Zahnspangen: Headgear oder Gesichtsbogen
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Headgear
Der Headgear oder Gesichtsbogen ist eine Form einer Zahnspange.
Beim Headgear handelt es sich um einen Metallbügel, der aus einem inneren Bogen und einem äußeren Bogen besteht. Der innere Bogen wird in Röhrchen an den hinteren Backenzähnen oder an herausnehmbaren Apparaturen befestigt. Der äußere Bogen liegt außerhalb des Mundes an den Wangen des Patienten an. Die Enden des äußeren Bogens sind mit Häkchen versehen, an welche Federzüge eingehängt werden. Die Federzüge führen zu einem Nackenband oder einer Kopf-Kappe. Da der Gesichtsbogen auch von außen sichtbar ist, wird er vielfach als Aussenspange bezeichnet. Normalerweise ist der Headgear herausnehmbar. Der Headgear wird dann angewandt, wenn eine Abstützung außerhalb des Mundes erforderlich wird. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die hinteren Backenzähne nach hinten verlagert bzw. in ihrer Position gehalten werden müssen. Die tägliche Tragezeit liegt bei ca. 14-16 Stunden, d. h. der Headgear wird meist in der Nacht und einige Stunden am Tag getragen, selten ist es nötig ihn auch in der Schule bzw. zur Arbeit einzusetzen. Dabei ist es aber unbedingt erforderlich, dass die Außenspange regelmäßig und konsequent getragen wird, um den Behandlungserfolg zu gewährleisten. Beim Essen und zum Sport wird die Aussenspange generell nicht getragen. Der Gesichtsbogen wird meist erst später, oft (zum Leidwesen des Trägers) in der Teenagerzeit verwendet. Die Verwendung war in den 80er Jahren recht verbreitet, in den 90er Jahren wurden zunehmend alternative Behandlungsmethoden genutzt, die sich allerdings als weniger effizient erwiesen, doch meist als angenehmer empfunden werden. Im Interesse einer kurzen Behandlungsdauer kommt der Headgear neuerdings wieder häufiger zum Einsatz. Auch gibt es regionale Unterschiede im Einsatz; in den Niederlanden zum Beispiel wird der Headgear häufiger eingesetzt als in Deutschland und Österreich. Wesentlicher Nachteil des Gesichtsbogens ist allerdings die Abhängigkeit des Behandlungserfolges von der Mitarbeit des Patienten. Wegen seiner Auffälligkeit wird der Headgear von manchen Patienten als unästhetisch empfunden. Unregelmäßiges Tragen der Aussenspange kann jedoch dazu führen, dass sich das Behandlungsziel entweder erst stark verzögert oder - im Extremfall - gar nicht einstellt. Von einigen Kieferorthopäden wird deshalb, bei Feststellung unzureichender Mitarbeit des Patienten, eine Fixierung des Gesichtsbogen vorgenommen, damit dieser vom Patienten nicht wieder entfernt werden kann. Eine solche Maßnahme ist selbstverständlich nur mit Einverständnis des Behandelten möglich. Vorteile des festgebundenen Headgears sind die erhebliche Verkürzung der Behandlungsdauer sowie die Gewährleistung des Erfolges. Zu den Alternativen zählen unter anderem das Ziehen von Zähnen, das Einsetzen einer Pendel-Apparatur oder spätere kieferchirurgische Behandlungen.
Quelle: Wikipedia
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