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Schmerzen






Hallo Mona,

das erinnert mich alles an ein Horrorszenario, dass ich im Sommer 2003 bis Frühjahr 2004 hatte.

In 2001 hatte ich mir unten rechts einen nicht sichtbaren verlagerten Weisheitszahn ausbuddeln lassen, da der damalige Zahnarzt meinte ich 'bekäme da mal irgendwann Probleme'. Vorher hatte ich über 40 JAhre ohne Probleme gelebt.
Nach der Extraktion entzündete sich die Wunde, ich bekam viel zu spät AB und dann noch die falschen. Nach ca. 4 Monaten war es aber dann endlich zugeheilt.
Zwei Jahre später, Sommer 2003, Schmerzen an der selben Stelle. Neuer Zahnarzt meinte, der 7er brauche eine Wurzelspitzenfüllung (hatte noch nicht mal Karies oder eine andere Füllung..) und führte das durch. Das hatte 4 Wochen gehalten, dann gingen die Schmerzen wieder höllisch los. Im Röntgen war dann angeblich ein Infekt an der Wurzel zu sehen. ZA riet zur Wurzelspitzenresektion, die er selbst aber nicht machen wollte. Holte eine Zweitmeinung ein, dieser ZA riet mir gleich zum Rausrupfen und Implantat, allerdings hatte er mir selbst verdächtig wenig Zähne im Mund... doch ätte ich auf ihn gehört! Ging zum Kieferchirurdg, ließ die WSR machen, eine Horrorprozedur. Würde ich nie nie nie wieder machen lassen: Ein Haufen Gewebe und Knochen wird zerstört und die Keime schön rumgewirbelt....

Danach wieder Infektion, wieder Clindamycin. Über 8 Wochen!

Als es dann doch abgeheilt war, war ich erleichtert. Nur 4 Wochen später ging es wieder los, schlimmer! ZA wollte eine zweite WSR machen, ich nix da, raus mit dem Ding. Da war es Oktober.

Nach der Extraktion hatte ich noch 4 Wochen Clindamycin, dann ging es wieder aufwärts. Ich suchte mir dann einen Topp Implantologen der mir Anfang Dezember ein Implantat setzte. Clindamycin gleich dabei. In der zweiten Dezemberwoche wieder Schmerzen, Schmerzmittel, Clindamycin. Immer so weiter. Am Morgen des 24.12. dachte ich, ich muss vor Schmerzen aus dem Fenster springen, habe den Implantologen um 5 Uhr aus dem Bett geklingelt, er soll das Ding wieder ziehen. Auf dem Röntgenbild sa das Implantat einwandfrei aus, aber der NAchbarzahn hatte Aufhellungen! Obwohl ebenfalls keine Krone oder Füllung, schien er sich von unten infiziert zu haben. ZA bohrte diesen auf, es zischte. Danach 3 Monate lang Versorgung durch 3 verschiedene Zahnärzte, jeder wollte den 6er retten. Ist der größte Zahn im UK.
Ende Februar gab ich auf. Das Loch war irre groß aber die Schmerzen irgendwann weg. Dann folgte ein weiteres Implantat und inzwischen habe ich zwei Kronen drauf und es geht gut.

Was hat mir geholfen?

Antibiotikum Clindamycin 4-5 x tgl. 600mg (Höchstdosis überschritten).

Alternativ Amoxicillin kombiniert mit Metronidazol, falls Keime resistent (Antibiogramm machen lassen).

Geduld haben! Dauert WOchen!
Schmerzmittel:

Sympal (Dexlketoprofen) max. 3 x tgl. sehr stark, geht nicht so stark auf den MAgen wie Ibuprofen und wirkt länger, so 7h. Ist aber dennoch ein NSAR, daher Pantoprazol für den Magen dazu nehmen.
Alternativ (macht müde, also zur aAcht) Metamizol-Tropfen (Novalgin). Gehen nicht auf den Magen.

Lange Rede kurzer Sinn: Lange behandeln!

Viel Glück
Lisa
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