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Sinuslift
Sinuslift bezeichnet eine spezielle Operationsmethode der Kieferchirurgie, mit der der knöcherne Boden der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) verdickt wird.
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Anatomie
Die Kieferhöhle wird nach innen durch die trennende Knochenwand zur Nasenhöhle, zur Seite nach außen durch die Knochenwand der Wange und der Jochbeinwurzel begrenzt. Nach oben trennt eine dünne Knochendecke die große Kieferhöhle von der Augenhöhle, deren Boden sie bildet. Nach unten schließlich beherbergt der sogenannte Sinusboden die Zahnwurzeln der kleinen (Prämolaren) und großen (Molaren) Backenzähne. Er stellt auf diese Weise die knöcherne Trennung der Kieferhöhle von der Mundhöhle dar.
Nach Entfernung (Extraktion) eines oder aller Backenzähne ist zu beobachten, dass die Dicke des Sinusbodens durch Verschwinden (Atrophie) des Knochens mehr oder weniger deutlich abnimmt. Der Grund für diese Atrophie wird übereinstimmend in der fehlenden internen Kaukraftbelastung des Knochens gesehen. Aber auch Aspekte der Ernährung dieser Knochenschicht durch die Zähne spielen daneben eine Rolle. Hierbei ist zu sehen, dass sich der lebende Zahn in einer gegenseitigen Ernährungsdynamik mit dem ihn tragenden Knochen befindet.
Sind alle Backenzähne entfernt und auf der Mundseite durch eine dort befindliche auf dem Zahnfleisch aufliegende Zahnprothese ersetzt, so bewirkt der Kaudruck der Prothese auf den Sinusboden einen zusätzlichen Knochenschwund. Nach Jahren atrophiert auf diese Weise allmählich die Knochenschicht des Sinusbodens sehr oft zu einer dünnen Lamelle von mitunter lediglich 1 mm Dicke oder sogar darunter.
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Bedeutung für die Verwendung von Zahnimplantaten
Ohne die Sinuslift-Operation ließen sich ca. 50 % aller implantologischen Eingriffe im Oberkiefer bei Verwendung von zylindrischen Implantaten überhaupt nicht mit zuverlässigen und akzeptablen Erfolgsaussichten durchführen, weil das vorgefundene Knochenangebot wegen der durchweg üblichen zu späten Versorgung so gering ist, dass selbst kleine und kurze Implantate keinen ausreichenden Halt finden.
Es liegt auf der Hand, dass eine dünne Knochenschicht nicht dick genug ist, um einen zylindrisch geformten Implantatkörper mit allseitig überschüssigem Knochen aufzunehmen. Ein überwiegender Teil dieses Implantatzylinders würde in der luftgefüllten Kieferhöhle zu stehen kommen, während die dünne Knochenschicht dem Implantat nicht den erforderlichen Halt verleihen kann. Die Sinusliftoperation hat zum Ziel, die Knochenschicht des Sinusbodens zu verdicken, wobei auf die unten beschriebene Weise die Innenseite der Kieferhöhlenschleimhaut angehoben wird (engl.: lifting). Dieser Vorgang gab der Operationsmethode den Namen. Sie wurde Mitte der 1970er Jahre erstmalig durch den amerikanischen Zahnarzt und Implantologen O.Hilt Tatum durchgeführt, im April 1977 von ihm veröffentlicht und gilt heute als Standardverfahren im Bereich der Implantatchirurgie der zahnärztlichen Implantologie.
Quelle: Wikipedia
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