Schmerzen nach Beschleif-Sitzung



Hallo,

ich bin beim Hilfe-googlen auf Ihre Seite gestoßen.

Vor 10 Tagen wurden bei mir 7 Zähne beschliffen (in 3 Quadranten jeweils 2 Zähne, in 1 Quadr. 1 Zahn).
Alle Zähne sind schon überkront gewesen: 2 Kronen gehörten zu einer 4 Jahre alten Brücke; am freiliegenden Zahnhals hatte sich Karies gebildet, sodass eine neue beantragt wurde.
5 Kronen wurden vor 8 Monaten schon einmal beschliffen und vor 2 Monaten fest eingesetzt; diese Arbeit ging aber zum Gutachter, der festellte, dass alles neu gemacht werden muss.
Ich wechselte den Arzt und war nun vor 10 Tagen bei o. g. Behandlung.

Ich habe seither ziemlich starke Schmerzen. Normalerweise halte ich Schmerzen lieber aus, statt sie zu betäuben, weil ich dann besser einschätzen kann, was los ist. Nach einigen Stunden aber bin ich so mürbe und verzweifelt, sodass ich doch ein Schmerzmittel nehmen muss. Die Schmerzen wandern auch. Mal ist es das rechte Kiefergelenk, mal das linke, dann sind massive Schmerzen unten; bei Nahrungsaufnahme (selbst körperwarm und weich) fangen die Zähne auch direkt mit Schmerz zu reagieren. Die Provisorien sehen aber gut aus und haben Randschluss. Manchmal ist das alles nur ein allumfassender massiver Schmerz, der mich echt fertig macht. Da es überall hinzieht, kann ich nie eindeutig sagen, ob es Gelenk, Zahn oder Zahnfleisch ist. Das ist richtig anstrengend und wenn der Schmerz nach Tablette nachlässt, bin ich ganz erschöpft und muss mich hinlegen. Ich komme mir richtig zahn-krank vor.

Kann es sein, dass ich durch 2,5 Stunden Behandlung (Mund aufreißen, grade im Stuhl liegen, Spritzen, Fräsen, Beschleifen, Ringe legen, Schmerzen) so lang anhaltende Verspannungs-Schmerzen haben kann? Ich habe übrigens auch normalerweise oft Kiefergelenks- und Muskelbeschwerden.

Manchmal fangen Zahn-, Kiefer- und Gesichtsschmerz auch direkt nach dem Aufwachen an, aber dem kann ich mit Aufstehen und Massage entgegenwirken.
Am besten geht es mir, wenn ich nichts gegessen habe und mein UK locker runterfällt.
Aber ich muss doch essen und sprechen.
Habe auch das Gefühl, Kopf und Kiefer vertragen nicht den leisesten Windhauch.

Woran erkenne ich, dass meine Zähne evtl. gerade dabei sind, abzusterben? Oder muss ich einfach nur Geduld haben?

Vielleicht haben Sie einen Rat für mich.
Ich hatte Glück, dass ich die ganze letzte Woche Urlaub hatte, morgen muss ich wieder arbeiten aber wenn es so weitergeht, weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll. Kann ich irgendetwas tun, was mir meine Schmerzen nimmt?
Hallo Katharina, Sie schrieben:

ich bin beim Hilfe-googlen auf Ihre Seite gestoßen.

Vor 10 Tagen wurden bei mir 7 Zähne beschliffen (in 3 Quadranten jeweils 2 Zähne, in 1 Quadr. 1 Zahn).
Alle Zähne sind schon überkront gewesen: 2 Kronen gehörten zu einer 4 Jahre alten Brücke; am freiliegenden Zahnhals hatte sich Karies gebildet, sodass eine neue beantragt wurde.
--- und da kann man als Behandler nicht mal eben zum Spachtelmaterial Glasionomerzement greifen? 4 Jahre alt, Mann o Mann. Nach der 3. derartigen Aktion - in 12 Jahren bei dieser Schlagzahl - sind die Pfeilerzähne auch hin, da braucht es gar keine Karies mehr zusätzlich.


5 Kronen wurden vor 8 Monaten schon einmal beschliffen und vor 2 Monaten fest eingesetzt; diese Arbeit ging aber zum Gutachter, der festellte, dass alles neu gemacht werden muss.
Ich wechselte den Arzt und war nun vor 10 Tagen bei o. g. Behandlung.
--- und warum? Wenn ein Gutachter "muss alles neu" sagt, dann gehen bei mir schon direkt die Warnlampen an. Es gibt Vorbehandler, die etwas ungeschickt sind. Aber 100% alles falsch machen, tut kein Mensch, auch kein Zahnarzt. Ich bin ziemlich sicher, dass der Gutachter nicht den ganzen Überblick hat - und den Vorbehandler dazu auch nicht gefragt hat.

