ich mache mir da aber richtig Sorgen.
Vielen Dank schon mal für eine Antwort.
Gruß,
Alexander
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Schmelzsprünge können durch zahnmedizinische Instrumente ausgelöst werden (zb Ultraschall/Schall), aber sie kommen sehr häufig vor und man kann natürlich nicht wissen, ob diese nicht schon vorher bestanden. Wenn die Zähne empfindlich werden nach der Mundhygiene-Sitzung, so muss man sagen, dass das leider manchmal vorkommt, ist aber nicht weiter tragisch, mit hoch konzentrierten Fluoridpräparaten lässt sich das wieder in Griff bekommen (zb Elmex Gelee).
Es sei auch noch erwähnt, dass Schmelzsprünge einen selbst sehr beunruhigen, aber sie müssen nicht zwangsweise irgendwann Probleme machen. Bei guter Pflege führen Schmelzsprünge zu keinen weiteren Folgeschäden.
Mit lieben Grüßen
Dr. Hermann
_________________ Mit lieben Grüßen
Dr. Hermann, Zahnarzt
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