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Hallo liebes, engagiertes Team,
erst einmal vielen Dank, dass es dieses Forum gibt. Ich bin froh, dass ich jetzt noch eine Frage los werden kann, bevor ich am Donnerstag operiert werde.
Es geht um Folgendes: ich habe seit 2 oder 3 Jahren immer wieder Schmerzen im Oberkiefer gehabt, die sich nach Entzündung anfühlten. Als diese Schmerzen zum ersten Mal auftraten, bin ich sofort zu einem Zahnarzt gegangen, der mich ohne Umschweife einer Wurzelbahendlung unterzog. Danach dachte ich, die höllischen Schmerzen wären vorüber - aber weit gefehlt. Es tat immer mal wieder ziehend weh, der Zahnarzt meinte aber, das sei nach solch einer OP normal. Ca. 1 Jahr danach kamen die Schmerzen wieder, diesmal sehr extrem. Ich habe mich zu der Zeit im AUsland (Spanien) befunden und dort gearbeitet. Alle Zahnärzte (spanische und deutsche) konnten keinen Schaden an meinen Zähnen feststellen. Der Schmerz verlagerte sich auch ziemlich schnell in den Kopfbereich. Ich hatte dann eine heftige Nebenhöhlenentzündung mit starker Bronchtis - und zusätzlich eben diese Schmerzen, die das unerträglichste waren, was ich jemals erlebt habe. Ich landete schlussendlich im Krankenhaus und wurde ca. 4 Tage intravenös mit starken Antibiotika und Schlafmitteln versorgt. Die Diagnose hieß damals: Entzündung des Trigeminus Nervs. (An dieser Stelle möchte ich an alle zartbesaiteten Menschen eine Warnung aussprechen: googelt das lieber nicht). Ich hatte mich erstaunlicherweise irgendwann wieder erholt, von den ein paar schlimmsten Schmerzen, die man sich vorstellen kann. Ich wurde entlassen und es ging bergauf. Jedoch habe ich seit damals immer mal wieder ein Ziehen und Temperaturempfindlichkeit im Kieferbereich über der wurzelbehandelten Stelle wahrgenommen. Auch Alkohol konnte ich oft nicht ab sowie auch Sport, da beides immer ein enormes und unangenehmes Pochen verursacht hat. Da ich chronische Angst vorm Zahnarzt habe, habe ich mich lieber auf meine Goolge-Selbstanalysen gestützt, die besagten, dies sei normal nach solch einer Nervenentzündung.
Lange Rede kurzer Sinn: ich komme soeben vom Kieferchirurgischen Zahnarzt, da ich eine Fistel habe. Diese liegt nun schräg über dem wurzelbehandelten Zahn - also eigentlich genau zwischen 2 Zähnen. Beim Röntgen kam heraus, dass ich ein Loch im Kiefer habe und man weiß nicht genau, von welchem Zahn (oder ob von 2 Zähnen) dieser Entzüngs-Eiter-Herd ausgeht, der mir ein Loch in den Oberkiefer gefräst hat.
Ich weiß, das klingt alles wie in einem 80er Jahre Horrorfilm, ich habe auch bereits 1 Std durchgeweint, weil ich verzweifelt bin. Ich habe wirklich Panik beim Zahnarzt und kann mir keine Vollnarkose leisten. Nun soll bei einer OP - neben der Eiter-Entzündungsbeseitigung - Knochenersatzmaterial in mich reingebaut werden und die Wurzelspitzen abgeschnitten werden. Und laut Zahnarzt/Chirurg steht die Chance auf Heilung danach 70 zu 30. Es kann also erstens sein, dass ich das Ganze in ein paar Wochen/Monaten noch mal durchmachen muss bzw. dann erst den Zahn gezogen bekomme. In der Hoffnung, dass sich bis dahin genug Knochen wieder aufgebaut hat, kann ich entsprechend ein Implantat bekommen. Es kann aber auch sein, dass das Material bei mir gar nicht ansetzt und ich einen schiefen und kaputten Kiefer behalte oder? Oder ein sichtbares Loch oder so etwas. Können Sie mir sagen, wie groß die Gefahr ist? Mein Zahnarzt wollte (oder konnte) sich dazu nicht konkret äußern. Außerdem vermute ich einen Zusammenhang zwischen einer langjährig erfolgreichen Zeit der immer wieder kehrenden Nebenhöhlenentzündung. Können Sie mir da auch sagen, ob es einen konkreten Zusammenhang gibt?
Ich hoffe auf Antwort und darauf, dass mein Monolog nicht schon aufgrund der Länge abschreckt – aufgrund des Inhalts wird er das erwartungsgemäß schon ausreichend tun…
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Sehr geehrte/r Patient/in,
ch kann leider ohne Röntgenbilder und klinische Untersuchung nicht viel sagen, vor allem in solchen Fällen ist das eigentlich nur ein Raten beim Suchen der Ursachen. Wenn aber Ihr Zahnarzt 70:30 anbietet, dann glaube ich, dass das ein guter Weg ist. WSR und Knochenaufbau sind Routinemethoden und es ist gut, dass man um jeden Zahn kämpft. Sollte es nicht funktionieren, kann man immer noch den betreffenden Zahn oder die betreffendne Zähne extrahieren und zu einem späteren Zeitpunkt Implantate machen.
Viel mehr kann ich leider nicht dazu sagen, außer Sie haben noch allgemeine Fragen.
Alles Gute für die bevorstehende OP!
_________________ Herzlichst, Ihr Dr. Mayr, Zahnarzt
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