|
|
|
Ich wollte nur eine zweite Stimme einholen, weshalb ein Keramik-Inlay nicht gesetzt werden kann wenn keine „schmelzbegrenzender Ränder“ vorhanden sind und eine „nahezu 100% Trockenlegung“ nicht gewährleistet werden kann (um ein Keramikinlay in Säure-Ätz-Technik zu kleben).
Ist das bei Gold dann wirklich anders?
Vielen Dank,
Johannes
|
|
|
|
Hallo,
Gold wird nur zementiert, d.h. es werden parallele Flächen geschaffen und der Zement verkeilt das Gold gegen das Herausfallen.
Die Keramik wird geklebt und hält dadurch viel fester. Allerdings müssen die Voraussetzungen fürs Kleben auch gegeben sein.
Wenn es tatsächlich nicht möglich ist, 100%ig trocken zu legen (was selten der Fall ist), dann wird´s schwierig. Die reine Schmelzbegrenzung sehe ich nicht als Problem, bei sauberem Verarbeiten kann man auch sehr gute Haftwerte am Dentin erreichen. Man darf nicht vergessen, dass Zement zum Einsetzen von Gold gar keine wirkliche Haftkraft entwickelt, sondern eben das Gold nur verkeilt.
Wenn es ganz tief runter geht und kaum trocken zu halten ist, kann man auch die Zahnfleischpapille mal kurz wegklappen, Kofferdam anlegen, einsetzen und dann wieder hinnähen. Das wäre das worst case szenario. (Ich habe bisher 1200 keramische Restaurationen gemacht, keine einzige Goldene. Den unmöglichen Fall habe ich also noch nicht gesehen.)
Viele Grüße, marc Schmidt
|
|
|