Ich habe seither ziemlich starke Schmerzen. Normalerweise halte ich Schmerzen lieber aus, statt sie zu betäuben, weil ich dann besser einschätzen kann, was los ist. Nach einigen Stunden aber bin ich so mürbe und verzweifelt, sodass ich doch ein Schmerzmittel nehmen muss.
--- d.h. auf der Schmerzskala 0 bis 10 bewegen wir uns über der 5, richtig?

Die Schmerzen wandern auch. Mal ist es das rechte Kiefergelenk, mal das linke, dann sind massive Schmerzen unten; bei Nahrungsaufnahme (selbst körperwarm und weich) fangen die Zähne auch direkt mit Schmerz zu reagieren. Die Provisorien sehen aber gut aus und haben Randschluss. Manchmal ist das alles nur ein allumfassender massiver Schmerz, der mich echt fertig macht.
--- glaub ich.

Da es überall hinzieht, kann ich nie eindeutig sagen, ob es Gelenk, Zahn oder Zahnfleisch ist.
--- und jetzt kommt eine wichtige Aussage des Neuro-Anatoms: Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass Sie als Patient oberhalb eines Schmerzpegels von VAS = 5 noch zutreffende Ortsangaben machen können. Warum das so ist, könnte ich Ihnen lang breit auseinandersetzen, glauben Sie es einfach, dass Sie nicht einmal mehr in der Lage sind, zuverlässig zwischen Schmerzen im OK und UK zu unterscheiden. Über Zahnfleisch und Kiefergelenk brauchen Sie sich gar keine Gedanken, die sind es ganz sicher nicht.


Das ist richtig anstrengend und wenn der Schmerz nach Tablette nachlässt, bin ich ganz erschöpft und muss mich hinlegen. Ich komme mir richtig zahn-krank vor.

Kann es sein, dass ich durch 2,5 Stunden Behandlung (Mund aufreißen, grade im Stuhl liegen, Spritzen, Fräsen, Beschleifen, Ringe legen, Schmerzen) so lang anhaltende Verspannungs-Schmerzen haben kann? Ich habe übrigens auch normalerweise oft Kiefergelenks- und Muskelbeschwerden.
--- das passt in der Tat zu den geschilderten jetzigen Symptomen.


Manchmal fangen Zahn-, Kiefer- und Gesichtsschmerz auch direkt nach dem Aufwachen an, aber dem kann ich mit Aufstehen und Massage entgegenwirken.
Am besten geht es mir, wenn ich nichts gegessen habe und mein UK locker runterfällt.
Aber ich muss doch essen und sprechen.
Habe auch das Gefühl, Kopf und Kiefer vertragen nicht den leisesten Windhauch.
--- auch das ist ein ganz wichtiger Hinweis. "Der leichteste Windhauch".


Woran erkenne ich, dass meine Zähne evtl. gerade dabei sind, abzusterben? Oder muss ich einfach nur Geduld haben?
--- es ist momentan ausgeschlossen, das zu erkennen.

Vielleicht haben Sie einen Rat für mich.
Ich hatte Glück, dass ich die ganze letzte Woche Urlaub hatte, morgen muss ich wieder arbeiten aber wenn es so weitergeht, weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll. Kann ich irgendetwas tun, was mir meine Schm
--- mein ernstgemeinter Rat ist: erhöhen Sie die Ibuprofen Dosis auf meinetwegen 3000 mg pro Tag. DAs kann ich mit meinem Gewissen sehr gut vereinbaren.

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Gesamtbetrachtung: Ich bin ziemlich sicher, dass Sie ein Übergangsfall von überempfindlichen Zähnen hin zum ausgeprägten Neuropathiker des Trigeminus sind. Details gibt es genug und satt auf meiner Homepage.

Damit der Schmerz nicht chronifiziert ist a) eine effektive Schmerzbekämpfung jetzt akut sinnvoll und b) ein zügiges Fertigstellen der Kronen notwendig.
Erst 4 bis 8 Wochen nach endgültigen Zementieren der neuen Kronen kann eine Entscheidung über die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen (Wurzelbehandlung) etc. getroffen werden.


Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer

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