Pulpahöhle angebohrt - Chancen ohne Wurzelbehandlung?
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Guten Tag,
Zahnärztin hat versehentlich zur Pulpahöhle durchbohrt, sie sagte, da muß man jetzt eine Wurzelbehandlung machen.
Frage 1: Wie stehen die Chancen ohne Wurzelbehandlung? Generell und in meinem Fall s.u.?
Verlauf:
Es handelt sich um Backenzahn 6 unten links. Hatte seit 20 Jahren eine mittelgroße Amalgamfüllung. Karies unter Amalgamfüllung. Also Amalgam raus, KeramikInlay (damit der Zahn möglichst wieder Jahrzehnte in Ruhe gelassen werden kann!) rein, seitdem (war vor 5 Monaten) manchmal Schmerzen beim Kauen. Vieles probiert: Strontium, Fluor, Kunststoffschicht drüber um Dentinkanälchen zu verschließen, aber nichts veränderte den Druckschmerz. Aber nach jeder Behandlung waren Schmerzen kurzfristig stärker, pendelten sich dann wieder auf den leichten Kauschmerz ein. (Der war gut aushaltbar, aber bei einer teuren Inlayarbeit wollte ich sichergehen, dass auch alles in Ordnung ist oder ob es nochmal gemacht werden muss!)
Wegen Umzug zu neuer Zahnärztin, die machte das Keramikinlay raus (da Kauschmerz durch keine Behandlung wegging, wollte sie prüfen, ob das Inlay mechanische Probleme verursachte), für 4 Wochen Zement rein. Danach zum ersten Mal auch kalt/heiß-Schmerzen 2 Wochen, gingen dann weg, Kauschmerzen waren ein paar Tage lang schlimmer als vorher, dann deutlich weniger. Gut aushaltbar. Hätte gut so bleiben können. Da aber bereits neuer Termin für langristige Füllung vereinbart war, bin ich hin, Zahnärztin bohrte Zement raus - und bohrte in Pulpahöhle (- da sei noch so viel Kunstoffkleberreste wegzubohren und schlecht zu sehen gewesen...) Loch sei größer als Sondenspitze, Nerv müsste daher raus.
Auf meinen Wunsch verlief der Vorgang ohne Betäubung, Zahn schmerzte natürlich als er geöffnet war wie nie vorher, aber aushaltbar.
Ich wollte Alternativen zur Wurzelbehandlung, also kam "Wundverband" und eine zweite Schicht (weiß nicht welche) und Zement drauf.
Frage 2 :
Warum eigentlich nicht sofort eine definitive Langzeitfüllung? Zement muss doch wieder rausgebohrt werden?
Zahn schemrzte nach der Behandlung, aber am nächsten Tag schmerzte nix mehr. Gutes Zeichen?
Am 2. Tag wieder der übliche leichte Schmerz beim Kauen, kein kalt/heiß. Ab dritten Tag kalt/heiß und heute 4. Tag (Wochenende) erkenne ich, dass die Zementfüllung 2 Bruchstellen aufweist. Schmerzen weiterhin nur geringfügig bei manchen Kaubewegungen und bei kalt/heiß.
Frage 3:
Welche Möglichkeiten habe ich jetzt?
Frage 4:
Ist durch die Bruchstellen und Spalte auch Essen und Bakterien in Pulpahöhle gekommen (und deswegen eine Ziehung des Nervs unvermeidbar?) oder werden die trotz Zementbruchstellen vom "Wundpflaster" und der zweiten Schicht abgehalten?
Frage 5: Muss jetzt wegen Bruchstelle der Zement sofort rausgebohrt werden und neue Füllung drauf und ist das überhaupt möglich, wenn bereits Pulpahöhle vor 5 Tagen angebohrt worden ist?
falls ja:
Frage 6:
Was soll jetzt als Füllung rein? Ich möchte den Zahn erhalten und jede Chance dafür nutzen, Kosten (auch vergebliche) sind kein Entscheidungskriterium für mich, sondern nur die Erhöhung der Chancen auf Zahnerhalt. Zement wegbohren und Goldinlay drauf?
