Alveolitis sicca: Schmerzen nach der Zahnentfernung
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Alveolitis sicca
Eine Alveolitis sicca (von lat. siccus „trocken“ – umgangssprachlich „Lochweh“) ist eine Komplikation nach einer Zahnentfernung, vor allem im Bereich der Seitenzähne des Unterkiefers. Dabei kommt es zu einer Entzündung des knöchernen Zahnfaches, der Alveole.
Ursache ist ein Zerfall des Blutgerinnsels. Dieses schützt die Alveole vor dem Eindringen von Keimen aus der Mundhöhle, bis die Oberfläche der Wunde mit Schleimhaut überwachsen ist.
Es gibt verschiedene Gründe für eine Zerstörung. Der Blutpropf schrumpft nach einigen Stunden etwas. Ist die ursprüngliche Wunde groß, kann dadurch im Randbereich ein Spalt entstehen. In diesen dringen Bakterien ein und zersetzten das Blutgerinnsel. Außerdem wird der Pfropf durch starke chemische oder mechanische Reize angegriffen und zerfällt. Gelegentlich halten Patienten die gelbliche Fibrinschicht, welche sich nach einem Tag auf dem Gerinnsel bildet, für eine Verunreinigung und versuchen, sie zu entfernen. Auch dadurch kann der Pfropf zerstört werden.
Der freiliegende Knochen und die angrenzende Knochenhaut (Periost) bedingen dann starke Schmerzen. Auch Mundgeruch kann auftreten. Die trockene Alveole wird zusammen mit einer begleitenden Neuritis auch als Postextraktionssyndrom bezeichnet.
Das Risiko einer Alveolitis sicca kann durch Verzicht auf Nikotin, Koffein und mechanische Manipulation stark vermindert werden. Im Bedarfsfall, beispielsweise bei großen Wunden, können diese speicheldicht vernäht werden, um einer Infektion vorzubeugen.
Quelle: Wikipedia
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