Nachsorge von Zahnimplantaten
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Nachsorge
Unmittelbar nach einer implantologischen Versorgung sollte das Operationsgebiet nicht belastet werden. Auch Reinigungsmaßnahmen direkt an der Naht sind zu vermeiden, wohingegen das restliche Gebiss sehr sorgfältig gereinigt werden sollte. Als zusätzliches Hilfsmittel steht das Chlorhexidin oder Listerine als Mundspüllösung zur Verfügung. So kommt dennoch der Infektionsprophylaxe in den ersten 48h nach der Operation eine Schlüsselrolle zu. Wichtig ist es auch, möglichst keine Prothesen im Operationsgebiet zu verwenden, da diese häufig unkontrollierte Belastungen auf das Implantat übertragen könnten. Die Länge der Einheilphase bis zur direkten Belastung des Implantates wird wissenschaftlich hingegen derzeit diskutiert - mit tendenziell abnehmender Dauer (siehe auch Belastungszeitpunkt) bis hin zur Sofortbelastung.
Zahnimplantate müssen wegen der Infektionsgefahr regelmäßig kontrolliert werden (wie auch die natürlichen Zähne). Rechtzeitig erkannte Infektionen sind deutlich einfacher zu behandeln als fortgeschrittene Infektionen, die bereits zu einem Abbau von Knochenmaterial geführt haben. Daher sollten die Zahnimplantate alle 6 Monate vom behandelnden Zahnarzt bzw. Implantologen kontrolliert werden. In klinischer Erfahrung hat sich gezeigt, dass es insbesondere bei großen kieferchirurgisch-implantologischen Maßnahmen in beiden Kiefern sinnvoll sein kann, die Patienten nach dem Eingriff kurzstationär nachzuversorgen. Dies geschieht mit dem Zweck der Vermeidung einer bakteriellen Frühinfektion der Implantate und des Operationsgebietes, z.B. bei großvolumigen Knochenaufbauten nach Knochentransplantationen aus der Hüfte oder großen Mengen von synthetischem Knochenersatzmaterial. Kernpunkt dieser postoperativen Nachsorge ist die Ernährung über einen Venenkatheter entsprechend den Methoden auf der Intensivstation, um eine bakterielle Gefährdung der frischen Operationswunden im Mund durch die normale orale Nahrungsaufnahme zu vermeiden.
Quelle: Wikipedia
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