Wurzelrevision wirklich noch erfolgversprechend?



Liebes Zahnarztteam,
ich war wegen Kieferschmerzen vor 5 Tagen beim Notdienst. Dort wurde geröngt und festgestellt, daß im Unterkiefer der vorletzte Backenzahn (der Zahn wurde vor ca. 25 Jahren wurzelbehandelt und überkront und war seither auch auf Röntgenaufnahmen unauffällig) 1 Wurzelkanal entzündet ist und auch ein schwarzer Hof um den Zahnhals besteht. Da im Notdienst eine Behandlung zeitmäßig nicht möglich war bekam ich Antibiotika.
Gestern war ich nun bei der Vertretung meines Zahnarztes um den Befund zu besprechen. Mir wurde eine Wurzelrevision vorgeschlagen (da sehr zeitaufwändig erst am 28.5. möglich) und ggf. eine Wurzelspitzenresektion falls die Wurzelfüllung nicht korrekt gemacht werden könnte, was man dann wohl erst entscheiden könnte.
Gesagt wurde mir gestern es sei eine Wurzelentzündung mit Knochenentzündung. Die Knochenentzündung würde meine Beschwerden machen.
Nun ist das Antibiotika aufgebraucht und die Beschwerden sind auch erträglicher geworden.
Nun meine Frage: Ist es tatsächlich mögliche eine gelungene Wurzelrevision bei einem Zahn zu machen, der schon 25 Jahre gefüllt ist?
Wenn die Wurzelbehandlung gelingen würde, geht dann auch automatisch die Knochenentzündung weg, oder muß auf jeden Fall eine Wurzelspitzenresektion gemacht werden?
Ich bin mir sehr unsicher, da ich einen Mitralklappenprolaps habe und ich weiß nicht, ob ich den Zahn nicht doch lieber entfernen lassen sollte, vor allem ob ich die lange Wartezeit bis zur Behandlung wirklich im Raum stehen lassen soll?
Das Problem ist leider zur Zeit, daß viele Zahnärzte im Urlaub sind, Kieferchirurgen erst in mehreren Wochen Termine vergeben, deshalb kann ich mir auch keine zweite Meinung einholen.
Ich bin etwas ratlos, vielleicht könnten Sie mir bei der Entscheidung aus Ihrer Erfahrung weiterhelfen.
Vielen Dank
Hallo Chatsy, Sie schrieben:

Liebes Zahnarztteam,
ich war wegen Kieferschmerzen vor 5 Tagen beim Notdienst. Dort wurde geröngt und festgestellt, daß im Unterkiefer der vorletzte Backenzahn (der Zahn wurde vor ca. 25 Jahren wurzelbehandelt und überkront und war seither auch auf Röntgenaufnahmen unauffällig) 1 Wurzelkanal entzündet ist und auch ein schwarzer Hof um den Zahnhals besteht. Da im Notdienst eine Behandlung zeitmäßig nicht möglich war bekam ich Antibiotika.
Gestern war ich nun bei der Vertretung meines Zahnarztes um den Befund zu besprechen. Mir wurde eine Wurzelrevision vorgeschlagen (da sehr zeitaufwändig erst am 28.5. möglich) und ggf. eine Wurzelspitzenresektion falls die Wurzelfüllung nicht korrekt gemacht werden könnte, was man dann wohl erst entscheiden könnte.
Gesagt wurde mir gestern es sei eine Wurzelentzündung mit Knochenentzündung. Die Knochenentzündung würde meine Beschwerden machen.
--- ist vernünftig.


Nun ist das Antibiotika aufgebraucht und die Beschwerden sind auch erträglicher geworden.
Nun meine Frage: Ist es tatsächlich mögliche eine gelungene Wurzelrevision bei einem Zahn zu machen, der schon 25 Jahre gefüllt ist?
--- ja

Wenn die Wurzelbehandlung gelingen würde, geht dann auch automatisch die Knochenentzündung weg, oder muß auf jeden Fall eine Wurzelspitzenresektion gemacht werden?
--- hängt ausschließlich davon ab, ob das Desinfektionsmittel die Bakterien umbringt oder nicht.

Ich bin mir sehr unsicher, da ich einen Mitralklappenprolaps habe und ich weiß nicht, ob ich den Zahn nicht doch lieber entfernen lassen sollte, vor allem ob ich die lange Wartezeit bis zur Behandlung wirklich im Raum stehen lassen soll?
--- die Entzündung (durch Bakterien) haben Sie vermutlich schon Monate eher Jahre, da kommt es jetzt auf ein paar Wochen nicht an.


Das Problem ist leider zur Zeit, daß viele Zahnärzte im Urlaub sind, Kieferchirurgen erst in mehreren Wochen Termine vergeben, deshalb kann ich mir auch keine zweite Meinung einholen.
Ich bin etwas ratlos, vielleicht könnten Sie mir bei der Entscheidung aus Ihrer Erfahrung weiterhelfen.
Vielen Dank
--- lassen Sie mal revisionieren.

Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de
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