Ich wäre dankbar für eine fachliche Einschätzung und danke im Voraus für Ihre Mühe.
habe viel im Internet recherchiert. Wurzelbehandlung gut dokumentiert, aber zu Chancen bei versehentlich durchbohrter Pulpahöhle konnte ich nur wenig finden.
Mit freundlichen Grüßen!
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Hallo Differix, Sie schrieben:
Guten Tag,
Zahnärztin hat versehentlich zur Pulpahöhle durchbohrt, sie sagte, da muß man jetzt eine Wurzelbehandlung machen.
Frage 1: Wie stehen die Chancen ohne Wurzelbehandlung? Generell und in meinem Fall s.u.?
--- nach 10 Jahren ist Ihr Zahn zu 80% sicher tot, mit und ohne Zahnarzt.
Verlauf:
Es handelt sich um Backenzahn 6 unten links. Hatte seit 20 Jahren eine mittelgroße Amalgamfüllung. Karies unter Amalgamfüllung. Also Amalgam raus, KeramikInlay (damit der Zahn möglichst wieder Jahrzehnte in Ruhe gelassen werden kann!) rein, seitdem (war vor 5 Monaten) manchmal Schmerzen beim Kauen. Vieles probiert: Strontium, Fluor, Kunststoffschicht drüber um Dentinkanälchen zu verschließen, aber nichts veränderte den Druckschmerz. Aber nach jeder Behandlung waren Schmerzen kurzfristig stärker, pendelten sich dann wieder auf den leichten Kauschmerz ein. (Der war gut aushaltbar, aber bei einer teuren Inlayarbeit wollte ich sichergehen, dass auch alles in Ordnung ist oder ob es nochmal gemacht werden muss!)
Wegen Umzug zu neuer Zahnärztin, die machte das Keramikinlay raus (da Kauschmerz durch keine Behandlung wegging, wollte sie prüfen, ob das Inlay mechanische Probleme verursachte), für 4 Wochen Zement rein. Danach zum ersten Mal auch kalt/heiß-Schmerzen 2 Wochen, gingen dann weg, Kauschmerzen waren ein paar Tage lang schlimmer als vorher, dann deutlich weniger. Gut aushaltbar. Hätte gut so bleiben können.
--- danke für diese Zeile.
Da aber bereits neuer Termin für langristige Füllung vereinbart war, bin ich hin, Zahnärztin bohrte Zement raus - und bohrte in Pulpahöhle (- da sei noch so viel Kunstoffkleberreste wegzubohren und schlecht zu sehen gewesen...) Loch sei größer als Sondenspitze, Nerv müsste daher raus.
Auf meinen Wunsch verlief der Vorgang ohne Betäubung, Zahn schmerzte natürlich als er geöffnet war wie nie vorher, aber aushaltbar.
Ich wollte Alternativen zur Wurzelbehandlung, also kam "Wundverband" und eine zweite Schicht (weiß nicht welche) und Zement drauf.
Frage 2 :
Warum eigentlich nicht sofort eine definitive Langzeitfüllung? Zement muss doch wieder rausgebohrt werden?
--- Zement ist nicht gleich Zement. Welche Sorte ist es bei Ihnen?
Zahn schemrzte nach der Behandlung, aber am nächsten Tag schmerzte nix mehr. Gutes Zeichen?
--- prinzipiell ja
Am 2. Tag wieder der übliche leichte Schmerz beim Kauen, kein kalt/heiß. Ab dritten Tag kalt/heiß und heute 4. Tag (Wochenende) erkenne ich, dass die Zementfüllung 2 Bruchstellen aufweist.
--- also vermutlich Phosphatzement. Das ist in der Tat fragwürdig. Da hätte ich Glasionomerzement (GIZ) genommen. Das kann man 3 Jahre drin lassen.
Schmerzen weiterhin nur geringfügig bei manchen Kaubewegungen und bei kalt/heiß.
Frage 3:
Welche Möglichkeiten habe ich jetzt?
--- Klären Sie bitte das Material
Frage 4:
Ist durch die Bruchstellen und Spalte auch Essen und Bakterien in Pulpahöhle gekommen (und deswegen eine Ziehung des Nervs unvermeidbar?) oder werden die trotz Zementbruchstellen vom "Wundpflaster" und der zweiten Schicht abgehalten?
