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missglückte Wurzelkanalbehandlung






Vor ca. 10 Monaten wurde bei mir am 36er Karies entfernt, noch am selben Tag entzündete sich der Zahn. Daraufhin wurde eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt, welche sehr schmerzhaft war, und trotz der Behandlung und der Einnahme hochdosierter Antibiotika wurde die Entzündung nicht besser. Da der Zahn während der Behandlung auch mehrmals stark blutete und sich zudem die Einstichstellen der Betäubungsspritzen entzündeten, habe ich die Behandlung nach ca. 7 Sitzungen abgebrochen. Der nur provisorisch gefüllte Zahn beruhigte sich daraufhin binnen 2 Wochen und auch die Schmerzen hörten auf. Allerdings ist seit der Behandlung der Gaumen linksseitig geschwollen und bei starkem Druck empfindlich.
Zu Beginn diesen Jahres (also nach ca. 2 Monaten) trat die Entzündung erneut auf. Der Zahnarzt, den ich daraufhin aufsuchte, stellte fest, dass in 2 der 4 Kanälen abgebrochene Instrumentenspitzen stecken und ein Kanal wohl übersehen wurde. Er sagte mir es gäbe die Möglichkeiten den Zahn zu ziehen oder eine WSR zu machen und verschrieb mir wieder Antibiotika, die allerdings nichts halfen. Ich wollte eine zweite Meinung und ging darum in die Zahnklinik. Dort wurde die Wurzelkanalbehandlung wiederholt, allerdings ging die Entzündung nur sehr langsam zurück. Die Instrumentenspitzen konnten nicht entfernt werden.
Der behandelnde Zahnarzt meinte, es könne auch eine Entzündung des Zahnfleischs sein. Durch die Desinfesktionsspritze verschlimmerten sich die Schmerzen allerdings und der Erfolg blieb aus.
Zur Zeit befindet sich seit etwa einem Monat ein Medikament in dem Zahn. Die Schmerzen sind weg, allerdings "juckt" es im Bereich des Zahns. Die Schwellung des Gaumens ist noch vorhanden, zudem befindet sich außen am Zahnfleisch um den 36er eine erhabene Stelle, die auch bei Berührung leicht schmerzt.
Der Zahnarzt möchte diese Woche die Behandlung abschließen, doch ich bin mir sehr unsicher. Ist es überhaupt sinnvoll diesen Zahn noch zu retten? Zudem frage ich mich, ob die Schwellung (Gaumen/Zahnfleisch) wirklich von einer Entzündung herrührt oder womöglich auch eine allergische Reaktion auf die Medikamente/das Füllmaterial ist. Mein Körper reagiert sehr leicht allergisch.
Einerseits möchte ich den Zahn natürlich behalten (alle Anderen sind glücklicherweise gänzlich unbehandelt), andererseits möchte ich nicht, dass durch diesen Andere in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem frage ich mich, ob es nicht schädlich ist, die abgebrochenen Instrumentenspritzen im Zahn zu belassen, da diese ja wirklich nicht dorthin gehören.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen Silke Neubaum
Hallo Frau Neubaum,

zunächst meine Vorbemerkung: Ich bin der Trigeminus Neuropathie Zahnarzt. Was das bedeutet, können Sie in www.zahnfilm.de erfahren. Ich schreibe meine Bemerkungen in Ihre Schilderung, um Ihnen zu zeigen, warum ich bei Ihnen nicht an eine normale Zahngeschichte glaube.


Vor ca. 10 Monaten wurde bei mir am 36er Karies entfernt, noch am selben Tag entzündete sich der Zahn.
--- Das kann so nicht stimmen. Der Zahn hat vorher keinen Mucks von sich gegeben. Daraus können wir schließen, dass der aufgetretene Schmerz vom Zahnarzt ausgelöst wurde und darum nur ein "Wundschmerz" von kurzer Dauer war, nämlich unter 12 Stunden nach OP.


Daraufhin wurde eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt, welche sehr schmerzhaft war, und trotz der Behandlung und der Einnahme hochdosierter Antibiotika wurde die Entzündung nicht besser.
--- "Entzündung" steht in diesem Satz für Schmerz, denn geschwollen, gerötet und eiternd war da ja nichts.

Da der Zahn während der Behandlung auch mehrmals stark blutete und sich zudem die Einstichstellen der Betäubungsspritzen entzündeten, habe ich die Behandlung nach ca. 7 Sitzungen abgebrochen.
--- Ich möchte auch diesen Satz noch mal richtig stellen: Sie 7 Sitzungen starke Schmerzen trotz Betäubung gehabt und deshalb die Behandlung abgebrochen, richtig?


