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ziehender Zahnschmerz - übler Geruch/Geschmack






Hallo in die Runde!

Ich habe seit Tagen Schmerzen im letzten Backenzahn rechts oben (der neben dem Weisheitszahn - die Weisheitszähne wurden vor Jahren wegen einer Zahnregulierung gezogen - der Backenzahn ist somit derzeit der letzten im Kiefer).

Dieser Zahn wurde vor zwei Jahren, nachdem ein Eck abgebrochen war, für mich völlig unproblematisch wurzelbehandelt. Hatte nie Schmerzen und auch sonst keine Probleme mit dem Zahn.

Vor einigen Wochen ist ein grosses Stück (nach Aufbeissen auf etwas sehr Hartes) abgebrochen, zum Teil bis fast zum Zahnfleisch.
Vor ca. 10 Tagen bekam ich in zwei Wurzeln einen Stift, auf diesen Stift dann einen Aufbau (fühlte sich mit der Zunge eckig an). Anschliessend war das Zahnfleisch leicht irritiert - sonst keine Probleme.

Am Freitag (21.10.) dann die Abdrücke für die Krone.
Dafür wurden Fäden zwischen Zahnfleisch und Zahn eingebracht (bekam eine Spritze zur Betäubung). Verliess die Praxis mit einem Rezept für die Salbe Mundial und als Schmerzmittel hatte ich noch unverwendete Seractil forte.
Beides verwendete ich bereits am Freitag, diese ziehenden Schmerzen in dem Zahn wurden nur unmerklich besser.

Freitag abend bemerkte ich zum ersten mal den üblen Geruch/Geschmack.
Kaum geschlafen, Samstag Nachmittag dann Fieber und nach und nach die Feststellung, dass es aus dem Nasenloch (auf der Seite des behandelten Stiftzahnes), IN der Nase übel riecht.
Am Abend dann bereits 38,5 Fieber und Schmerzen in der gesamten rechten Gesichtshälfte. Zum Schlafen die 3. Seractil forte genommen und mit Salzwasser inhaliert.

Heute morgen ganz leichte Besserung, da hatte ich mich aber in der langen schlaflosen Nacht längst entschieden in eine Notzahnklinik zu gehen.
Panoramaröntgen, Einzelröntgen vom betroffenen Zahn - lt . den Zahnärzten dort sieht alles prima aus. Auch das Zahnfleisch (wurde jedoch nochmals gereinigt, ich denke aber mehr um mich ein wenig zu beruhigen).

Jetzt nur leicht erhöhte Temperatur, aber immer noch ziehende Schmerzen und mehr und mehr das Gefühl als wäre in der Nebenhöhle etwas nicht in Ordnung (Wange, Auge, Stirn auf der rechten Seite schmerzt, ebenso leicht das Ohr und die Lympfsrüsen fühlen sich recht auch schmerzhaft an).

Die Ärzte in der Notambulanz wollten sich dazu nicht äussern, eine Entzündung der Zahnwurzel schlossen sie aber mit ziemlicher Sicherheit aus.
Zahn ist nicht klopfempfindlich, auch nicht ruck- und beissempfindlich. Er/es zieht einfach schmerzend vor sich hin (ein gleichmässiges ziehen, kein pochen). Bei den oberen Nachbarn wurde ein Kältetest gemacht, alles OK.

Ich habe bereits gestern, aber auch heute die Erfahrung gemacht, dass mir Wärme sehr gut tut. Sei es ein heisses Bad oder Inhalationen mit Salzwasser. Währendessen vergehen die Schmerzen fast zu Gänze, kommen dann aber wieder.
Wobei es heute besser ist als gestern, kommt aber vielleicht vom Seractil?

Ich bin jetzt sehr verunsichert weil ich ja auf diesen Zahn in zwei Wochen meine Krone bekommen soll. Macht das Sinn oder soll ich lieber längere Zeit noch mein Provisorium tragen?

Gehe morgen (mit den aktuellen Röntgenbildern) nochmals zu meiner ZA. Soll ich einen HNO aufsuchen?
Bin seit ca. 10 Tagen verkühlt, hatte aber noch nie mit den Nebenhölen zu tun, auch Fieber ist mir seit langen Jahren unbekannt.

Bin sehr verunsichert und spüre einfach, dass da etwas nicht in Ordnung ist.

