Teleskopprothese und Schmerzen



Für die Anfertigung einer Teleskopprothese wurden mir vor drei Monaten im Oberkiefer acht Zähne beschliffen (Backenzahnbereich - Frontzähne fehlen).
Danach hatte ich wochenlange Schmerzen und eine extreme Empfindlichkeit auf heiss-kalt und gewisse Speisen. Kurz nach dem Beschleifen musste ein Backenzahn wurzelbehandelt werden.
Vor vier Wochen bekam ich dann die Teleskopkronen und die neue Brücke eingesetzt. In der ersten Woche war ich mehrmals beim Zahnarzt, die Höhe und der Biss wurden mehrfach an der Brücke korrigiert.
Eine Krone war verschloss jedoch den hinteren rechten Backenzahn nicht vollständig und wurde gleich mit Zement repariert.
Von Anfang an hatte ich allerdings beim Kauen Schmerzen die sich im Laufe der folgenden Wochen verschlimmerten. Auch die Temperaturempfindlichkeit stellte sich erneut ein und steigerte sich immens. Der ZA vertröstete mich damit, daß das eine Eingewöhnungsphase sei und in ein paar Wochen vorüber gehe. Auch würde der Biss noch nicht stimmen, dazu solle in einigen Wochen die Brücke unterfüttert werden.
Zwei Wochen nach Einsetzen der neuen Brücke musste der wurzelbehandelte Zahn nochmals eröffnet werden, da ein Kanal weiterhin entzündet war und am Zahn daneben mussten auch zwei Kanäle behandelt werden. Für die Kau- und Aufbeißschmerzen auf der anderen Seite wurden keine Anhaltspunkte gefunden. Die Brücke wurde in den Zahnbereichen etwas erweiterte, wodurch sich jetzt vermehrt Essensreste darunter absetzten.
Beim An- und Ausziehen der Brücke verkantete sie sich an einem Zahn was dort auch immer zu Schmerzen führte. Letzte Woche steigerten sich die Schmerzen und die Temperaturempfindlichkeit ins Unermessliche, worauf der ZA feststellte, daß einige Kronen nicht dicht genug schliessen und sich an einem Zahn eine Tasche gebildet hat und die Wurzelhaut freilag. Dies erklärte er mit Zahnfleischrückgang. Die undichten Stellen wurden mit Zement gefüllt und es wurde ein Provisorium angefertigt, daß höher über das Zahnfleisch geht und das ich nun anstelle der neuen erst vier Wochen alten Teleskopbrücke trage.
Weiterhin wurde festgestellt, daß im rechten Zahnbereich zwei Kronen im obersten Bereich so eng standen, daß noch nicht mal mehr Zahnseide dazwischenging. Dieses wurde erweitert.
Jetzt ist der ZA in Urlaub und in drei Wochen sollen dann einige der Kronen heruntergenommen werden und neue angefertigt werden.
Die Schmerzen vor allem die Aufbeißschmerzen habe ich immer noch und nehme jetzt seit Wochen rund um die Uhr Schmerztabletten, da ich ansonsten nicht kauen und essen kann. Die Bisslage stimmt nicht, was auch zu Muskelverspannungen führt und in der Nacht klopft es in einigen Kieferbereichen.
Ich denke, daß da einiges überhaupt nicht stimmt und auch die Arbeit sehe ich als nicht zufriedenstellend an.
Wie sind die Erfahrungen mit Teleskopprothesen, ist es normal, daß da anfänglich so viel nachgebessert werden muss und solche Schmerzen entstehen können? Was kann ich tun?
Viele Grüsse
Tina
Hallo Tina, Sie schrieben:

Für die Anfertigung einer Teleskopprothese wurden mir vor drei Monaten im Oberkiefer acht Zähne beschliffen (Backenzahnbereich - Frontzähne fehlen).
--- ich will dem Kollegen ja nicht zu nahe treten, aber 8 Stück Teleskope ist gewagt. Entweder kann man das - oder ...

Danach hatte ich wochenlange Schmerzen und eine extreme Empfindlichkeit auf heiss-kalt und gewisse Speisen. Kurz nach dem Beschleifen musste ein Backenzahn wurzelbehandelt werden.
--- = Schleiftrauma, es handelt sich um das altbekannte Problem, dass für Teleskopkronen die Zähne extra stark und viel beschliffen werden müssen.

