Zahnforum

Brücke im UK unbrauchbar, nachdem ein Zahn verfault ist












Hallo,

ich habe vor ca. 4 Jahren im Unterkiefer eine Brücke über einen fehlenden Zahn bekommen. Die Brücke befindet sich ganz hinten links. Mit der Brücke hatte ich von Anfang an ein ungutes Gefühl und habe darufhin von meinem Zahnarzt die Festigkeit der Brücke testen lassen. Laut Arzt war der Zahnersatz perfekt. Nachdem noch ein fauliger Geschmack im Mundraum dazukam, hatte ich bei einer professionellen Zahnreinigung im Juni 2008 nachgefragt, ob dies evtl. mit der Brücke zusammenhängen könnte. Es wurde mir wieder bestätigt, dass meine Zahnpflege hervorragend sei und auch mit der Brück sei alles in Ordnung. Bis im September 2008 der faulige Geschmack wieder zurückkam und mir beim Kauen eines Kaugmmis die Brücke herausgefallen ist. Beim Anblick meines verfaulten Zahnes und von dem faulen Geruch der Brücke wurde mir regelrecht schlecht. Auch mein Zahnartz war beim Anblick der Zahnruine erschrocken. Die Ursache des Geschehens sieht er in der ungünstigen Position im Unterkiefer. Die Brücke kann evtl. nicht richtig abschließen und auch die Zahnpflege konnte laut seiner Meinung nicht perfekt erfolgen. All das sind laut meinem Zahnartz aber Risiken, mit denen man bei einer Brücke an dieser Position rechnen müsste. Er hat mir daraufhin angeboben, zwei Implantate und eine Krone einzusetzen. Von den Implantaten will mein Zahnartz die Behandlungs- und Nachsorgekosten tragen. Ich soll "nur" für die Materialkosten aufkommen, die sich pro Implantat auf ca. 600 Euro belaufen sollen. Ich muss sagen, dass ich von diesem Angebot nur bedingt überzeugt bin. Immerhin habe ich die Mängel geäußert und bin der Meinung mein Zahnarzt hätte den Ursachen auf den Grund gehen sollen. Können Sie mir bei meinem Problem weiterhelfen? Muss ich das Angebot meines Zahnarztes annehmen oder habe ich eine Möglichkeit Schadenersatz zu verlangen? Für Ihre Rückmeldung bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich. [/quote]
Hallo!

Genau das ist mir auch passiert. Brücke im Unterkiefer: Ich hatte immer wieder das Gefühl, irgend etwas "hebt" sich so komisch beim Kauen an, konnte es aber nicht einordnen. Diese Empfindung habe ich beim Zahnarzt mehrmals geäußert, der reagierte nach dem Motto "Patientin mal wieder gestresst und überempfindlich" und das Ende vom Lied war eine seit längerem gelöste Brücke, unter der der Zahn ekelerregend weggefault war. Im Gegensatz zu Dir bekam ich allerdings nur ein leises und einmaliges "oh, tut mir leid", von einer (Teil-)Kostenübernahme für eine Neuversorgung war jedoch nie die Rede. Mich packt heute die Wut, wenn ich an die überhebliche Art des Zahnarztes denke.

Ich weiß leider nicht, wie die rechtliche Situation in so einem Fall ist. Ich an Deiner Stelle würde jedoch bei diesem Angebot "zuschlagen". Natürlich ist es immer noch sehr sehr sehr viel Geld, dass Du unverschuldet hinblättern musst. Nach meinen Erfahrungen mit Zahnärzten (natürlich gibt es auch gut und faire) glaube ich, dass in dem Fall, der Spatz in der Hand, besser ist, als die Taube auf dem Dach.

Wünsche Dir alles Gute, wenn Du magst, schreib doch mal, wie Du Dich entschieden hast.