Sorry für die Länge, ich hoffe ich konnte alles halbwegs verständlich beschreiben.
LG Zaazaa
Hallo,

Du solltest auf dein Gefühl vertrauen, da es ja ganz offensichtlich ist, dass mit diesem Zahn etwas nicht in Ordnung ist.
Dieser üble Geruch ist kein Wunder, da kommt alles zusammen.......die Entzündung sowie die Eiweißzerfallstoffe wie Mercaptan und Thioäther.
Es ist ärgerlich, weil genau solche Konstellationen oft zu chronischen Folgeschäden führen, siehe auch hier....
http://dr-schueler.com/zahnherde/wurzelfuellungen%20-%20tote%20zaehne/

Es ist ganz logisch, wenn die Entzündungen solcher Zähne auf die Kieferhöhle übergreift, leider wird hier zu 99% Ursache und Wirkung verwechselt.
Guten Morgen Koralle und "alle",

meine Beschwerden haben sich nur unmerklich verbessert und ich werde der Sache heute weiter auf den Grund gehen.

Danke für die Antwort und beim leisesten Zweifel dass der Zahn der Verursacher allen Übels ist muss der auch raus.
Ich habe bis auf diesen Patienten noch keinen wurzelbehandelten Zahn und denke ich kann mit über 40 diesen Verlust verkraften. Zahnärztin meinte auch man müsste diesen Zahn nicht ersetzen.

Aber noch bekommt er eine kleine Chance weil sie mir gestern in der Zahnklinik doch gesagt haben dass alles ganz prima OK aussieht.
Bin aber heute Nachmittag bei meiner behandelnden Zahnärztin (eine sehr gernaue die nichts auf Schnickschnack gibt) und werde mit ihr das alles besprechen.

Jetzt am Vormittag dann HNO-Ambulanz. Mal sehen was die dort meinen.

Fakt ist, da ist etwas so überhaupt nicht in Ordnung in meinem Körper. Die Schmerzen wären ja derzeit durchaus erträglich (auch ohne Schmerzmittel), aber ich fühle mich matt und abgeschlagen und habe das Gefühl viel und übelriechend zu schwitzen (bei der kleinsten Bewegung und Anstrengung). Da passt was nicht, ich kenne meinen Körper.

Wenn es der Zahn ist muss er raus, mache sicher keine Wurzelspitzenresektion oder sonstwas (habe zwar den Verlust der neuen Krone - aber Gesundheit geht definitiv vor!).

Nur, mal angenommen, der Zahn wird jetzt gezogen, bleiben dann nicht die Gift- und Entzündungsstoffe im Kiefer/in der Kieferhöhle.
Wie würde ich die dann los?
Was kann ich dann ganzheitlich betrachtet tun um dem Körper dabei zu helfen.

Ich befürchte es wird jetzt alles auf eine Kieferhöhlenentzündung geschoben (die auch aufgrund der Symptome sicher vorhanden ist), aber diese kann doch durch diesen Zahn kommen (auch wenn er auf dem Röntgen friedlich und gut erscheint). Komisch ist halt schon dass das zeitlich so zusammenfällt. Und ich neige in keinster Weise dazu krank zu sein. Ausser man ein Schnupfen plagt mich seit vielen Jahren nichts.

Sorry für die Länge, ich bin einfach sehr verunsichert und glaube den Ärzten auch immer nur bedingt. Sie sehen nur was sie sehen, ich weiss was ich SPÜRE. Und ich bin sicher ich bilder mir das nicht ein dass sich dieser Zahn nicht in Ordnung anfühlt.

Danke fürs Mitlesen und den Link
Zaazaa
Hallo Zaazaa,
das ist eine gesunde Einstellung, denn ein vorgeschädigter Zahn kann die Gesundheit wirklich schädigen, das zeigt sich immer wieder.
Es stimmt, oft bleiben Restentzündungen im Kiefer, wenn das Zahnfach nicht richtig gesäubert wird.
Unter "Extraktion vorgeschädigter Zähne" habe ich beim googeln einen super Beitrag gefunden.
Zitat,
"Zitat und Übersetzung (Seite 193 – 194):

Protokoll für die Entfernung eines wurzelgefüllten (toten) Zahnes

Angesichts der Probleme mit Hohlraumbildung im Kieferknochen (Cavitation) wird vorgeschlagen, daß Zahnärzte und Kieferchirurgen, die Zähne entfernen, nach folgendem Protokoll vorgehen. Es ist nicht der einzige Weg wie diese Prozedur durchgeführt werden kann, aber es wird so seit 1990 erfolgreich eingesetzt.

