Amalgam als Zahnfüllung - gut oder schlecht?
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Amalgam - Verwendung als Zahnfüllung
Eine häufige Anwendung der Amalgame ist die Verwendung als Füllung für Zähne, heute ausschließlich in der Form von Silberamalgam. Zahnärztliches Amalgam entsteht durch das Vermischen von jeweils etwa 50 % Quecksilber und einer Feilungsmischung zu einer plastischen Masse, die nach kurzer Zeit erhärtet. Die Feilungsmischung setzt sich heute aus mindestens 40 % Silber, maximal 32 % Zinn, maximal 30 % Kupfer, maximal 5 % Indium, maximal 3 % Quecksilber und maximal 2 % Zink zusammen. (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2005, S.6 [1]). Diese seit den 1980er-Jahren in der Zahnheilkunde üblichen Non-Gamma-2-Phasen-Silberamalgame enthalten etwas mehr Kupfer und weniger Zinn als frühere Mischungen und sind dadurch korrosionsbeständiger. Kupferamalgam enthält als zweiten Hauptbestandteil Kupfer anstatt Silber und wurde bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ebenfalls als Material für Zahnfüllungen verwendet. Wegen seiner geringeren chemischen Beständigkeit und der umweltschädlichen Verarbeitung (es wurde vorgemischt geliefert und musste zur Verarbeitung durch Erhitzen erweicht werden) wurde es später durch Silberamalgam ersetzt.
Der Vorteil von Amalgam als Füllungsmaterial liegt in der relativ einfachen, auch unter schwierigen Bedingungen im Mund weitgehend fehlertoleranten Verarbeitung und in seiner Haltbarkeit, die bei vergleichbar korrekter Verarbeitung auch heute noch mit keinem anderen plastischen Material erreicht werden kann. Zudem ist Amalgam erheblich billiger als moderne Füllungskunststoffe, die ihre Vorteile hauptsächlich in der zahnähnlichen Farbe und in der Möglichkeit einer adhäsiven Befestigung an der Zahnsubstanz haben.
Amalgam-Füllung im Röntgenbild
Quelle: Wikipedia
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Die einzigen Vorteile, die man, wirklich egal wo, bezüglich Amalgam liest oder hört, bestehen in
- Haltbarkeit
- Kostenfaktor (billig)
- leichten Verarbeitung
Das ist schon sehr traurig.
Vielleicht kann mich ja jemand vom Gegenteil überzeugen ... also irgendwo was finden, wo mal andere Vorteile stehen ... z.B. dass es für den Körper verträglich ist oder so ....
y.
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Hallo Yolanda,
Was schlägst Du als Alternative zu Amalgam vor?
Sicherlich ist es nicht das Beste - aber was soll man sonst nehmen? Kunststoff? Würd ich mir nie im Leben im Seitzahnbereich reinsetzen! Zement? Hält nicht lang genug. Gold und Keramik? Ja ist toll - aber wie viele Leute können sich das leisten.
Solange es keine ordentliche Alternative zu Amalgam gibt (Kosten immer bedenken!), bleibt es das Nummer 1 Füllungsmaterial meiner Ansicht nach.
Liebe Grüße,
Saed
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ja, das ist ein dilemma, das sehe ich ja auch ein.
vielleicht sollte man in den ländern, die ohne Amalgam auskommen, mal nachfragen, wie die das hinbekommen haben und was die heutzutage so verwenden. meines wissens ist z.b. österreich dabei, auch schweden, gus ...
irgendwie werden die das ja auch geschafft haben, ohne dass ihr gesundheitssystem zusammenbricht ... oder? und großverdiener sind da bestimmt auch nicht grad viele.
ich würde verstärkt versuchen, bei den krankenkassen kostenerstattung zu beantragen, und nicht lockerlassen. regelungen hin oder her.
und dann würde ich mich GRÜNDLICHST und so UNVOREINGENOMMEN wie möglich informieren über Amalgam, die kostenfrage mal beiseite geschoben. und wenn ich es dann nicht haben möchte, geld auftreiben oder eben auch andere wege einschlagen.
manche sind ja auch allergisch gegen bestandteile des amalgams, das ist ja auch noch ein faktor, der zu berücksichtigen wäre. den allergietest zahlen die krankenkassen ja.
auch die nieren vorher noch untersuchen lassen, am besten sowieso ein gründlicher gesundheitscheck. vielleicht findet sich da ja etwas, womit man eine kostenübernahme durch die kk mit einer anderen Füllung als Amalgam begründen könnte.
dass die anderen Füllungen nicht so lange halten, ist zwar bedauerlich, jedoch sollte es einen nicht dazu verleiten, allzuschnell auf Amalgam zurückzugreifen.
also ich kann nur raten, dass man nicht faul und bequem die vermeintlich leichteste und billigste möglichkeit nimmt, sondern sich die zeit nimmt, sich vor so einer frage etwas intensiver mit dem thema auseinanderzusetzen.
der körper könnte sich später für die halbe stunde oder stunde info und den kredit bei der bank bedanken, es ist leider einfach so.
y.
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Also die Länder, die Amalgam nicht mehr verwenden, haben es nicht aus zahnmedizinischen Gründen abgeschafft, sondern weil es eine Belastung für die Umwelt ist.
Amalgam wird ja seit über 100 Jahren in der Zahnmedizin als Füllungsmaterial verwendet. Nur weil ein kleiner Prozentsatz allergisch dagegen ist, soll man es komplett aufgeben? Fände ich falsch. Ich kenne genug Leute (einschließlich mich selbst), die Amalgam seit einer halben Ewigkeit im Mund haben - ohne irgendwelche Beschwerden.
Hast Du selbst Probleme mit Amalgam gehabt, weil Du so dagegen bist?
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