--- jede einzelne Schicht soll möglichst für sich bakteriendicht sein. Und ganz besonders die Deckfüllung, weil diese Wundpflaster aus "Dycal" und ähnlichen Materialien mittelfristig brüchig werden.
Frage 5: Muss jetzt wegen Bruchstelle der Zement sofort rausgebohrt werden und neue Füllung drauf und ist das überhaupt möglich, wenn bereits Pulpahöhle vor 5 Tagen angebohrt worden ist?
--- man muss ja nicht schon wieder an die gleiche Stelle dran. Abdichten ist jetzt gefragt.
falls ja:
Frage 6:
Was soll jetzt als Füllung rein? Ich möchte den Zahn erhalten und jede Chance dafür nutzen, Kosten (auch vergebliche) sind kein Entscheidungskriterium für mich, sondern nur die Erhöhung der Chancen auf Zahnerhalt. Zement wegbohren und Goldinlay drauf?
Ich wäre dankbar für eine fachliche Einschätzung und danke im Voraus für Ihre Mühe.
habe viel im Internet recherchiert. Wurzelbehandlung gut dokumentiert, aber zu Chancen bei versehentlich durchbohrter Pulpahöhle konnte ich nur wenig finden.
--- die Chancen eines langfristigen Pulpenerhalts sinkt durch das Öffnen der Pulpa entschieden, wie wir inzwischen wissen. Sobald die Restdentinstärke unter 0,5mm geht, muss mittelfristig mit einem Pulpauntergang gerechnet werden. Unser Hauptproblem ist tatsächlich die Abdichtung gegen den Einmarsch von Mikroben. Angeblich soll das auch mit Kunststoff auf offener Pulpa gehen. Probieren Sie das besser nicht aus. Das geht hochwahrscheinlich schief. Die beste Prognose hat zur Zeit die Kombination: Abdeckung der offenen Pulpa mit CalciumHydroxyd und darüber konventioneller Glasionomerzement ohne Kunststoffanteile alternativ Calciumhydroxid und Amalgam.
viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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Vielen Dank für Ihre Antwort!
Zu Frage 1
nach 10 Jahren ist der Zahn zu 80% tot. Hat es dann trotzdem Vorteile, jetzt den Nerv noch drin zu lassen oder heißt das, wenn jetzt Anzeichen der Pulpitis stärker werden, dann lieber Nerv sofort raus?
Zu Frage 2/3: damals war es Calxyl und darauf ZinkPhosphat-Zement.
Was ist Calxyl - ist das das von Ihnen empfohlene CaOH?
Zur Frage6:
Nach allem, was ich in den letzten Tagen in den von Ihnen aufgelisteten Studien auf zahnfilm.de gelesen hatte, habe ich mir das schon gedacht.
Leider bin ich gleich Montag früh zur Zahnärztin weil mir die bruchstelle Sorgen machte. Sie hat Zement raus, Calxyl drin gelassen und darauf eine Aufbaufüllung gemacht: Bonding Link und dann CorePaste.
So wie ich das verstehe ist CorePaste ein Komposit=Kunststoff=eindeutig nicht-empfehlenswert weil es das Risiko von Pulpaproblemen gegenüber Amalgam um das 3,92fache erhöht?!? Schade.
Danach gabs einen leichten Dauerzahnschmerz, den hatte ich bis jetzt noch nie.
Jetzt ist der Zahn ruhig, schmerzt aber leicht bei kalt und bei essen, Tendenz wird aber besser.
Soll ich jetzt CorePaste rausmachen lassen und GIZ rein? Jede Behandlung reizt den Nerv wieder.
Zur Aufbaufüllung lese ich jetzt, dass man die als Vorbereitung für Kronen macht. Komisch. Vorher hatte ich doch vor 5 Monaten ein neues Keramik-Inlay bekommen, drunter war jetzt keine Karies. - warum musste sie denn jetzt so viel vom Zahn wegnehmen, dass jetzt anscheinend nur noch eine Krone drauf kann? oder kann auf Aufbaufüllung auch ein Goldinlay?