Nachdem der Zahn entfernt wurde, dient niedertouriges Bohren mit einem Dentalbohrer Nummer 8 dazu, einen Millimeter aus dem gesamten knöchernen Zahnfach ab zu tragen, auch aus den Wurzelspitzen.
Sinn dieses Vorgehens ist es, die Wurzelhaut und den ersten Millimeter des Knochens zu entfernen, weil diese üblicherweise mit Bakterien und Toxinen aus den Zahnkanälchen infiziert sind. Die Wurzelhaut (periodontal ligamentum) ist immer infiziert und in den meisten Fällen ist auch der angrenzende Knochen gleichermaßen erkrankt.
Während dieser Prozedur wird das Zahnfach mit steriler Kochsalzlösung aus einer 12 cm³ Einwegspritze (Monoject 412) gespült. Diese Spritze hat eine gebogene Plastikspitze und ist gut handhabbar. Zwei bis drei Spritzen mit Kochsalzlösung können erforderlich sein. Sie sind wesentlich besser zu benutzen als eine 50 cm³ Spritze. Zweck der Spülung ist es, den kontaminierten Knochen beim Fräsen sofort zu entfernen.
Durch das Anfräsen des Knochens werden nicht nur die Toxine entfernt, sondern auch der Knochen „verwundet“ (angefrischt). Durch die Verwundung wird ein Wechsel von Osteocyten zu Osteblasten stimuliert. Die Osteoblasten bilden die neue Knochenstruktur.
Nach dem Ausfräsen des Zahnfaches sollte es mit einem nicht gefäßverengenden (non vasoconstrictor) Lokalanästhetikum gefüllt werden. Das flüssige Lokalanästhetikum sollte circa 30 Sekunden einwirken. Dann wird mit schonender Absaugung der größte Teil des Anästhetikums entfernt, aber es verbleibt dort noch eine vollständige Benetzung mit dem Anästhetikum, die den knöchernen Hohlraum auskleidet. Dies regt zusätzlich die Knochenzellen an, um Osteoblastenaktivität und Knochenheilung zu fördern.
Manche Zahnärzte glauben, daß der Einsatz von Antibiotika dazu führen kann, daß sich Osteoblasten in Osteocyten zurückverwandeln und eine Knochenkappe über dem Zahnfach hinterlassen. Aber der innere Teil heilt dann nicht aus und entpuppt sich Jahre später als leeres Zahnfach (trockene Alveole), ausgekleidet mit den schädlichen Folgen des Autoimmunprozesses.
Andere Zahnärzte glauben, daß Antibiotika hilfreich sind um die Infektion zu beherrschen und um die Reinfektion durch Bakterien, die immer in der Mundhöhle anwesend sind, zu verhindern. Weitere Forschung in diesem Gebiet ist erforderlich.

Diese einfachen Schritte, die im Protokoll beschrieben werden, dürfen von den Lesern kopiert werden. Wenn das Protokoll befolgt wird, heilt das Zahnfach normalerweise sehr viel schneller, mit weniger Blutung und Schmerzen.
Dieses Verfahren sollte von Zahnärzten und Ärzten angewendet werden, um sicher zu stellen, daß Patienten, denen infizierte Zähne entfernt werden, auch das angrenzende infizierte Gewebe entfernt bekommen und so leichter zu voller Gesundheit zurück finden können.

Zitatende

Die Worte „may be copied by readers“ deute ich so, daß der Autor an der Weiterverbreitung dieses Abschnitts interessiert ist und einwilligt, daß sein Buch mit diesem Zitat beworben wird.
Korrekturen bzw. Verbesserungsvorschläge zur Übersetzung sind willkommen, weil Englisch nicht meine Muttersprache ist.




Bemerkenswert finde ich folgende Punkte:

1. Die Frage „offen lassen“ oder „zu nähen“ wird nicht gestellt.
Wenn die Wunde keine Sekrete mehr absondert, könnte der speicheldichte Verschluss von Vorteil sein - wenn weiterhin ein entzündliches Geschehen zu befürchten ist, könnte „zu nähen“ ein Kunstfehler sein.

