für Brückenanpassung bei Gegenzähnen Schmelz abschleifen?



Hallo,

bei mir musste im Unterkiefer im Backenzahnbereich eine Brücke (Vollkeramik) eingegliedert werden.

Nach dem Anpassen dieser stellte ich daheim fest das an einer Stelle auf der kaufläche zu weit eingeschliffen wurde so das schon das Traggerüst durchschimmerte. Also bin ich nochmal hin und habe dies reklamiert.

Mein ZA sagte nun das er auf die Brücke erneut Keramik aufbrennt, und das was an Material zusätzlich raufkommt möchte er für die Passgenauigkeit an den Gegenzähnen etwas vom Schmelz abschleifen...

Ich kann mir jetzt nicht vorstellen das dies fachlich auch einwandfrei ist, denn sollte ein Zahnersatz nicht aufgrund der vorgegebenen Zähne erstellt und eingesetzt werden ? Ist diese Methode eher nur eigene Schadensbegrenzung um nicht auf eigene Kappe eine komplett neue Brücke erstellen zu müssen?

Will mir nicht ganz in den Kopf warum für Zahnersatz im gegenüberliegenden Oberkiefer bei gesunden Zähnen ein bewusstes Abtragen des Schmelzes vorgenommen werden sollen.
Hallo fumanic, Sie schrieben:

Hallo,

bei mir musste im Unterkiefer im Backenzahnbereich eine Brücke (Vollkeramik) eingegliedert werden.

Nach dem Anpassen dieser stellte ich daheim fest das an einer Stelle auf der kaufläche zu weit eingeschliffen wurde so das schon das Traggerüst durchschimmerte. Also bin ich nochmal hin und habe dies reklamiert.

Mein ZA sagte nun das er auf die Brücke erneut Keramik aufbrennt, und das was an Material zusätzlich raufkommt möchte er für die Passgenauigkeit an den Gegenzähnen etwas vom Schmelz abschleifen...
--- weil offensichtlich kein Platz da ist.


Ich kann mir jetzt nicht vorstellen das dies fachlich auch einwandfrei ist, denn sollte ein Zahnersatz nicht aufgrund der vorgegebenen Zähne erstellt und eingesetzt werden ? Ist diese Methode eher nur eigene Schadensbegrenzung um nicht auf eigene Kappe eine komplett neue Brücke erstellen zu müssen?
--- jein. Es gibt 2 denkbare Erklärungen. Beide sind nicht unbedingt Schuld des Zahnarztes.
1) Wahrscheinlich hat sich die Position des Gegenzahns leicht verändert gegenüber der Situation bei der Abdrucknahme. Und zwar wandert der Gegenzahn immer hin in die Lücke. Die Folge ist, dass an der STelle die neue Brücke zu hoch ist, und infolgedessen korrigiert wird.
2) An der geänderten Stelle war insgesamt gesehen wenig Platz. Also hat der Zahntechniker sein Möglichstes getan: das Gerüst untendrunter darf er nicht zu dünn machen, sondern hat die Verblendkeramik so dünn wie möglich gemacht. Und dann reicht eine winzige Korrektur mit dem Schleifdiamant im Mund und schwuppdiwupp liegt das Gerüst frei.



Will mir nicht ganz in den Kopf warum für Zahnersatz im gegenüberliegenden Oberkiefer bei gesunden Zähnen ein bewusstes Abtragen des Schmelzes vorgenommen werden sollen.

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Ich würde mir an Ihrer STelle gut überlegen, ob ich den Zahnarzt zwingen würde, das Ganze neu anzufertigen. Sie provozieren nämlich
1) Es muss nochmal von Vorne begonnen werden, also auch noch mal abgeschliffen werden. An der bewußten Stelle passiert dann ein vorsorgliches Überschleifen = da wird sicher mehr weggenommen als eigentlich nötig.
2) Frustreaktionen des Technikers: die zweite Arbeit ist immer schneller fertig als die erste, dreimal dürfen Sie raten warum.
3) ob der Zahn mit 1) einverstanden ist, bleibt noch zu klären.


Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de
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