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Hallo,
vor acht Monaten bekam ich die vier oberen Schneidezähne neu überkront, mit Vollkeramik. Der linke Zahn einzeln, der Rest mit einem Brückenglied.
Es war so, dass sich das Zahnfleisch am linken Schneidezahn immer wieder durch Reizung entzündete und dadurch eine kleine Zahnlücke zu den benachbarten Schneidezähnen entstand.
Darum entschied ich mich für neue Kronen.
Dadurch, dass die Arzthelferin keinen optisch vernünftigen Zahn zustande brachte übernahm das der Zahnarzt selbst und machte das Provisorium zusammenhängend, was allerdings auch nicht strassentauglich war. (Seit über zwanzig Jahren trage ich bereits Kronen in diesem Bereich, aber eine Versorgung mit solchen viertklassigen Zahnnachbildungen habe ich noch nicht erlebt. Ist das inzwischen so üblich? Hätte ich es vorher gewusst, hatte ich auf ein Provisorium vom Labor bestanden.)
Was ich zu dem Zeitpunkt nicht bedachte und worauf mich der Zahnarzt nicht aufmerksam machte war, dass dadurch der Zahn nicht mehr einzeln bleiben wird sonder auch die Kronen später zusammnehängend sein werden.
Im Grunde ist es kein Problem, dass die Zähne alle miteinander verbunden sind aber inzwischen ist für mich ein grosses Problem daraus erwachsen.
Vor fünf Wochen war ich bei meinem Zahnarzt um ihm die Rückbildung des Zahnfleischs zu zeigen, die sich innerhalb der kuzen Zeit an diesem linken Schneidezahn ergeben hat, so dass inzwischen ein relativ grosses "Loch" entstanden ist zum Nachbarzahn hin und auch der Zahnkronenrand weist inzwischen eine "Furche" auf.
Obwohl ich mein Zahnfleisch pflege und mein Zahnarzt das weiß bat er mich, diese Stelle immer schön zu massieren, so dass es sich noch in diese entandene Lücke legen, sprich wachsen kann. Das Zahnfleisch in dem Bereich sei völlig intakt und gesund.
Als ob ein Zahnfleisch einfach mal so noch wachsen kann, erst recht wenn es sich am rückbilden ist!?
Nun gut, ich sagte, das werde ich tun und wie ich mir sofort dachte passierte in der Zwischenzeit nichts - im Gegenteil...
Ich muss noch erklären, dass ich direkt nach Eingliederung der Zähne skeptisch war (hatte ich aber nicht geäussert), da dort, wo vorher die Lücke war, dass Zahnfleisch nicht mehr spitz zulief wie vorher und wie üblich, sondern eher "rund" aussah und zudem so, als würde es auf der Keramik nur leicht aufliegen. Das konnte ich doch vorher gar nicht sehen oder abschätzen aufgrund des miserablen Provisoriums und bei Anpassung der Zähne zum anschliessenden ok für das Zahnlabor zum Brennen sieht man doch (obwohl Träger der Zähne)solch einen Mißstand nicht (...und auch nicht der Zahnarzt trotz geschultem Auge....wie es scheint...)
Auf jeden Fall sagte mein Zahnarzt, ich solle in acht Wochen wiederkommen, dann könne er mir, sollte die Situation unverändert sein (Nein, sie ist schlimmer!) Kunststoff in die Lücke füllen, das wäre "kein Problem".
Fragen: Kann ich die Situation als sog. optischen Mangel als Garantiefall geltend machen?
Sind solche Behelfsmassnahmen, von Optik und Haltbarkeit ganz zu schweigen, üblich?
Muss ich dieser provisorischen Kunststoffversorgung zustimmen?
Habe ich sonstige Möglichkeiten etwas zu tun?
Kann meine Krankenkasse die Kosten für eine erneute Behandlung verweigern, auch wenn der Schaden deutich erkennbar ist?
Ich bin ziemlich ratlos. Schliesslich hat das viel Geld gekostet und optisch sieht es schrecklich aus, zudem für jeden offensichtlich, dass da was nicht stimmt...
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meines Problems & die Möglichkeit der kostenlosen sowie anonymen Fragestellung in diesem Forum
Viele Grüsse
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Hallo Gast,
jetzt wird es schwierig. Abgesehen davon, dass eine kosmetische Beanstandung Ihrerseits ohne Foto wirklich nicht gut beurteilbar ist, kommt verschärfend hinzu, dass ich die Sicht aus der Zahnarztperspektive nicht habe.
Nur mal angenommen: Es könnte ja sein, dass bei Ihnen eine besondere Form der Parodontitis vorliegt, die mit einen plötzlichen Abbau von Weichgewebe verbunden ist. (ist unwahrscheinlich, aber denkbar).
Drehen wir die Sache mal um. Fragen an Sie:
1. Handelt es sich bei dem Nachbarzahn um ein Krone, oder um ein Brückenglied?
2. Ist der Nachbarzahn jetzt verlötet, also direkt mit dem mittleren Schneidezahn verbunden?
3. Wurde die Arbeit provisorisch zementiert?
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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Hallo Herr Wagner,
vielen Dank für die schnelle Antwort .
Der Nachbarzahn ist kein Brückenglied. Dieser ist eine Krone, verbunden mit einem Brückenglied zum rechten äußeren Schneidezahn.
Durch die unglückliche Situation mit dem fragwürdigen Provisorium ist der Problemzahn nun mit dem Nachbarzahn verlötet. Leider, denn sonst würde eine erneute Behandlung kostengünstiger für mich ausfallen.
Von einer provisorischen Zementierung ist mir nichts bekannt. Denke ich auch nicht, mein Zahnarzt hätte mich sicherlich darauf hingewiesen. Spätestens als ich wegen der neuen Situation vorstellig wurde.
Angenommen es läge doch eine besondere Form von Parodontitis vor - das wäre dann wohl kein Garantiefall? Und wie geht man damit Behandlungstechnisch um und vor? Was ist mit der Kunststoffflickerei?
Wobei das, ich versuche das wirklich auch objektiv zu betrachten - schon gar nicht mehr möglich sein wird, da man den "Zahn" inzwischen ein wenig einsehen kann. D.h., wenn man genau hinschaut sieht man auf den Zahn in der "Lücke", also auf die Verbindung der Zähne und auf den Zahnrand (Problemzahn seitig), der durch diese Lücke quasi ein wenig freigelegt wurde.
Ich weiss, ohne Foto ist das schlecht vorstellbar. Können Sie mir trotzdem meine Fragen beantworten und vielleicht zu etwas raten?
Viele Grüsse,
Ihr hoffnungsvoller Gast
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