Schmerzen bei Behandlung trotz Betäubung...
|
|
|
Hallo,
langsam weiss ich nicht mehr weiter. Vor ca 7 Jahren ging es los das die Betäubungsspritzen bei diversen Behandlungen nicht mehr richtig wirkten. Im Laufe der Zeit wurde das immer schlimmer. Inzwischen ist es so schlimm, dass ich eine heutige Pradontosebehandlung abbrechen musste. Mein (wirklich sehr guter)Zahnarzt hat auch keine Erklärung mehr, nächste Stufe ggf. Vollnarkose, denn er hat heute immer wieder nachbetäubt, 4 volle Spritzen gesetzt, wurde zwar alles taub aber an den Zähnen/Zahnfleisch nach wie vor Schmerzen.
In Absprache mit Ihm habe ich im Vorfeld alles möglich probiert, letzte Woche Besuch bei Homöopathin, Störherduntersuchung, Globuli bekommen, heute vor Behandlung eine Valium, nichts hilft...
Grundsätzlich habe ich so langsam das Gefühl das bei mir im gesamten Schädelbereich etwas nicht stimmt, so habe ich zum Beispiel auch beim Besuch beim HNO Arzt auch Probleme, z.B wenn er Ohrschmalz entfernt den er etwas lösen muß spring ich Ihm vor Schmerzen bald vom Stuhl,er hat sich jetzt extra einen Vermerk in seiner Karte gemacht das er da ganz vorsichtig sein muß.
Das kann es doch alles gar nicht sein, früher hatte ich das nicht, jetzt bin ich 47, wie soll das alles noch werden.
Vielleicht weiss jemand Rat!!!
Vielen Dank, Bernd
|
|
Hallo Bernd,
machen Sie sich mal keine Sorgen. DAs ist nicht unnormal. Sie leiden unter einer "zentralen Sensibilisierung". Erst seit etwa 10 Jahren gibt es überhaupt ernsthaft den Forschungsbereich Neuropathie, der sich mit der Frage beschäftigt, was passiert mit kranken (Schmerz)Nerven. Nicht zu verwechseln mit Neuralgie. Wenn Sie z.B. eine nicht eingestellte Diabetes haben, dann gehen typischerweise die dünnen Nervenfasern im Bein als erste kaputt. Das kann zu Dauerschmerzen führen und zwar da, wo man eigentlich gar keinen Schaden sieht: im Bein. Ähnliches passiert bei Herpes Zoster, da hinterläßt die Infektion des Nerven (der Virus bevölkert ausschließlich Nervengewebe) eine Dauerüberempfindlichkeit des betroffenen Gebietes. Z.B. eine Gesichtshälfte incl. Zähne, Kiefer und Hirnhaut. Das hat mit den Zähnen und dem Knochen usw. überhaupt nichts zu tun. Sie haben das Prinzip verstanden ...
Als Zahnarzt würde ich in Ihrem Falle 2 Strategien fahren: 1) vor jedem Eingriff eine satte Dosis Schmerzmittel (z.B. 2.000 mg Ibuprofen) 1 Stunde vorher verordnen und 2) mir minimalinvasive Eingriffe überlegen. Die gibt es, auch für PA.
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
|
|
Vielen Dank für die Antwort,
dadurch habe ich jetzt wenigstens eine Möglichkeit bekommen weiter an der Lösung meines Problems zu arbeiten bzw. das endlich in den Griff zu bekommen!
|
|
|
|
|
|
| |