Zahnforum

Zahnschmerz nach Füllung "des Zahnes"












Hallo,

ich habe derzeit - wie sicher nicht schwer zu erraten ist - ein Problem mit meinen Zähnen. Zuvor schildere ich, was vor meinem Zahnarztbesuch alles abgelaufen ist:

Zwischen den beiden Prämolaren im rechten Oberkiefer war eines Tages ein Schmerz festzustellen. Ob der 1. oder 2. Prämolar den Schmerz auslöste, war nicht sicher. Zunächst strahlte der Schmerz zum unteren rechten Backenzahn aus, so dass ich erst einmal davon ausging, dass dieser der Übeltäter war. Ich konnte zu dem Zeitpunkt keine spezielle Kälte- oder Wärmeempfindlichkeit feststellen. Etwa alle 2 Tage kam der Schmerz dann (schier aus dem heiterem Nichts, ohne Fremdeinwirken) und blieb oft für c.a 5 - 20 Minuten. Dann war er wieder weg und ich hatte einige Tage Ruhe. Manchmal reichte schon ein Schluck Mineralwasser, um den Schmerz zu verdrängen, manchmal konnte man eifnach nur abwarten. Den Schmerz würde ich als mittelstark einstufen.

Mit der Zeit konnte ich dann erkennen, dass der untere Backenzahn nicht verantwortlich war, sondern der Schmerz von den genannten beiden Prämolaren Seite ausging. Die ganze Zeit hatte ich den Eindruck, die beiden Zähne würden zu sehr gegeneinander drücken und der dadurch entstehende Druck löse den Schmerz aus - das ist allerdings nur ein subjektiver Eindruck gewesen. Dazu muss ich sagen, dass jahrelang um den direkt benachbarten Mahlzahn eine Art Ring gespannt war, den mir der Kieferorthopäde dort einklemmte, um zu verhindern, dass dort beheimatete Zähne zu sehr aneinander wachsen. Dummerweise wurde die Behandlung dann abgebrochen und der Ring blieb problemlos erst einmal einige Jahre drin, bis er entfernt wurde.

Da ich, wie bereits geschildert, davon ausging, dass der Schmerz durch zu starken Druck ausgelöst wurde, ging ich einige male, dummerweise, mit meinem Fingernagel in die Zahnlücke. Dabei brach ein Stück des Zahnes ab, das war aber nicht schmerzhaft. Es bildet sich darauf hin zwischen den beiden Zähnen eine Zanhlücke. Seit diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Schmerzen mehr, außer wenn Fragmente bspw. einer Nuss in die Zahnlücke abprubt herein gerieten, schmerzte es stark kurz während des Momentes des Eindringens des Fremdkörpers in die Zahnlücke - danach war wieder Ruhe. Ebenso war ein Klopfschmerz, jedoch kein Bissschmerz festzustellen.

Da mir das Ganze natürlich nicht geheuer war, lies ich bein meinem nächsten Zahnarztbesuch neben der Füllung eines Backenzahnes auch die dortige Zahnlücke mit Kunststoff füllen. Die Behandlung des Backenzahnes (Karies) erfolgte mit Betäubung problemlos und schmerzfrei. Die Behandlung der beiden Vormahlzähne jedoch nicht.

Zunächst musste erst einmal in der Zahnlücke gebohrt werden - dies war sehr schmerzhaft, da selbst zwei Betäubungen keinerlei Schmerzbetäubung ergaben. Nach dem Bohren wurde die Lücke gereinigt und ein "Medikament" (ob zum Abtöten oder Beruhigen des Nerves ist mir unbekannt) hinein gegeben und die Kunststoffüllung in die Zahnlücke eingesetzt.

Bereits kurz nach der Zahnbehandlung hatte ich (natürlich) sehr unangenehme Schmerzen - ich führte dies auf die Reizugn des Nerves durch die schmerzintensive Bohrung zurück. Wie damals kam in den folgenden zwei Tagen der Schmerz kurzfristig - er blieb dann für etwa 20 Minuten und verschwand dann wieder. Die Anwendung von Novalgin Schmerztabletten verschaffte Linderung. Dabei war zu beobachten, dass der Schmerz innerhalb dieser zwei Tage sich konsequent verringerte und es bis Samstag Abend schließlich ganz weg war.

Am heutigen Sonntag wachte ich dann auf - erst ohne Zahnschmerzen. Dann stellte ich jedoch einen starken Bissschmerz fest. Ein intensiver Klopfschmerz war ebenso vorhanden. Der Schmerz lässt sich jetzt ein einen einzigen Vormahlzahn begrenzen - der Nachbarzahn schmerzt nicht. Ein Berührungsschmerz, etwa durch kalte Milch, Mineralwasser oder Zunge ist nicht vorhanden. Berührt jedoch durch den Aufbiss etwa der Backenzahn den betroffenen Zahn, tut es weh - als wenn sich der Zahn etwas "verschoben" hätte (ähnlich wie beim Tragen einer Zahnspange, bei der die Zähne auch "gerichtet" werden).

Meine Frage jetzt: Ist dies der Anfang einer langen Leidensprozedur mit Wurzelbehandlungen, Wurzelspitzenbehandlungen, Röntgen und schließlich Zahnextrahierung?

Kann die Füllung den Zahn etwas aus der "Verankerugn" drücken und dadurch den Schmerz verursachen? Ist vielleicht der Nerv durch die Behandlung noch stark gereizt? Wird sich das auch ohne lästige Zahnarztbesuche wieder beruhigen? Wie soll ich vorgehen?

Für Ihre Mühen bedanke ich mich sehr herzlich
Hallo Trol,

Sie beschreiben den klassischen Weg von der Zahnzwischenraumkaries zwischen den Prämolaren, dann Bruch des Schmelzmantels, dann zahnärztlichen Eingriff mit zu mutiger Kunststoff Füllung zu dicht am schon geschädigten Nerv, und jetzt dem Zustand nach Untergang desselben. Letzteres ist dem Schmerz auf Beissen zu entnehmen.

Es erwartet Sie jetzt eine hoffentlich komplikationsarme Wurzelbehandlung.

Viele Grüße
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