Dauerschmerz nach der OP



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor 5 Monaten wurde ich an den NNH operiert. Da ich seit Jahren an wiederholten Entzündungen leide, habe ich sehr oft Antibiotika genommen und mich erneut im Juli 2007 operieren lassen. Es war die vierte OP, wobei eigentlich nur die rechte Stirnhöhle erneut zu öffnen war. Auf Grund der wiederholten Eingriffe habe ich kaum noch eine linke Kieferhöhle. Seit diesem Eingriff habe ich im linken Oberkiefer einen Dauerschmerz. In den ersten Wochen nach der OP hatte ich neben dem Dauerschmerz, der sich auch wie Zahnschmerzen anfühlte,auch einschießende Schmerzen. Über dem 2. und 3. Backenzahn war eine tiefere Schnittstelle und sobald ich diese berührte, kamen einschießende Schmerzen dazu.
Das MRT (auch mit Kontrastmittel) ergab nichts, die Röntgenaufnahmen von Zähnen verlief auch ohne Ergebnis. Mittlerweile bekomme ich Gabapentin (3 mal 300)seit 3/4 Monaten und Amytriptillin (25/50). Ein Kieferchirurge, der auch Schmerztherapeut ist, passte eine Aufbissschiene bei mir an. Nervenblockaden(GLOA)habe ich mittlerweile 13mal bekommen. Es sind stets 2 Spritzen in der Woche. Insgesamt haben diese ganzen Maßnahmen geholfen, meinen Dauerschmerz im linken Oberkiefer zu mildern, die sich manchmal bis ins hintere Ohr ausbreiten. Amytriptillin wurde abgesetzt, da die GLOAS etwas helfen. Nun meine Fragen, die Sie hoffentlich beantworten können.

1. Kann der Trigeminus auch durch eine Schnittverletzung vom Zahnfelisch aus, verletzt werden und somit den Dauerschmerz auslösen? Alle sagen, dass dies nicht durch die Narkose passiert sein kann. Aber vor der OP hatte ich nicht diese Schnittstelle, aber direkt nach dem Eingriff. Von dort aus war der einschießende Schmerz auszulösen. Welche These haben Sie dazu?
2. Welche Diagnose tippen Sie? Ich hatte verschiedene Diagnosen bekommen, z.B. atypischer Gesichtschmerz,Trigeminusaffektion und Neuralgie.
3. Was kann ich noch tun, um diesen Dauerschmerz loszuwerden?
4. Kann man den Trigeminus auch operativ lahm legen? Mit welchen Folgen?
5. Welches Krankenhaus usw. kennt sich in Deutschland mit solchen Erkrankungen wirklich gut (!) aus?
6. Ich habe jetzt seit 5 Monaten -trotz Medikation- einen Dauerschmerz. Kann ich noch auf weitere Schmerzlinderung hoffen? Es gab Ärzte, die der Überzeugung waren, dass ich ihn völlig verlieren werde. Das ist für mich nach 5 Monaten gar nicht mehr vorstellbar.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.

Mit frdl. Gruß
Martina Lohmann

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