Im Telefonat mit der Sprechstudenhilfe, mit derihc gerade die verbauten materialien abklärte, habe ich prophylaktisch auch nach dem Vorgehen bei einer möglichen Wurzelfüllung gefragt.
Zum Spülen nimmt sie NaCl - auf den Zahnfilm-Studien dazu lese ich, dass das Bakterien zu 0% abtötet udn dass Bakterienabtötung bei Wurzelfüllung das allerwichtigste ist. Oder meinte die Sprechstundenhilfe vielleicht - hoffentlich NatriumHydrochlorid?
Siehe: http://www.zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&task=view&id=296&Itemid=2
Dann wird mit Guttaperch-Stäbchen gefüllt. Sind Stäbchen wirklich besser als flüssiges Guttaperch? Meiner Mutter ist mal der Zahn geplatzt wegen zu dicker Stäbchen.
Falls Wurzelfüllung notwendig, würd ich lieber zu jemandem gehen, der CPMC benutzt, ich finde Timbuktu-Methode klingt überzeugend. Aber auf der tarzahn-Seite ist die Auflistung mit solchen Praxen verschwindend gering. Wie findet man so jemanden? (Wohne in der Pfalz - Neustadt, Mannheim, Landau, Kaiserslautern, Karlsruhe etc. wären machbar.
Besteht Interesse, dass ich weiter vom Fortschreiten des Falls berichte?
Danke für diese Webseite und für Zahnfilm und Tarzahn etc und alle anderen zahnärztInnen, die Informationen und Einschätzungen auf Webseiten auch zur Diskussion stellen.
Fühle mich meist schrecklich ausgeliefert und unterinformiert auf dem Zahnarzstuhl. Und Fragen scheinen zu nerven.
MfG!
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Hallo Gast, Sie schrieben zueltzt:
Zu Frage 1
nach 10 Jahren ist der Zahn zu 80% tot. Hat es dann trotzdem Vorteile, jetzt den Nerv noch drin zu lassen oder heißt das, wenn jetzt Anzeichen der Pulpitis stärker werden, dann lieber Nerv sofort raus?
--- drinlassen
Zu Frage 2/3: damals war es Calxyl und darauf ZinkPhosphat-Zement.
--- dachte ich mir
Was ist Calxyl - ist das das von Ihnen empfohlene CaOH?
--- ja
Zur Frage6:
Nach allem, was ich in den letzten Tagen in den von Ihnen aufgelisteten Studien auf zahnfilm.de gelesen hatte, habe ich mir das schon gedacht.
Leider bin ich gleich Montag früh zur Zahnärztin weil mir die bruchstelle Sorgen machte. Sie hat Zement raus, Calxyl drin gelassen und darauf eine Aufbaufüllung gemacht: Bonding Link und dann CorePaste.
So wie ich das verstehe ist CorePaste ein Komposit=Kunststoff=eindeutig nicht-empfehlenswert weil es das Risiko von Pulpaproblemen gegenüber Amalgam um das 3,92fache erhöht?!? Schade.
--- yepp = ja
Danach gabs einen leichten Dauerzahnschmerz, den hatte ich bis jetzt noch nie.
Jetzt ist der Zahn ruhig, schmerzt aber leicht bei kalt und bei essen, Tendenz wird aber besser.
--- gutes Zeichen
Soll ich jetzt CorePaste rausmachen lassen und GIZ rein? Jede Behandlung reizt den Nerv wieder.
--- nein, drinlassen
Zur Aufbaufüllung lese ich jetzt, dass man die als Vorbereitung für Kronen macht. Komisch. Vorher hatte ich doch vor 5 Monaten ein neues Keramik-Inlay bekommen, drunter war jetzt keine Karies. - warum musste sie denn jetzt so viel vom Zahn wegnehmen,
--- ich sage jetzt mal was ins Unreine: Zahnärzte bohren gerne ...
dass jetzt anscheinend nur noch eine Krone drauf kann? oder kann auf Aufbaufüllung auch ein Goldinlay?
