Verlaufsformen der Parodontitis



Verlaufsformen der Parodontitis

Eine apikale Parodontitis kann akut oder chronisch verlaufen. Sehr oft beginnt die Entzündung chronisch - primär chronische apikale Parodontitis. Diese Entzündung ist durch keinerlei Schmerzen zu bemerken. Manchmal bestehen für einige Tage ganz leichte Zahnschmerzen. Oft erinnern sich die Patienten erst auf intensive Nachfrage an zurückliegende Zahnschmerzen.

Diese häufigen primär chronischen Formen schlagen dann irgendwann in eine akute Entzündung um, mit dem typischen Klopfschmerz. Dieses Umschlagen einer Entzündung von chronisch zu akut bezeichnet man als Aufflammen (exazerbieren). Die apikale Parodontitis kann auch sofort akut anfangen - primär akuter Verlauf.

Röntgenologisch sind apikale Aufhellungen erst nach mehrwöchigem Krankheitsverlauf sichtbar. Trotzdem wird bei jedem Verdacht auf eine apikale Parodontitis gleich ein Röntgenbild des verdächtigen Zahnes angefertigt (Zahnfilm). Da es sich meist um eine primär chronische apikale Parodontitis handelt, die schon einige Wochen bestand, ist meistens schon eine apikale Aufhellung zu erkennen.

Bei primär akuten Formen ist im Röntgenbild oft noch nichts oder sehr wenig an pathologischen Veränderungen zu erkennen. Meist ist dann nur ein erweiterter Periodontalspalt sichtbar - auch der ist im Röntgennegativ schwarz (so wie die Aufhellung).

Veränderungen der Knochendichte sind im gewöhnlichen Röntgenbild erst erkennbar, wenn mindesten 30% des Mineralgehaltes im Knochen abgebaut sind. Das dauert auch bei einer apikalen Ostitis einige Tage oder Wochen. Bei geringen Beschwerden und unsicherer Aussagekraft des Röntgenbildes ist eine Wiederholungsaufnahme erst nach 3 Monaten angebracht.

Quelle: Wikipedia

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