Petra
Hallo Petra,

vielen Dank dass Sie sich auf meinen Beitrag gemeldet haben. Es ändert zwar nichts an den Umständen aber es tut immer gut zu wissen dass man nicht der oder die einzige mit einem Problem ist.
Habe übrigens das "Angebot" meines Zahnarztes angenommen und die Behandlung heute fortgesetzt.
Auf das die Implantate halten mögen .

Gruß,
Alexandra
Hallo Gast, Sie schrieben:


ich habe vor ca. 4 Jahren im Unterkiefer eine Brücke über einen fehlenden Zahn bekommen. Die Brücke befindet sich ganz hinten links. Mit der Brücke hatte ich von Anfang an ein ungutes Gefühl und habe darufhin von meinem Zahnarzt die Festigkeit der Brücke testen lassen. Laut Arzt war der Zahnersatz perfekt. Nachdem noch ein fauliger Geschmack im Mundraum dazukam, hatte ich bei einer professionellen Zahnreinigung im Juni 2008 nachgefragt, ob dies evtl. mit der Brücke zusammenhängen könnte. Es wurde mir wieder bestätigt, dass meine Zahnpflege hervorragend sei und auch mit der Brück sei alles in Ordnung.
--- leider ist das eine völlig typische Fehlerschilderung: die Professionellen merken das Ablösen der Krone nicht.


Bis im September 2008 der faulige Geschmack wieder zurückkam und mir beim Kauen eines Kaugmmis die Brücke herausgefallen ist. Beim Anblick meines verfaulten Zahnes und von dem faulen Geruch der Brücke wurde mir regelrecht schlecht. Auch mein Zahnartz war beim Anblick der Zahnruine erschrocken. Die Ursache des Geschehens sieht er in der ungünstigen Position im Unterkiefer.
--- die Umstände waren schlecht, die Sicht ungünstig, der Speichel zu stark, die Zunge zu groß .... ist klar.


Die Brücke kann evtl. nicht richtig abschließen und auch die Zahnpflege konnte laut seiner Meinung nicht perfekt erfolgen.
--- Geschwätz. Dass der Anker nach 4 Jahren dezementiert, das ist ganz alleine die Verantwortung des Kollegen, Schluss Ende Aus. Damit wir uns nicht missverstehen: a) kann ich hier ungestraft schreiben, was ich will, und b) nutzt Ihnen die Auskunft eines Internet-Schreibers bei Gericht - raten Sie mal - richtig - gar nichts.

All das sind laut meinem Zahnartz aber Risiken, mit denen man bei einer Brücke an dieser Position rechnen müsste. Er hat mir daraufhin angeboben, zwei Implantate und eine Krone einzusetzen. Von den Implantaten will mein Zahnartz die Behandlungs- und Nachsorgekosten tragen. Ich soll "nur" für die Materialkosten aufkommen, die sich pro Implantat auf ca. 600 Euro belaufen sollen.
--- das Angebot ist ganz gut und spricht dafür, dass er immerhin guten Willens ist.


Ich muss sagen, dass ich von diesem Angebot nur bedingt überzeugt bin. Immerhin habe ich die Mängel geäußert und bin der Meinung mein Zahnarzt hätte den Ursachen auf den Grund gehen sollen. Können Sie mir bei meinem Problem weiterhelfen? Muss ich das Angebot meines Zahnarztes annehmen oder habe ich eine Möglichkeit Schadenersatz zu verlangen? Für Ihre Rückmeldung bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich.
--- klarer Fall: rechtlich ist da überhaupt nichts zu machen. Egal, ob Sie beweisen können, dass bei sorgfältiger Arbeitsweise (und sagen wir es ganz konkret: richtiger Wahl des Kegelwinkels) ein Kronenanker nicht so schnell dezementiert oder nicht, nach 4 Jahren ist der Behandler so oder so aus dem Schneider. Gehen Sie auf das Angebot ein, wir reden von durchaus 1000 Euronen.

Viele Grüße
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