Wie werden Teleskopprothesen hergestellt?



Herstellung

Die Pfeilerzähne werden für die Aufnahme der Primärteile wie für normale Kronen präpariert („beschliffen“). Allerdings sollten sie für gute ästhetische Ergebnisse noch etwas stärker in ihren Maßen reduziert werden. Von Vorteil ist, wenn die Pfeilerzähne parallel zueinander stehen, da für die fertige Teleskopprothese die Außenwände der Primärteile streng parallel augerichtet sein müssen. Leichte Korrekturen kann der Zahntechniker noch vornehmen, indem er die Wandstärke der Primärteile stellenweise etwas dicker gestaltet. An diesen Stellen gibt es aber unter Umständen ästhetisch unschöne Übergänge an den Kronenrändern der Primärteile.

Nach Anfertigung der Primärteile (Modellieren und Gießen) werden die Außenwände der Primärteile parallel zueinander gefräst. Dazu wir das Gipsmodell mit den aufgesetzten Primärteilen auf einem „Teller“ fixiert, der Teller steht auf einem Kugelgelenk und wird so gekippt, bis eine optimale gemeinsame „Einschubrichtung“ für alle Primärteile gefunden wird. Dann wird das Kugelgelenk fixiert und in dieser Position werden die Außenwände der Primärteile an einer speziellen Fräse parallel geschliffen. Diese Fräse hat einen horizontal verschiebbaren Spannkopf, dem Parallelometer ähnlich.

Auf die Primärteile werden die Sekundärteile aufmodelliert und gegossen. Die Friktion (Abzugskraft) wird hauptsächlich durch die Expansion der Gussform gesteuert. Beim Ausarbeiten kann der Zahntechniker noch Feineinstellungen der Friktion vornehmen. Erst danach wird der Modellguss (das Prothesengerüst) angefertigt, in den dann die Sekundärteile eingelötet, oder geklebt werden. Heutzutage ist mit modernen Materialien auch ein sog. Einstückguss möglich bei dem die Außenteleskope zusammen mit der Prothesenbasis gegossen werden. Für die Anfertigung werden etwa fünf Sitzungen benötigt, da für jeden Arbeitsschritt immer wieder Einproben und Abdrücke benötigt werden.



Quelle: Wikipedia
Materialien

Die Primärteile und Sekundärteile sollten möglichst aus derselben Legierung hergestellt werden. Die Alternativen sind Goldlegierungen und edelmetallfreie (NEM) Legierungen. Aufgrund Ihrer Eigenschaften lässt sich die Goldlegierung mit einer größeren Passgenauigkeit verarbeiten, jedoch steigen die Kosten beträchtlich, und da die Prothesenbasis aus einem anderen Metall besteht und zudem noch oft gelötet werden muss, besteht die Gefahr einer Materialunverträglichkeit (selten).

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