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Hallo, da die Zahnhartsubstanz sich leider bei Karies nicht regeneriert und somit sehr kostbar ist, möchte ich so weit es möglich ist, im Gespräch mit dem Zahnarzt aufgeklärt/mündig sein und in eingeschränktem Maße auch zur Selbstkontrolle fähig.
Meine erste Frage: Wann ist Karies behandlungsbedürftig ?
Antwort: Es kommt darauf an, ...
- Das ist mir schon klar, also konkreter, sagen wir mal es ist oberflächlich eine kleine Karies vorhanden, so groß wie ein Sandkörnchen, aber deutlich zu erkennen. Sollte diese entfernt werden ? Kann der Zahnarzt auch solche kleinsten Spuren von Karies minimalinversiv entfernen mit einem entschprechend kleinen Instrumentarium, so dass praktisch außer der erkrankten Substanz, fast keine gesunde Substanz entfernt wird ? Oder sollte eine Behandlung hier unterlassen werden, wobei die Karies so klein sie auch ist doch eine ständige Ausbreitungsgefahr darstellt. Wenn ja, also wieso ?
Wann sollte deutlich sichtbare Karies noch nicht behandelt werden. Sagen wir mal die Karies ist jetzt schon durchaus ausgeprägter als ein Sandkorn, z.B. im Approximalraum, sollte sie auch hier unter allen Umständen sofort behandelt werden ? Oder gibt es Gründe warum man warten sollte ? Von meinem Zahnarzt habe ich letztes mal gehört, dass "wir" den ... Zahn unter strenger Beobachtung halten sollten, im Spiegel sehe ich einen deutlichen Schatten, und seiner Diagnose nach wird mein nächster Besuch mit einer Füllung einhergehen. Aber gibt es Gründe bei einer bereits erkannten Karies noch mit der Behanlung zu warten?
Eine weitere Frage ist, wie minmalinversiv so eine Karies entfernt werden kann, und ob ich als Kassenpatientin ein Anrecht darauf habe, dass mein Zahnarzt, höchst präzise, nur die erkrankte Substanz entfernt, auch wenn dies heißt nicht nur eine Kuhle zu bohren, sondern durchaus auch etwas komplexer und zeitaufwändiger zu bohren. Was bedeutet hier ausreichende Versorgung, mit wie viel muss ich da zufrieden sein ?
Und wie weit ist der Zahnarzt bei so etwas wie einer "banalen" Karies in der Nachweispflicht hier ernsthaft untersucht, diagnostiziert, geplant und behandelt zu haben ? Ich weiß der Beruf des Zahnarztes ist sicherlich hart, aber er trägt nun mal viel Verantwortung. Denn für jeden einzelnen sind seine Zähne nun mal sehr kostbar.
Ich wirke vielleicht sehr pedantisch, und kann gut sein, dass die Antwort ist: geht nicht: oder bei dem was an Geld gezahlt wird ist dies nicht drin.
Aber falls doch Rechte existieren entsprechend dieser hohen Ansprüchen, so möchte ich sie kennen.
Vielen Dank, dass sie sich meinen Fragen stellen. Mfg, Alexandra
PS: Ich weiß übrigens, dass ich als Patientin am meist machen kann in dem ich vorbeuge, und ermahne mich hier immer wieder zu mehr Selbstdisziplin, nicht unbedingt, was das Zänhe putzen betrifft, was bei mir, selbst beurteilt, ganz ordentlich ist, aber meine Ernährung betreffend, die nicht sehr zahnfreundlich ist, durch ständige über den Tag verteilte Nahrungsaufnahme. Aber ich versuche an mir zu arbeiten!
email: oppenheimer1@spam.de
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Hallo Frau Oppenheimer,
Ihre Frage ist zwar berechtigt, leider müssen wir uns aber der Wirklichkeit stellen. Und die lautet: das interessiert die Kollegen/innen nicht. Denn die werden nicht für das sorgfältige Beobachten und sinnvolle Abwarten bezahlt, sondern ausschließlich für das Bohren. Und solange sich das nicht ändert, brauchen wir uns beide hier gar keinen vormachen, so lange wird zuviel gebohrt. So einfach ist das.
Schauen Sie auch mal hier http://www.zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&task=view&id=494&Itemid=2
Viele Grüße
www.zahnfilm.de
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de/af
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