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Verfaultes Gebiss und fürchterliche Angst und Scham






Ich bin eine 30-jährige Frau aus Sachsen und ich habe seit frühester Kindheit durch (so lt. des damaligen Zahnarztes) weichen Zahnschmelz mit Karries und allgemein Zahnerkrankungen zu kämpfen. Da ich eine für mich als Kind tramatisierende Behandlung hinter mich bringen musste, bin ich seit etwa dem 7. Lebensjahr ganz schlimmer Angstpatient. Ich habe nie eine vernünftige Zahnpflege beigebracht bekommen, und für mich war diese normalerweise völlig alltägliche Handlung immer etwas "Besonderes". Es ist für mich schon total schlimm hier einen Beitrag einzustellen, selbst dafür schäme ich mich sehr!

Der heutige Stand ist Folgender:
Mein Gebiss ist nach über 10jähriger Zahnarztabstinenz völlig zerfallen, entzündet, verfault und mehr als nur unansehnlich!
Überall fallen vorhandene Füllungen aus, weitere Löcher wachsen, vorhandene weiten sich immer mehr aus, Zähne brechen ab. Allein 6 Zähne haben nur noch einen eitrigen Wurzelstummel im völlig entzündeten Zahnfleisch. Es schmeckt und reicht alles ganz fürchterlich nach Fäulnis und schmerzt!

Ich kann nicht mehr schmerzfrei essen, kauen auf den Kauflächen ist völlig unmöglich, da entweder entsprechende Zähne fehlen oder entzündet sind. Beim "Restbestand" hab ich ständig Angst mir noch mehr abzubrechen. Das Zahlfleisch ist derart weit zurückgegangen und lose, dass ich deshalb auch Angst haben muss, das die Zähne beim (mehr oder weniger) knabbern abbrechen und ständig Essensreste dahinter klemmen.

Ich denke ein normaler Zahnarzt wäre nicht mehr im Stande mein Gebiss wieder einigermaßen in Stand zu setzen, denn auch ich als Laie würde sagen, dass auch der Kiefer selbst schon mächtig angeriffen ist. Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne eine Vollnarkose nichts machen lassen kann, da meine Angst-Attacken viel zu mächtig sind und Hypnotisierung u.ä. für mich nicht in Frage kommt, da ich diesen Methoden keinen Glauben schenke.

Ich habe ein zahnmedizinischens Zentrum in Kleinmachnow über das Internet gefunden, so wie ich mir die Behandlung vorstellen könnte. Nur ist es viel zu weit weg für meine persönlichen Voraussetzungen, ich komme wie gesagt aus Sachsen. Aber eine ähnliche Praxis wäre mein Ziel. Nur finde ich nichts dergleichen und bin wirklich naher der Verzweiflung.

Es muss unbedingt etwas geschehen, denn so ist es nicht mehr tragbar, auch bei aller Angst nicht. Zumal ich eine 14 Monate junge Tochter habe und die Fäulnisbakterien auch übertragen kann (mal ganz abgesehen vom kosmetischen Aspekt).

Bitte helfen Sie mir mit einem Tip, einer Erläuterung, einem Hinweis weiter - ich stecke in tiefer Verzweiflung. Mich hier zu öffnen hat mich sehr viel Mut gekostet.
Ich kann Ihnen nur den Tipp gehen einen liebevollen Zahnarzt zu suchen, der Sie behandelt. Die meisten Behandlungen (auch Zähne ziehen) sind heutzutage in komplett schmerzfreier Behandlung möglich! Vollnarkose ist eine unnötige Belastung für den Körper. Ich selbst betreue sehr viele Angspatienten, die auch am Anfang sagen, sie wollen nur Vollnarkose und die wundern sich dann, wie leicht eine Behandlung sein kann.

Auch brauchen Sie sich nicht schämen wegen Ihrem Gebiss, wir sehen JEDEN Tag Leute mit kariös zerstörten und verfaulten Zähnen, das ist unser Beruf und wir sind ständig damit konfrontiert, also keine Angst!
_________________
Herzlichst, Ihr Dr. Mayr, Zahnarzt
Die Technische Universität Dresden beschäftigt sich aktuell mit dem Thema Zahnbehandlungsphobie

http://idw-online.de/pages/de/spam

Evtl. ist dort Hilfe vor Ort zufinden.

Viel Glück!

Alexander Pirk
Zahnarzt / Facharzt für Allgemeinmedizin und psychotherapeutische Medizin

Turmstr. 33 - 10551 Berlin-Tiergarten
Tel. 030 3913327 - Fax 030 39903583 - z@aubacke.de - www.aubacke.de
A U B A C K E®.de Kurzzeittherapie mit Langzeitwirkung gegen Zahnbehandlungsangst
Psychotherapie kombiniert mit Zahnsanierung in Vollnarkose
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