Der nur provisorisch gefüllte Zahn beruhigte sich daraufhin binnen 2 Wochen und auch die Schmerzen hörten auf.
--- das bestätigt meine Vermutung: nicht der Zahn ist das Problem, sondern die zahnärztliche Behandlung.


Allerdings ist seit der Behandlung der Gaumen linksseitig geschwollen und bei starkem Druck empfindlich.
--- was zahnmedizinisch kein Wunder ist, schließlich wurde ein lebender nicht bakteriell infizierter Zahnnerv geöffnet, teilweise rausgebohrt und garantiert dabei mit einigen Bakterien infiziert.

Zu Beginn diesen Jahres (also nach ca. 2 Monaten) trat die Entzündung erneut auf. Der Zahnarzt, den ich daraufhin aufsuchte, stellte fest, dass in 2 der 4 Kanälen abgebrochene Instrumentenspitzen stecken
--- kommt vor und ist nicht das eigentliche Problem

und ein Kanal wohl übersehen wurde. Er sagte mir es gäbe die Möglichkeiten den Zahn zu ziehen oder eine WSR zu machen und verschrieb mir wieder Antibiotika, die allerdings nichts halfen. Ich wollte eine zweite Meinung und ging darum in die Zahnklinik. Dort wurde die Wurzelkanalbehandlung wiederholt, allerdings ging die Entzündung nur sehr langsam zurück.
--- Seien Sie ehrlich: viel genutzt hat auch die Uniklinik nicht.

Die Instrumentenspitzen konnten nicht entfernt werden.
Der behandelnde Zahnarzt meinte, es könne auch eine Entzündung des Zahnfleischs sein.
--- nein

Durch die Desinfesktionsspritze verschlimmerten sich die Schmerzen allerdings und der Erfolg blieb aus.
Zur Zeit befindet sich seit etwa einem Monat ein Medikament in dem Zahn. Die Schmerzen sind weg, allerdings "juckt" es im Bereich des Zahns.
--- Das ist das Schlüsselwort: "juckt". Der Fachausdruck dafür lautet "Dysästhesie" = Sie haben ein Mißempfinden, ein Gefühl, das da nicht sein sollte. Kein richtiger Schmerz, manchmal Druck, kann auch Brennen sein, jetzt ist es Jucken. Die Dysästhesie ist ein klarer Beweis für eine Beteiligung des Trigeminus Nervs (Kopfnerv, Drillingsnerv) an dem Geschehen.

Die Schwellung des Gaumens ist noch vorhanden, zudem befindet sich außen am Zahnfleisch um den 36er eine erhabene Stelle, die auch bei Berührung leicht schmerzt.
--- passt dazu

Der Zahnarzt möchte diese Woche die Behandlung abschließen, doch ich bin mir sehr unsicher. Ist es überhaupt sinnvoll diesen Zahn noch zu retten?
--- ja

Zudem frage ich mich, ob die Schwellung (Gaumen/Zahnfleisch) wirklich von einer Entzündung herrührt oder womöglich auch eine allergische Reaktion auf die Medikamente/das Füllmaterial ist. Mein Körper reagiert sehr leicht allergisch.
--- glaub ich nicht.

Einerseits möchte ich den Zahn natürlich behalten (alle Anderen sind glücklicherweise gänzlich unbehandelt)
--- weiterer Beweis für die Ursächlichkeit eines viel zu empfindlich eingestellten Trigeminus Nervs als Anfangsursache. Die Karies vom Anfang ganz oben kann also nie so tief gewesen sein, dass direkt der Zahnnerv auf war.


, andererseits möchte ich nicht, dass durch diesen Andere in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem frage ich mich, ob es nicht schädlich ist, die abgebrochenen Instrumentenspritzen im Zahn zu belassen, da diese ja wirklich nicht dorthin gehören.
--- Lassen Sie mich abschließend 2 Vorhersagen machen: 1) Wird der 36 gezogen, werden Sie ganz sicher einige Wochen/Monate unter Phantomschmerzen an dieser Stelle oder an einem Zahn davor/dahinter leiden. Das ist regelmäßig bei übermäßig empfindlichen Trigeminus Nerven der Fall und 2) wird der Zahn 36 nach der Wurzelfüllung ebenfalls Wochen bis Monate Probleme machen. Diese sind aber nicht davon abhängig ob die Instrumente drin sind oder nicht. Der Edelstahl der Spitzen selber ist unproblematisch.
Mit anderen Worten: Drinlassen.

Viele Grüße
www.zahnfilm.de
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