2. Die Frage Antibiotika - ja oder nein bleibt offen.
Es gibt die Theorie, daß der von Entzündung mechanisch/chirurgisch befreite Knochen ohne Antibiotika besser verheilt und die Gegentheorie, daß die Bakterien erst durch lokale Antibiotikagabe dezimiert werden müssen, damit Heilung möglich ist. Zusätzlich ist Tetracyclin ein Chelatbildner und ermöglicht beim Streifenlegen eine lokale Entgiftung des Kieferknochens wenn dort Metalle (insbesondere Quecksilber) abgelagert sind.

3. Meines Erachtens könnte sich die Frage nach der Knochenheilungsstörung auch beim Einbringen von Anästhetika, Salben und sonstigen Medikamenten stellen. M. Daunderer hat mindestens einmal vorgeschlagen, zur Tamponade keine Streifen mit Salbe mehr zu verwenden, sondern Tetracyclinreinsubstanz auf den Streifen zu streuen. Auch W. Schüler warnt in seinen Vorträgen vor Salbeneinlagen, weil diese die Knochenheilung stören können.

4. Die Frage fräsen oder schaben wird nur indirekt gestreift, durch den Hinweis, daß die sofortige Entfernung des abgetragenen Materials wünschenswert ist und durch Spülen mit physiologischer Kochsalzlösung unterstützt werden kann. Für mich stellt sich die Frage, ob ein Ausschaben mit einem chirurgischen Löffel nicht den Vorteil haben könnte, daß kontaminiertes Material nicht von drehenden Werkzeugen an bereits gereinigte Stellen geschleudert wird. Die Handhabung des Bohrers könnte – insbesondere bei schwer zugänglichen großen Molaren – einfacher sein und allein deswegen bessere und gründlichere Ergebnisse bringen.

5. Ich habe noch keine Diskussion darüber gefunden, ob beim Fräsen von stark belastetem Knochenmaterial nicht auch Druckluft- oder Sauerstoffzufuhr zum Atmen erfolgen sollte – analog zu den Empfehlungen beim Entfernen von Amalgam. Außer Bodo hat es noch keiner vorgeschlagen, obwohl es unmittelbar einleuchtend klingt.



Zusammenfassend würde ich sagen: Die Entfernung eines entzündeten Zahnes ohne sorgfältige Reinigung des Zahnfaches könnte als Kunstfehler anzusehen sein. Details werden noch diskutiert.

Alle meine Weisheitszähne wurden ohne besondere Reinigung des Zahnfaches gezogen. Drei wurden bereits chirurgisch nachbehandelt (ausgefräßt) und es wurde dort weiches entzündetes Gewebe entfernt. Ein Pathologe hat das Material untersucht und spricht von Zeichen einer Osteomyelitis.

Ich freue mich auf weitere Erfahrungsberichte und Diskussionsbeiträge. "
Hallo Koralle,

herzlichen Dank für diese informative Antwort.
Leuchtet sogar mir als Unwissende ein und ich werde dies sicher meine Zahnärztin zum lesen geben.

Mir wurden vor ca. 6 Jahren alle vier Weisheitszähne gezogen (jeweils 2 in einer Sitzung) und das war alles total unproblematisch. Handelte sich aber auch um gesunde Zähne (lediglich einer hatte eine kleine Füllung).

War gerade in der HNO-Ambulanz und eine schwere Nebenhöhleneiterung wurde diagnostiziert. Breitbandantibiotikum und div. andere Medikamente.
Und sollte es in einer Woche nicht gut oder bedeutend besser sein wurde mir ein CT empfohlen.

Habe dort den Zahn angesprochen und der Arzt meinte dass dieser als Übeltäter sehr wohl in Frage kommen kann, allerdings sollte ich noch 10 Tage abwarten und schauen ob es wieder gut wird und dann gut bleibt.

Problem, der Zahn ist derzeit ja nur mit einer provisorischen Krone bedeckt. Abdruck wurde am Freitag gemacht, ich hoffe es wurde noch nicht begonnen an meiner Krone zu arbeiten (schlimmstenfalls verliere ich allerdings das Geld, die Gesundheit geht definitiv vor) denn die lasse ich derzeit sicher nicht anbringen.

