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Hallo,
ich habe vor ca. 1 Jahr erstmal Methacrylat-Kunstofffüllungen und ein mit Kompositkunststoff geklebtes Keramikinlay bekommen. In der Folge stellen sich Tremor in den Händen und Ängstlichkeit ein. Ich habe das zunächst nicht mit der Zahnbehandlung in Verbindung gebracht.
Die folgende Zahnbehandlung im Nov und Dez 2010 (vier Füllungen, eine Krone Komposit-geklebt) hatte jedoch so gravierende Auswirkungen, dass ich Orientierungprobelem, Herzrasen, starken Tremor in den Händen, starkes Durstgefühl, ständigen Harndrang und einen Tinitus bekam. Ich vermutete eine Schwermetallbelastung durch die Krone. Das konnte nach einem Telefonat mit dem Zahntechniklabor jedoch ausgeschlossen werden.
Das Labor ab mir den Hinweis, dass in den bisher dort bekannten Fällen eine Unverträglichkeit der Kompositfüllung und des Klebers vorlag. Mein Zahnarzt hat dann zunächst die Krone komplett abgeschliffen, was zu einer erheblichen Besserung innerhalb 24 Stunden führte. Mittlerweile war ich auch bei ca. 6 Liter Flüssigkeit trinken pro Tag. Am Folgetag wurden dann noch die zuletzt gemachten vier Füllungen gegen Glasionomer getauscht, was weitere Besserung brachte.
Inzwischen sind weitere drei Wochen vergangen. Noch sind der Tremor und ein leiser Tinitus sowie erhöhter Durst und Harndrang vorhanden. Ich denke, dass noch nicht alles entfernt ist oder bereits in den Zahn eingedrungen und durch Ausbohren und Abschleifen evtl. nicht mehr entfernt werden kann.
Nachdem eindeutig die Symptome der Zahnbehandlung zuzuschreiben waren, habe ich mich mit der im Datenblatt benannten Tox-Notrufnummer des Herstellers (IvoclarVivadent) in Verbindung gesetzt und die Auskunft erhalten, dass sie a) keinen Giftnotruf haben und b) keine Auskunft an Provatpersonen erteilen. Auf den Hinweis meiner Kalium-Unverträglichkeit kam keinerlei Reaktion des Herstellers.
Weitere Stationen für mich waren die Giftzentrale in Bonn und das Bfarm in Bonn. Beiden liegen angeblich keine Meldungen zu Unverträglichkeiten oder anderen Vorfällen im zusammenhang mit Methacrylat und Kompositkleber vor. Nach dem Medizinproduktegesetz sind derartige Vorgänge jedoch meldepflichtig.
Ziel meines Beitrags im Forum sind folgende Fragen:
1. ob Erfahrungen mit der Behandlung/Entfernung von Kleber und Füllungen vorliegen und
2. warum die ganzen Fälle, die es ja offenbar gibt, nicht offiziell gemeldet sind,
3. wie gehe ich bzgl der Anrechnung der nicht vertragen Leistungen und der neuen Leistungen zur "Reparatur" sowie etvl. Schadensersatzes vor (bin Privatpatientin und werde ohne weitere Besserung berufunfähig sein)
4. das Angebot an andere Betroffene, mit Infos zu einer Meldung beim Bfarm zu unterstützen.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
Beste Grüsse
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Hallo Gast,
Sie werden jetzt von mir etwas zu lesen bekommen, das Ihnen 100% sicher nicht gefallen wird. Ich möchte Sie trotzdem bitten, sich meinen Text ohne Aufregung durchzulesen, denn Sie haben nichts dabei zu verlieren.
Sie sind anonym und das ist gut so, also kennt Sie hier niemand, Sie können aber leicht nachschauen, wer ich bin.
Zunächst zur Frage, ob es Meldungen über Probleme mit Kunststoff Kleber und Füllungen gibt. Antwort: reichlich. Schauen Sie hier: http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=458&Itemid=140
Wenn Sie dort ins Detail gehen und nachlesen, welcher Art die Nebenwirkungen sind, die die Patienten erleiden, dann ist kein einziger Fall dabei, der Ihrem ähnelt.
Dagegen habe ich auf meiner Homepage Artikel, die sich mit Ihren Symptomen eingehender befassen. Schauen Sie hier:
1. http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=588:umweltpatienten-erhalten-in-76-psychiatrische-diagnosen&catid=23&Itemid=100010
2. http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=586:angststoerung-qkrankheitsaengsteq&catid=23&Itemid=100010
3. http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=661:tinnitus-ist-harmlos&catid=17&Itemid=100005
Was ich damit sagen will, ist, dass Ihre Symptome auch durch völlig andere Trigger ausgelöst werden kann und der Zusammenhang mit den Füllungen alles andere als sicher ist.
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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Sehr geehrter Herr Wagner,
ich habe Ihre Antwort aufmerksam gelesen und stimme grundsätzlich zu. Jede der von Ihnen genannten alternmativen Trigger kann bei mir jedoch aufgrund der medizinischen Betreuung und Dokumentation mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Unverträglichkeit lässt sich ganz klar der Zahnbehandlung zuordnen und der Heilungsverluf spamätigt das. ich werde daher auch ohne Hilfe über das Forum weitere, auch rechtliche Schritte einleiten. Die Meldung an das BfArM ist bereits erfolgt und wird dort bearbeitet. Gern lasse ich Sie wissen, wenn es dazu Ergebnisse gibt.
Beste Grüsse
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