Vor vier Wochen bekam ich dann die Teleskopkronen und die neue Brücke eingesetzt. In der ersten Woche war ich mehrmals beim Zahnarzt, die Höhe und der Biss wurden mehrfach an der Brücke korrigiert.
--- das ist normal

Eine Krone war verschloss jedoch den hinteren rechten Backenzahn nicht vollständig und wurde gleich mit Zement repariert.
Von Anfang an hatte ich allerdings beim Kauen Schmerzen die sich im Laufe der folgenden Wochen verschlimmerten. Auch die Temperaturempfindlichkeit stellte sich erneut ein und steigerte sich immens.
--- das ist nicht normal.

Der ZA vertröstete mich damit, daß das eine Eingewöhnungsphase sei und in ein paar Wochen vorüber gehe. Auch würde der Biss noch nicht stimmen, dazu solle in einigen Wochen die Brücke unterfüttert werden.

Zwei Wochen nach Einsetzen der neuen Brücke musste der wurzelbehandelte Zahn nochmals eröffnet werden, da ein Kanal weiterhin entzündet war und am Zahn daneben mussten auch zwei Kanäle behandelt werden.
--- ähem, das sind schon 2 tote Zähne nach Krone.

Für die Kau- und Aufbeißschmerzen auf der anderen Seite wurden keine Anhaltspunkte gefunden. Die Brücke wurde in den Zahnbereichen etwas erweiterte, wodurch sich jetzt vermehrt Essensreste darunter absetzten.
Beim An- und Ausziehen der Brücke verkantete sie sich an einem Zahn was dort auch immer zu Schmerzen führte.
--- das meinte ich mit 8 Stück ist grenzwertig.

Letzte Woche steigerten sich die Schmerzen und die Temperaturempfindlichkeit ins Unermessliche, worauf der ZA feststellte, daß einige Kronen nicht dicht genug schliessen
--- Nein

und sich an einem Zahn eine Tasche gebildet hat und die Wurzelhaut freilag.
--- Unsinn

Dies erklärte er mit Zahnfleischrückgang. Die undichten Stellen wurden mit Zement gefüllt und es wurde ein Provisorium angefertigt, daß höher über das Zahnfleisch geht und das ich nun anstelle der neuen erst vier Wochen alten Teleskopbrücke trage.
Weiterhin wurde festgestellt, daß im rechten Zahnbereich zwei Kronen im obersten Bereich so eng standen, daß noch nicht mal mehr Zahnseide dazwischenging. Dieses wurde erweitert.
Jetzt ist der ZA in Urlaub und in drei Wochen sollen dann einige der Kronen heruntergenommen werden und neue angefertigt werden.
Die Schmerzen vor allem die Aufbeißschmerzen habe ich immer noch und nehme jetzt seit Wochen rund um die Uhr Schmerztabletten, da ich ansonsten nicht kauen und essen kann.
--- aus 600 km Entfernung rieche ich die Pulpitis (Entzündung) in weiteren Zahnnerven. Da kommen noch 1 bis 3 Wurzelbehandlungen dazu.


Die Bisslage stimmt nicht, was auch zu Muskelverspannungen führt und in der Nacht klopft es in einigen Kieferbereichen.
--- das klopft nicht wegen des Bisses, sondern wegen der zu weit zusammengeschliffenen Stümpfe.

Ich denke, daß da einiges überhaupt nicht stimmt und auch die Arbeit sehe ich als nicht zufriedenstellend an.
Wie sind die Erfahrungen mit Teleskopprothesen, ist es normal, daß da anfänglich so viel nachgebessert werden muss und solche Schmerzen entstehen können? Was kann ich tun?
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Das Abnehmen neuer Kronen scheint mir nicht zielführend zu sein. Davon verschwindet keine Entzündung eines Zahnnerven. Wenn die Prothese gut aussieht, würde ich solange weiter Wurzelfüllungen anfertigen, bis wieder komplett Ruhe im Karton ist. Das ist mein Ernst.

Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer

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