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Ich habe mich wegen eines Schmerzes im Kiefergelenk, das zum Ohr/Genick und Unterkiefer schmerzte an meinen Zahnarzt gewendet.
Dieser schickte mich dreimal nach Hause nachdem er mich abgetastet hatte und nichts feststellen konnte.
Beim vierten mal weil ich wohl zu penetrant war und der Schmez mich zum Wahnsinn brachte (gefolgt von einem Knacken und Schnalzen des Gelenkes)
--- das hat mit einem Zahn gar nichts zu tun.
röntgte er nochmals und meinte dann das einer der vorderen Backenzähne die Ursache sein muss.
Daraufhin bekam ich eine Wurzelbehandlung die nach der ersten Sitzung rein gar nichts an den Symptonem änderte.
--- der ist es nicht.
Bei der zweiten Behandlung verspürte ich plötzlich einen stechenden Schmerz wie er sonst auch auftritt wenn die Feile zu tief rein geht.
Der lies bis zum Ende der Behandlung nicht nach. Ich informierte ihn und er meinte das geht weg. Die folgende Nacht schlief ich rein gar nicht und ging am nächsten Tag wieder dort hin. Ich sagt das es sich so anfühlt wie wenn was die ganze Zeit drückt und piekt. Er öffnete nochmals und bohrte und machte fast 2 Stunden dran rum.
--- da paßt doch ganz grob was nicht. Merksatz 1: niemals innerhalb von 48 Stunden an den gleichen Zahn nach einer VitE (Vitalexstirpation). Das gibt nur Unsinn. Wenn da Dolomo nicht reicht, stimmt die Diagnose nicht.
Währedndessen bettelte ich schon um eine Betäubung, da es dermaßen schmerzte und ich bin weis Gott nicht wehleidig.
Trotz Betäubung verspürte ich noch einen Restschmerz der aber wirklich auszuhalten war.
Das ganze ging noch weitere dreimal so und zum Schluss vershloss er den Zahn und sagte es ist alles ok. Das komische Gefühl im Zahn blieb,war aber erträglich geworden. Er meinte das das noch ne Weile anhalten kann. Seitdem das waren immerhin fast 2 Monate war jedesmal wenn ich auf etwas hartes Biss ein pieksen und zeiehn im Zahn zu verspüren. Das hielt sogar manchmal ein paar Tage an.
Nachdem ich mich einer Freundin anvertraut hatte die Zahnarzthelferin ist, meinte die ich soll mal woanders nachsehen lassen.
Das tat ich und der Arzt rief nach dem Röntgen erst mal alle Kollegen herbei um denen das Bild zu präsentieren. Da steckte eine ca. 2cm lange Feile drin und drückte wohl auf den Nerv.
--- NEIN. Auf den Nerv drücken geht nicht, weil genau an der Stelle kein Nerv ist.
Das Teil haben sie mir dann in fast 2 Stunden rausgeholt. Dabei kam Blut und ne Menge Schmerz mit. Allerdings brauchte er mir gar nicht zu sagen das er sie hat, das spürte ich auch so. Wie wenn man einen Spreisser der tief steckt rauszieht. Sofortige Erlösung vom Schmerz war da.
--- So haben Sie es möglicherweise in Erinnerung. Wenn Sie aber mal genau in sich hineinhören, werden Sie feststellen, dass jetzt - heute, in diesem Moment - sich der Zahn wieder ganz genau so anfühlt, wie vor dem Entfernen des Edelstahl Bruchstücks.
Hat zwar noch ein paar Tage gedauert bis Ruhe einkehrte, aber das wars. Naja und nebenbei hat er noch nen vierten Kanal übersehen, den mein jetziger Zahnarzt mir noch gemacht hat.
--- ist modern heute, überall 4 Kanäle zu finden
Nur habe ich nun folgendes Problem. Das ganze hat mich 700€ gekostet um die Feile rausholen zu lassen.
Kann ich die irgendwie von dem Verursacher übernehmen lassen? Denn die Chance es wieder zu revidieren(wenn auch ohne mein Wissen) hatte er insgesammt dreimal und informiert über sein Missgeschick hatte er mich auch nicht.
--- Ich sehe keine Möglichkeit, den Vorbehandler für die Nachbehandlung zahlen zu lassen. a) wissen wir nicht, wann das Teil abgebrochen ist, b) ist aus Ihrer Darstellung relativ sicher, dass die Schmerzgeschichte mit der Wurzelbehandlung mehr oder weniger nicht zusammenhängt - Sie sagen selber, dass nach Entfernung des Zahnnervs in der ersten Sitzung sich der starke Schmerz nicht geändert hat, was die 99,9% sichere Schlußfolgerung zuläßt, dass es der Zahn nicht schuld war.
Das grenzt doch fast schon an Körperverletzung, zumal ich jedesmal auf Schmerzen hinwies und bei der dritte Behandlung sagte das da was drinsteckt, so wie es sich anfühlt, wo er mich nur anlachte und meinte ich würde fantasieren, was soll da schon drin sein.
--- er war überfordert und am Ende der Fahnenstange.
Ich will kein Schmerzensgeld oder sonstwas ich will nur das er die Folgebehandlung übernimmt und eventuell noch von der Innung eine Abmahnung bekommt, das das nicht noch nem anderen passieren kann.
Komischerweise wenn ich mich an die Zahnärztekammer wende ist keiner zuständig. Frage ich andere Zahnärzte wiegeln die auch ab. Ist da sowas wie verschwiegendheit untereinander? Will keiner dem anderen etwas "anhängen"?
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Ich sehe Ihren Fall mit gemischten Gefühlen: Für Sie scheint es eine klare einfache handwerklich fehlerhafte Behandlung zu sein: Metallbohrer abgebrochen, also Schmerzen, also Nachbehandlung, also Kostenübernahme. Für mich sieht das Ganze deutlich anders aus: Sie haben zuerst starke Schmerzen, die ganz sicher nicht von dem behandelten Zahn kommen. Dann kommt eine Serie von verzweifelten Versuchen des Erstbehandlers mit mechanischen Mitteln Ruhe zu schaffen, was logischerweise nicht funktionieren kann. Dann geht der ursprüngliche Schmerz von alleine zurück, aber nicht ganz weg und die Restschmerzen führen Sie auf ein kleines Stückchen sterilen Edelstahls in einer Wurzel zurück. Und genau das ist nicht zulässig. Eingebaute Metallstücke im Körper verursachen keine Schmerzen, wie die Hunderttausenden von Implantaten im Mund jedes Jahr beweisen.
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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