Zahnarzt unternimmt Zahnwurzelbehandlung ohne Einwilligung



Hallo,

während einer Kariesbehandlung hat mein ZA ohne meine Einwilligung eine ZWB vorgenommen. Der Zahn war vital. Ich erfuhr davon nach der Behandlung (die Stifte hatte ich in meinem Leben nie gesehen; fand ich seltsam aber habe nichts gemacht; an diesem Stadium war es sowieso zu spät). Nach dem ich dies erfuhr, fragte ich nach. "Die ZWB war Zahnmedizinisch notwendig." hieß es. Nerv sei angezündet. Karies ging bis zur Pulpa. Wäre dies nicht zu "heilen"?

Es war kein Notfall. Ist so ein Verhalten, den Patient nicht VORHER - zu informieren - normal? Wenn es Zahnmed. notwendig war, warum hat er mir dies nicht vorher gesagt? Der Zahn hat nicht Weh getan und ich hätte mir zum Thema ZWB erkundigt bzw. um Vital erhaltenden Maßnahmen informiert.

Selbstverständlich habe ich kein Vertrauen zu diesem ZA.
Wenn die Karies die Pulpa erreicht, dann gibt es definitiv keine Alternative als den Zahn wurzelzubehandeln. Punkt. Jeder andere Zahnarzt - von Australien bis USA bis Deutschland - hätte es nicht anders gemacht.

Offen gesagt geht mir die Besserwisserei der Patienten wie Ihnen nach mehr als 30 Berufsjahren immer mehr auf die Nerven. Es hat schon einen Grund, warum jemand als Zahnarzt tätig ist und eine Ahnung von seinem Geschäft hat.

Sie schrieben Sie hätten sich vorher um "Vital erhaltende Maßnahmen informiert" - was auch immer das heißen soll. Wo haben Sie sich denn "informiert"? Haben Sie auch sechs Jahre Zahnmedizin studiert und tausende Patienten behandelt? Wie schauen diese vital erhaltenden Maßnahmen aus? Vielleicht mit dem Defibrillator den Zahn wiederbeleben?

Ihre Antwort würde mich brennend interessieren - "Kollege" Frankfurt-Westend!

Zitat:
Selbstverständlich habe ich kein Vertrauen zu diesem ZA.


Ja und ich habe kein Vertrauen in Ihren Hausverstand.

Dr.Mayr
Guten Abend Hr. Dr. Mayr,

nach diesem Beitrag wundere ich mich wirklich nicht mehr, warum es so schwer ist, einen fachlich UND menschlich (ja sie behandeln Menschen) kompetenten Zahnarzt zu finden.

Dieses Einstellung bzw. dieses Verhalten kann sich wahrscheinlich sonst keine Berufsgruppe erlauben - beschämend..........

B. Schellmann
Beschämend ist das Verhalten von Patienten, die der Meinung sind, sie wüssten besser als ihr Zahnarzt wie ein Zahn zu behandeln sei! Dieses permanente Gejammere "Mein Zahnarzt hat dieses und jenes falsch gemacht" ohne im Geringsten einen Einblick in die Materie zu haben, ist einfach nicht akzeptabel.

Nix wissen, aber Hauptsache Vorwürfe machen.

Dr. Mayr
Hallo,

ich meinte: wenn ich gewußt hätte, dass ich eine WKB haben muss, hätte ich mich über Risiken und Folgekonsequnezen usw. informiert. Mir ist aber gar nichts gesagt. Mein Zahn wurde einfach während der "Kariessitzung" abgetötet, ohne mich vorher zu fragen. Dies ist das Verhalten, dass ich nicht akzeptieren kann.

Also anders geschrieben: ist es normal, dass einen ZA während eine Kariesbehandlung (für eine Zahn die nicht Weh tut usw.) den Patient über die dann - aus Sicht des ZA notwendigen - WKB _n_i_c_h_t_ informiert? Verschweige dann Dauer der Behandlung (ich habe vielleicht eine Reise vor), Kosten, Risiken, medizinische Notwendigkeit usw.?

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