Welche Komplikationen gibt es bei der Wurzelbehandlung?
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Mögliche Komplikationen
Komplikationen bei Wurzelkanalbehandlungen können verursacht werden durch:
* unzugängliche Kanalabschnitte (Verlegung des Kanallumens durch Dentikel, starke Krümmung der Wurzel, Verzweigungen),
* abgebrochene Instrumente,
* besonders hartnäckige Mikroorganismen wie z.B. Enterococcus faecalis oder Candida albicans, die bis zu 0,4 mm tief in Dentintubuli eindringen und als Monoinfektion überleben können,
* eine zusätzliche parodontale Schädigung des Zahnes,
* Via falsa („falscher Weg“) - iatrogene (vom Arzt verursachte) Perforation der Wurzel
* Frakturen der Wurzel
In solchen Fällen ist eventuell eine Wurzelspitzenresektion mit retrograder Wurzelfüllung indiziert. Alternativ kann eine Revision der Wurzelbehandlung angebracht sein, der im Regelfall der Vorzug vor einer Wurzelspitzenresektion gegeben werden sollte. Hierzu die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde:
„Ein Verzicht auf eine orthograde Revision und die Entscheidung für einen rein apikalchirurgischen Eingriff ist nur dann sinnvoll, wenn auf orthogradem Wege ein ausreichender Zugang in das endodontische System oder eine Verbesserung des Zustandes auf orthogradem Wege nicht möglich/wahrscheinlich erscheint.“
Ungeachtet des aktuellen Stands der Wissenschaft sind im deutschsprachigen Raum Revisionen einer Wurzelbehandlung nach wie vor selten, während sich die Wurzelspitzenresektion weiterhin großer Beliebtheit erfreut. Dies hängt auch mit der geringen Zahl endodontisch bewanderter Zahnärzte zusammen, die die relativ schwierig durchzuführende Behandlung bewerkstelligen können. In Ländern wie den USA gibt es im Gegensatz dazu in vielen Orten Fachzahnärzte für Endodontie. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Zahnärzte, die diese Zusatzausbildung absolviert haben.
Quelle: Wikipedia
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