Bin gespannt was meine Zahnärztin heute dazu sagen wird, sie ist sehr genau und bei ihr fühle ich mich auch wirklich gut aufgehoben. Sie nimmt sich viel Zeit und ist sehr geduldig.

Unabhängig von den Ärzten habe ich für mich eine Entscheidung getroffen: wenn ich mich bis Ende kommender Woche nicht wieder gesund und schmerzfrei fühle dann muss dieser Zahn raus.
Ich nehme nie Medikamente weil ich immer gesund bin somit gehe ich davon aus dass mir die Antibiotika auch helfen (wenn es nicht der Zahn ist).

Sorry für meine laienhaften Beschreibungen, ich habe mich mit den Zähnen (ausser dass ich dreimal jährlich zur Mundhygiene und Kontrolle gehe) nie gross beschäftigt, auch die Zahnspangenaktion mit Invisaligne fand ich total unproblematisch.

Mein Bauchgefühl sagt der Zahn muss raus (ging auch gestern in die Notzahnklinik mit dem Glauben, dass sie ihn entfernen müssen), die Ärzte sind anderer Meinung.
Ich bin wirklich verunsichert weil ich halt auch das Wissen der Ärzte nicht in Frage stellen möchte.
Bin gespannt was meine Zahnärztin meint.

LG und danke
Zaazaa
Hallo Zaazaa,

man sollte sich nicht unbedingt durch die andere Meinung von Ärzten verunsichern lassen.
Auch deren Behandlungen und Therapie darf und sollte in Frage gestellt werden, nicht ohne Grund passieren so viele Behandlungsfehler die verschwiegen und vertuscht werden, darum sind gesunde Zweifel auf jeden Fall angebracht.
Ich hoffe und wünsche, dass deine Ärztin auf dich eingeht.

LG Koralle
Hallo Koralle,

ich bin zum Glück ein sehr gesunder Mensch, würde mich aber bei schwerwiegenderen Entscheidungen meine Gesundheit betreffend nur ungern auf EINE Meinung verlassen.

Meine Zahnärztin hat sich -ohne dass ich einen Termin hatte- ohne lange Wartezeit lange für mich Zeit genommen, noch ein Röntgen gemacht und alles für gut befunden.
Der Zahn reagiert nicht mal auf das massivste Klopfen und die Nachbarn sind alle sehr, sehr lebendig (Kältetest).

Es scheint wohl wirklich ein dummer Zufall zu sein.

ABER, es wurde das Projekt Krone jetzt mal gestoppt (Techniker hatte zum Glück noch nicht damit begonnen) und wir warten einfach ab wie sich die kommenden Tage alles entwickelt. Am Montag bin ich bei einem andern HNO zur Kontrolle.
Muss schwere Antibiotika nehmen (fand auch meine Zahnärztin total ok) und hoffe auf wenig bis keine Nebenwirkungen. Erstaunlicherweise fühle ich mich jetzt schon viel besser obwohl ich erst heute Vormittag die erste Tablette genommen habe.
Können die so rasch wirken, unglaublich!

Mittlerweilen zieht jeder Zahn im rechten Oberkiefer leicht, aber es ist erträglich. Der HNO hat wohl einiges von dem Sekret abgesaugt, das brauchte sicher auch Erleichterung.

Ich warte jetzt einfach einige Zeit ab und entscheide dann ob Krone ja oder nein. Falls der Zahn unauffällig bleibt gebe ich ihm noch diese Chance.
Wurzelspitzenresektion oder so käme allerdings nicht in Frage. Dann müssen wir (der Zahn und ich) uns trennen.

Ich informiere mich schon -so weit es geht- wenn etwas von Tragweite mit mir und meinem Körper passiert.
Ärzte sind nur Menschen und es können Fehler passieren.
Und manche Ärzte sind sicher schlampige Menschen und da passieren noch mehr Fehler.

Meiner Zahnärztin vertraue ich sehr.
Sie ist ein "erdiger" Typ und ich denke sie versteht ihr Handwerk. Dass dennoch Fehler passieren können ist nicht zu vermeiden.
Jetzt haben aber insgesamt vier Ärzte diesen Zahn für total OK befunden und keiner von denen wäre bereit ihn einfach so zu entfernen.

