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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich brauche eine Einschätzung, einen Rat, in einer für mich persönlich sehr belastenden Angelegenheit. Im Januar 2006 habe ich mir ein Implantat im Unterkiefer (rechts) setzen lassen und leide seitdem an chronischen Nervenschmerzen die mich zum Teil arbeitsunfähig machen. Die ersten 2 Monate nach der Behandlung war die rechte Seite komplett taub (wie bei einer Lokalanästhesie), danach meldete sie sich mit Dauerschmerz zurück. Die gesamte rechte untere Gesichtshälfte (Zähne, Lippe, Zahnfleisch)sind bei Berührungen, Essen, Rasieren etc. hypersensibel und schmerzen stark. Die Kiefer- und Kaumuskulatur stehen 24 Stunden am Tag unter Dauerspannung, die schon bei leichtem Öffnen des Mundes schmerzt. Über 2 Jahre habe ich den Rat von Experten gesucht, vor allem eine Entscheidungshilfe bei der Frage, ob das Implantat wieder entfernt werden muss, was der behandelnde Arzt stets verneint hat. Im März 2008 hatte ich dann das Glück auf eine Kieferchirurgin an der Charite Berlin zu treffen, die mir, nach Ansicht der Röntgenbilder, eine sofortige Entfernung des Implantats empfahl, da es ihrer Meinung nach sogar in den Nervkanal ragte. Das hatte der behandelnde Arzt stets bestritten. Ende März 08 erfolgte dann eine Explantation, bei der sich herausstellte, dass das Implantat auf dem Nerven lag, ihn also die ganze Zeit gequetscht hatte.
Die Operation ist nun ca. ein halbes Jahr vorüber und an meinem Zustand hat sich nichts wesentlich verändert, die letzten Wochen ist die Schmerzstärke ein wenig größer geworden. Ich war bereits 2007 ein Jahr in schmerztherapeutischer Behandlung (v.a. mit Gabapentin und Lyrica) und habe es auch mit Akupunktur versucht. Leider konnte mir bis dato niemand wirklich helfen. Ich habe nun versucht einige Zeit ohne begleitende Behandlung die Schmerzen in den Griff zu kriegen, merke aber, dass mir das nicht mehr länger gelingt.
So wie es aussieht, muss ich wohl auch mit einem irrversiblen Nervenschaden rechnen. Nach fast 3 Jahren müsste da wohl ein Wunder geschehen.
Was könnte ich Ihrer Meinung nach noch versuchen?
PS: Vielen Dank für Ihr Engagement. Ich hatte auch bei der Lektüre Ihrer Seiten das Gefühl, hier wird einmal in größeren Kontexten nachgedacht. Leider habe ich wohl das Pech gehabt, an den "Falschen" zu geraten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Alexander Meschnig
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