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hallo alle zusammen, sind hier auch Zahnärzte unterwegs?
denn in wenigen tagen beginnt mein examen,
und heute habe ich meinen endo-patienten zugewiesen bekommen
zu diesem endo-fall hätte ich eine frage
ich bin mir nämlich bei der Diagnose-findung etwas unsicher
befund:
zahn 44 vit.pr. negativ,
nach geraumer zeit mit co2-schnee-testung
hat der patient einen hauch von "irgendwas" gespürt
aber er meinte selber es könnte auch einfach nur vom nachbarzahn kommen
also maximal eine geringe restvitalität
was aber eigentlich nicht sein kann,
da auf der eza eine apikale aufhellung zu sehen ist
aber: perk. ist negativ
und eine druckdolenz ist nicht zu verzeichnen
lockerungsgrad 0
zahn 44 ist mit einer vkm versorgt,
die auf jeden fall älter als 5 jahre ist
allgemein generalisierter knochenabbau </= 50 % der wurzellänge
und der patient befindet sich nach generalisiert schwerer chronischer Parodontitis im halbjährlichen pa-recall
meine frage nun:
um was für eine endo-Diagnose handelt es sich?
da eine apikale läsion zu erkennen ist, muss ja eine bakterielleinfektion vorliegen
aber wahrscheinlich eine chronifizierte,
da der patient keinerlei beschwerden hat
hinzu kommt die nicht vorhandene sensibilität, sprich also eine nekrose
da die vmk aber suffizient zu sein scheint,
kann es sich ja eigentlich nicht um eine koronal bakterielle infektion des endodonts handeln (konnte keine Karies feststellen, kronenabnahme nächste woche, vielleicht erfahre ich da mehr ...)
vielleicht durch das schleiftrauma für die vmk ... aber wenn die Krone schon älter als 5 jahre ist, eher unwahrscheinlich
oder von damals jetzt eine chronifizierung?
oder entstand die apikale aufhellung aufgrund einer paro-endo-läsion?
aber dazu fehlen die typischen anzeichen wie z.b. V - förmige entzündungszeichen auf dem rö.bild oder horizontale perkussionsempfindlichkeit u.ä.
wahrscheinlich ist es eine kombi aus endo-paro/paro-endo-läsion ...
oder hat jemand einen heissen tipp für mich?
ich würde mich riesig freuen
hab ich etwas übersehen?
was ist die wahrscheinlichste Diagnose?
vielen lieben dank!!!
beste grüsse
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Es handelt sich (wahrscheinlich) um eine chronisch apikale Parodontitis - bei dieser liegt
1) keine Vitalität vor,
2) es müssen keine Schmerzen vorhanden sein,
3) es muss keine Klopfempfindlichkeit vorliegen,
4) es liegt eine periapikale Aufhellung vor.
Unter der Krone liegt vermutlich Karies vor - das kann man jetzt weder am Kleinbild noch im Mund mit Sicherheit sagen.
Wenn kein vertikaler Defekt vorliegt, ist die Infektion durch die Karies unter der Krone entstanden.
Therapie: Wurzelbehandlung 44
_________________ Mit lieben Grüßen
Dr. Hermann, Zahnarzt
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oh vielen lieben dank schon mal für den hinweis
das ist ja klasse!
ich bin begeistert
nächste woche dienstag wird es spannend
dann kommt die vmk runter und die eventuelle Karies tritt ans tageslicht
falls ich noch eine kleine frage hinterher schieben darf:
was würden sie als erfahrene Zahnärzte eher empfehlen:
die Krone zu schlitzen
oder den versuch wagen per hirtenstab eine Kronen-abnahme durchzuführen
mir selbst ist es noch nicht passiert,
aber etwas "ruppigeren" studenten ist bei diesem versuch schon mal die klinische zahnkrone abgebrochen *ayayay*
durch den generalisierten knochenabbau hat der patient allgemein natürlich vorhandenen attachmentverlust und freiligende wurzeloberflächen
und somit ist die vmk vom 44 relativ lang,
um noch möglichst viel wurzeloberfläche zu fassen
weshalb ich jetzt bedenken habe mit dem hirtenstab zu arbeiten, um diese definitiv zementierte Krone abzuklopfen ...
also besser schlitzen und kronenspreitzer oder?
herzlichen dank an alle
und beste grüsse!
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