Wenn ich in einer Woche noch Beschwerden habe dann sehen wir uns das mit anderen bildgebenden Verfahren noch an.
Wobei sich da bei mir wieder die Frage auftut ob die Antibiotika (Xiclav) nicht auch eine Zahn(wurzel)Entzündung heilen würden. Ist aber wohl falsch gedacht denn dann müssten ja keine Wurzelspitzenresektionen gemacht werden.

Danke Koralle dass du dir mit mir so Gedanken machst.
Vielleicht reagiere ich auch ein wenig über, aber ich habe mit (Zahn)Schmerzen keine Erfahrungen. Zum Glück.

LG und allen mit Zahnschmerzen hier baldige Besserung
Zaazaa
Hallo Zaazaa,

ich denke, das ist eine gute Entscheidung, die Krone erst mal zurückzustellen und abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass Zahnärzte immer wieder behaupten es ist alles ok, und wenn es dann gleich mehrere mit der selben Meinung sind, hat man als Patient erst mal Vertrauen. Keiner denkt ja, dass sich so viele irren würden.........leider oft gefehlt.
Ich warne deshalb so eindringlich, weil ich auch immer dachte, "ist doch alles ok", aber es war eben nicht so. Es ging mir einfach auch nicht in den Kopf, wieso sich so viele Ärzte irren können, aber leider war es so, was mir viel Schmerzen und Einbußen an meiner Lebensqualität eingebracht hat.
Auch Patienten sollten sich nicht scheuen und Gedanken machen, was so alles bei Zahnbehandlungen schief laufen kann und auch läuft.
http://www.toxcenter.de/artikel/Zahnmedizin-heute-aus-der-Sicht-des-Patienten-OZ.pdf
Hallo Koralle,

ich lebe in einer Stadt mit vielen Ärzten und da ich (obwohl die Beschwerden mit den Medikamenten fast völlig verschwunden sind) immer noch ein wenig skeptisch bin (weil diese Nebenhöhleneiterung halt wirklich mit dem Einsetzen des Titanstiftes zusammengefallen ist) habe ich mich bemüht bei einem "eher alternativ arbeitenden" Zahnarzt diese Woche noch einen Termin bekommen.
Freitag darf ich dort vorbeischauen. Montag bin ich dann bei einem anderen HNO, vorher sieht meine Zahnärztin nochmals auf diesen Zahn.

Ich war letzten Sonntag schon so weit ihn entfernen zu lassen (weil ich ihn da wirklich als Übeltäter meiner Beschwerden sah), ich wäre es auch jetzt. Allerdings nicht solange mir alle sagen dass mit ihm alles in Ordnung ist.

Kann es sein dass ein Zahn/eine Zahnwurzel entzündet ist ohne dass man auf den Röntgenbildern etwas sieht? Ich meine zwischen Einsetzen des Stiftes und Röntgen lagen ja nur ca. 10 Tage.

Koralle, was war es bei dir? Auch ein Zahn?

Ich habe bisher nur diesen einen wurzelbehandelten Zahn und ich hätte nie vermutet was es damit so alles an Problemen geben kann. Habe mich die letzten Tage ein wenig schlau gemacht und da wird man dann einfach dankbar wenn man (relativ) gesunde Zähne und Zahnfleisch hat.

So, jetzt warte ich mal auf meinen ZA-Termin am Freitag und dann bin ich hoffentlich klüger.

LG Zaazaa
Hallo Zaazaa,

bei mir waren es leider mehrere Zähne......(((

Auf dem Röntgenbild lassen sich Entzündungen meist erst darstellen, wenn diese ein gewisses Ausmaß erreicht haben. Den Anfang, oder wie man so schön sagt, im subklinischen Bereich ist das schlecht zu erkennen.
Die Zahnwurzeln stoßen direkt an die Kieferhöhlen.
Wie im nachfolgenden Link stehen die Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlen in enger Verbindung und die Zahnwurzeln ebenfalls.
Es ist daher ganz logisch, dass Bakterien/Entzündungen vom einem zum anderen übergreifen.
http://www.laob.de/content/e3224/e10/e1196/e1201/e8828/
Auch wird leider nicht berücksichtigt, dass viele Materialien im Mund nicht verträglich sind, dass kann man gut mittels eines LTT-Test feststellen.
http://herms.gmxhome.de/dentalmetalle.pdf
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