--- nein, das gibt vermutlich eine Krone
Im Telefonat mit der Sprechstudenhilfe, mit derihc gerade die verbauten materialien abklärte, habe ich prophylaktisch auch nach dem Vorgehen bei einer möglichen Wurzelfüllung gefragt.
Zum Spülen nimmt sie NaCl - auf den Zahnfilm-Studien dazu lese ich, dass das Bakterien zu 0% abtötet udn dass Bakterienabtötung bei Wurzelfüllung das allerwichtigste ist. Oder meinte die Sprechstundenhilfe vielleicht - hoffentlich NatriumHydrochlorid?
--- die meint NaOCl = Natrium hypochlorid
Siehe: http://www.zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&task=view&id=296&Itemid=2
Dann wird mit Guttaperch-Stäbchen gefüllt. Sind Stäbchen wirklich besser als flüssiges Guttaperch? Meiner Mutter ist mal der Zahn geplatzt wegen zu dicker Stäbchen.
--- ich nehme selber feste Guttapercha Spitzen = Stäbchen, allerdings nur 1 pro Kanal. Bei Ihrer Mutter wurde vermutlich "lateral kondensiert". = Endodontologenunsinn.
Falls Wurzelfüllung notwendig, würd ich lieber zu jemandem gehen, der CPMC benutzt, ich finde Timbuktu-Methode klingt überzeugend. Aber auf der tarzahn-Seite ist die Auflistung mit solchen Praxen verschwindend gering. Wie findet man so jemanden? (Wohne in der Pfalz - Neustadt, Mannheim, Landau, Kaiserslautern, Karlsruhe etc. wären machbar.
--- Da hilft das Telefon.
Besteht Interesse, dass ich weiter vom Fortschreiten des Falls berichte?
--- auf jeden Fall
Danke für diese Webseite und für Zahnfilm und Tarzahn etc und alle anderen zahnärztInnen, die Informationen und Einschätzungen auf Webseiten auch zur Diskussion stellen.
Fühle mich meist schrecklich ausgeliefert und unterinformiert auf dem Zahnarzstuhl. Und Fragen scheinen zu nerven.
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Empfehlung: das nächste halbe Jahr würde ich an dem Zahn mal gar nichts machen. Maximal eine provisorische Krone. Der Grund: die Pulpa ist mindestens leicht entzündet, ob das gutgeht, sehen wir noch.
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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Danke für die Antworten!
ich berichte weiter:
Nichts weiter wurde gemacht, inzwischen schmerzt der Zahn bei allem, was unter ca. 28 Grad (ja, auch Zimmertemperatur ist zu kalt) und bei warmem Essen und Getränken. Schmerzt dann (nur dann) stark, so dass ich Kontakt vermeide.
Heißt das schon, dass ich um eine Wurzelbehandlung nicht herumkomme und sie lieber so früh wie möglich mache, um Erfolgschancen der WF zu erhöhen?
Oder bestehen da trotzdem noch Ausheilungschancen?
Wenns Chancen gibt, würd ich die gern wahren ohne Behandlung. Wenns die nicht gibt, dann lieber schneller als später WF?
Die Schmerzen belasten mich nicht, sie sind nur im Moment des Essens/Trinkens da und beim Aufbeißen. Wenn es Sinn macht, kann ich das gut aushalten.
Noch was zum Thema:
"--- ich sage jetzt mal was ins Unreine: Zahnärzte bohren gerne ..."
Ich habe mir inzwischen das Röntgenbild schicken lassen mit der Kavität, die für das Inlay gemacht werden musste vor 5 Monaten, das Inlay, das die jetzige Pulpahöhl-Aufbohr-Zahnärztin rausmachte udn dabei auch die Zahnwand zum Zahn davor aufbohrte wg. angeblicher Karies.
Das Röntgenbild zeigt:
a) 2 mm Abstand zur Pulpahöhle! Kein Grund also, die
Höhe anzubohren.
b) Keine Karies an der Zahnwand zum Vorderzahn. Höchst unwahrscheinlich also, dass da nach 5 Monaten Keramikinlay Karies sein soll, nachdem da auch in 30 Jahren keine Karies kam. Kein Grund also, da zu bohren.
Ich wünschte, ich könnte den Scan anhängen...
Gruß
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