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Wurzelentzündung ohne Aufhellung an der Wurzelspitze






Hallo,

ich habe vor einiger Zeit schon eine Frage gepostet - damals ging es um ungeklärte Zahnschmerzen. Mir wurden binnen einer Woche mehrere Zähne wurzelbehandelt, dann kam ein Kieferchirurg auf die Idee, es könnte sich dabei aufgrund der ungewohnten Häufung um Schmerzen handeln, die durch den Gesichtsnerv hervorgerufen werden.

Ich bin seit längerem nun in neurologischer Behandlung, vorläufige Diagnose ist atypischer Gesichtsschmerz/ Verdacht auf Fibromyalgie.

Auf mein Drängen hin hat meine Zahnärztin (nicht verantwortlich für die oben genannten bei Notzahnärzten bzw Urlaubsvertretungen durchgeführten Wurzelbehandlungen) den kleinen 44er Eckzahn rechts unten wurzelbehandelt, weil der immer wieder unglaublich schmerzte.

Der Zahn selbst war - abgesehen von einer tieferen Füllung - beim Öffnen unauffällig. Inzwischen habe ich die fünfte medikamentöse Einlage, weil ich noch immer Schmerzen habe, pathologisch aber nichts auffälliges zu sehen ist.

Beim Säubern des Zahnes riecht nichts komisch, alles trocken, kein Blut, keine Schmerzen beim Reinigen. Keine Klopfempfindlichkeit, keine Restsensibilität. Der Zahn wurde immer wieder geröngt, aber keine Aufhellung zu sehen. Meine Zahnärztin würde normalerweise längst eine Wurzelfüllung durchführen, aber noch habe ich ja Beschwerden (die auch nicht von den Nachbarzähnen kommen). Zysten sind keine ertastbar oder sichtbar.

Gestern habe ich beim Benutzen der Zahnseide ein Stückchen der provisorischen Füllung abgebrochen. Heute früh gleich zum Zahnärztlichen Notdienst, der die Ecke gekittet hat und mich wieder an meine Zahnärztin verwies.

Dieser Zahnarzt hat mir heute gesagt, daß es häufig Entzündungen gibt, die auf dem Röntgenbild nicht zu sehen sind. Deshalb würde er eine Wurzelspitzenresektion empfehlen, wenn das nichts bringt - Zahn raus.

Meine Zahnärztin vertritt die Auffassung, lieber eine Wurzelbehandlung mehr zu machen oder zu wiederholen, als gleich eine Wurzelspitzenresektion durchzuführen. Der Zahn ist auch zeitweise ruhig, die Schmerzen ohne Schmerzmittel erträglich, aber dennoch unangenehm. Zwischendurch ist mal eine Woche Ruhe, dann wieder ein paar Tage lang Schmerzen, dann Stunden Schmerzfreiheit, dann wieder tagelang nichts.

Meine Zahnärztin ist ratlos, der Neurologe auch. Und ich ebenfalls. Ist es wahrscheinlich, daß es eine unentdeckte Entzündung gibt, auch wenn das Röntgenbild unauffällig ist? Die Beschwerden sind genauso wie vor der Entfernung des Zahnnerven. Ich möchte mir ungerne einen Zahn ziehen lassen, der nicht schuld ist an den Schmerzen.
Wie geht es mit den anderen Zähnen, die wurzelbehandelt wurden, sind die in der selben Region?

1) Wann wurde dort die Wurzelbehandlung angefangen?
2) Wurde das schon fertig gemacht? Wenn ja wann?
3) Ist nur noch der 44er noch nicht fertig?

44 ist übrigens der erste Prämolar, der Eckzahn wäre 43.
Sehr geehrter Herr Dr. Mayr,

1) die anderen drei Zähne sind alle Backenzähne links oben, also nicht in der selben Region. Unter dem linken Auge und auf der linken Gaumenseite hatte ich damals auch brennende Schmerzen.

2) Diese Zähne wurden Ende September geöffnet, die Wurzelfüllungen sind im November gemacht worden.

3) der 44er Prämolar (nicht wie ursprünglich geschrieben der Eckzahn) ist noch nicht wurzelgefüllt, sondern hat die fünfte medikamentöse Einlage. Der Wurzelkanal ist gut erreichbar. Ich habe keine Schmerzen während der Reinigungen, der Zahn ist trocken und zeigt sonst auch keine Auffälligkeiten.

Trotzdem bleiben die Schmerzen. Der Neurologe hat mir heute eine höhere Dosis Gababentin verschrieben und meinte, daß die Schmerzen nicht an den Zähnen lägen, auch wenn ich den Schmerz lokalisieren könnte.

Ich möchte ungerne eine unentdeckte Entzündung am Zahn verschleppen, falls es sich dabei um eine solche handelt. Hielten Sie einen Besuch beim Kieferchirurgen für sinnvoll?

Der letzte Besuch bei einem Kieferchirurgen war Anfang Oktober, damals konnten keine Entzündungsherde an den Zähnen festgestellt werden.

Da der 44er noch nicht wurzelgefüllt ist, würden Sie dazu raten, die Behandlung wie bisher fortzuführen - oder würden Sie zu einer Wurzelspitzenresektion raten?

Ich habe eine Zusatzversicherung, die die Kosten für eine Revision bzw. für weitergehende Wurzelbehandlungen übernimmt, wenn die Krankenkasse nicht mehr zahlt.

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Hallo Ingela,

ich würde als Behandler diesen Zahn mit und ohne Beschwerden schlicht und einfach wurzelfüllen.

Geschieht das nicht in den nächsten Wochen, geht dieser Zahn auch mit 1 bis 3 WSRs ganz zielstrebig den Weg allen Vergänglichens.

Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de
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