Zahnimplantate - welche Faktoren für Erfolg ausschlaggebend



aktoren von Einfluss

Man kann 14 Grund-Faktoren aufzählen, die für eine erfolgreiche implantologische Behandlung von Einfluss sind:

1. Patientenselektion, d. h. die allgemeinmedizinischen und lokalen Indikationen müssen überprüft werden
2. Knochenquantität, d. h. es muss genug Knochen da sein; die Kieferhöhle und der Nasenboden im Oberkiefer, sowie der Nervkanal im Unterkiefer und die Kieferkammbreite in beiden Kiefern sind begrenzende anatomische Faktoren
3. Knochenqualität, d. h. ein bestimmtes Implantatsystem benötigt eine bestimmte Knochenqualität: ein Extensionsimplantat ist im schwammig-lockeren Knochen des Oberkiefers erfolgreicher als ein Zylinderbolzen
4. Implantatmaterial, d. h. das Implantat muss ein dem Knochen ähnliches e-Modul haben und seine Oberfläche biologisch kompatibel sein – Titan erfüllt beide Bedingungen
5. Implantatoberfläche, d. h. die Oberfläche muss mikroporös sein (5 bis 100 Mikrometer Porendurchmesser), damit sich Knochenzellen anlagern (eine Eigenart aller Bindegewebszellen)
6. Implantatform, es gibt Blatt-, Nadel-, Schrauben-, Zylinder- und konische Implantate. Unterschiedliche Implantate haben unterschiedliche Indikationen. Diese bestimmen sich über das Knochenangebot, die Knochenqualität und das erstrebte Funktionsziel. Die richtige Auswahl hat der Implantologe zu treffen
7. Implantationsplanung, das Implantat soll möglichst so stehen, dass später eine Zahnkrone optimal positioniert ist, der Halt einer herausnehmbaren Prothese funktionell störungsfrei möglich wird und schließlich die Knochenernährung unbeeinträchtigt bleibt
8. chirurgisches Vorgehen, der Erfolg hängt von der Erfahrung, der Ausbildung und der zur Verfügung stehenden Ausrüstung des Operateurs ab. Hierbei steht die sterile Vorgehensweise im Vordergrund, es sollte möglichst wenig biologische Substanz dem Implantat geopfert werden und schließlich darf der Knochen beim Präparieren des Implantatlagers nicht überhitzt werden (Kühlung)
9. Suprastruktur, der Erfolg hängt von dem ab, was auf das Implantat gesetzt wird: (festsitzende Brücken oder herausnehmbare Zahnprothesen). Bei festen Brücken/Kronen haben Implantate eine höhere Verweildauer
10. Okklusion, das Implantat sollte möglichst wie ein Zahn normal belastet und ebenso nicht überbelastet werden
11. Mundhygiene, das Implantat (besser: die Kronen/Zähne darauf) muss wie ein normaler Zahn gepflegt werden, um eine Entzündung des Zahnfleisches (Frühsymptom Blutung) und später des das Implantat tragenden Knochens zu vermeiden
12. Nachsorge, regelmäßige Kontrolle (alle 6 Monate) der Mundhygiene und des Implantates durch den Zahnarzt, regelmäßige, individuell abgestimmte professionelle Zahnreinigungen (2-4mal jährlich).
13. Eine Abweichung von diesen Faktoren bedeuted eine Zunahme der möglichen Komplikationen, sodass die Erfahrung des Operateurs/Implantologen mehr Bedeutung gewinnt
14. Der Operateur sollte auch die Zähne (Brücke oder Zahnprothese) auf dem Implantat anfertigen und eingliedern können. Kieferchirurgen haben in einigen Bundesländern keine Erlaubnis, Kronen, Brücken oder Prothesen einzusetzen.

Quelle: Wikipedia

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