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Prognose des Zahnfleischblutens
Gelegentliche Blutungen an einzelnen Zähnen sollten als Hinweis genommen werden, dass man an dieser Stelle besser putzen sollte. Ein Teufelskreis entsteht, wenn die Gingiva auf Berührung stark schmerzt. Zähneputzen ist dann fast nicht mehr möglich, der Zahnbelag wird immer dicker. Es gelangen dann stetig mehr Endotoxine in den Körper und das Immunsystem kommt in eine Abwehrkrise. Ein besonders schneller Verlauf der Erkrankung (starke Blutungen und Schmerzen am Zahnfleisch verbunden mit unangenehmem Geruch und allgemeinem Unwohlsein) kann ein Hinweis auf ernsthafte systemische Erkrankungen sein, welche (zahn-)ärztlich abgeklärt werden sollte.
Eine "Prognose für Zahnfleischbluten" ist so eigentlich nicht zu stellen. Wichtig ist der Auslöser des Blutens. Bei der einfachen Schmutzgingivitis/Parodontitis ist die Prognose sehr gut. Da kann nichts passieren. Es muss eine professionelle Zahnreinigung stattfinden oder eine Parodontosebehandlung und alles ist wieder gut, wenn danach gründlich mitgearbeitet und gereinigt wird. Das geht mit Unterstützung durch Dentalhygienikern oder Zahnärzten immer gut. Bei Herzschäden sollte ein Antibiotikum verschrieben werden, weil durch die Beseitigung dieser Bakterien am Zahnfleisch auch Bakterien in den Kreislauf kommen können. Dann können sich diese eventuell am geschädigten Herzen festsetzen und dort eine Infektion bilden.
Sonstige Erscheinungen am Zahnfleisch werden verschwinden, wenn die Ursache behoben ist. Am einfachsten ist dies bei der "Schwangerschaftsgingivitis" die unter Hormoneinfluss entsteht, zu beobachten. Zwei Monate nach der Geburt ist auch die Mundschleimhaut wieder in Ordnung.
Auch bei Schwangerschaftsverhütung werden durch die angewandten Östrogene Blutungen an der Schleimhaut beobachtet.
Auch bei Einnahme von Mitteln gegen Epilepsie (Zentropil) werden Blutungen und Wucherungen beobachtet (Elephantiasis gingivae). Dabei ist die Prognose nicht ganz so gut, weil das Medikament nicht weggelassen werden kann.
Bei den Formen, die durch Verminderung der Abwehrkraft entstehen, muss das Immunsystem gekräftigt werden. In einfachen Fällen geschieht das durch Verabreichung von Vitaminen und Spurenelementen (besonders Vit. B/C, Eisen und Zink). Bei schweren Fällen muss mit Zytostatika und anderen "schweren Waffen" gekämpft werden. Immer richtig ist es, den Sulcus zu desinfizieren. Höchste Wirksamkeit kann man da erreichen mit einem "Uraltrezept" einer Paste aus Jodoform, Tween 80 (Emulgator) und Glycerin.
Quelle: Wikipedia
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