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Entzündung oder Trigeminus-Neuralgie ?






Hallo zusammen,
ich suche dringend Rat, da ich seit Tagen an EXTREMEN STARKEN Zahnschmerzen leide und mir keiner wirklich helfen kann.

Zunächst mal möchte ich erwähnen, dass ich mit den üblichen Zahnschmerzen vertraut bin: Ich habe erblich bedingt sehr schlechte Zähne und schon unzählige Wurzelbehandlungen und mittlerweile auch schon drei Wurzelspitzenresektionen gehabt.

Ich bin 22 Jahre jung und habe heute vor einer Woche meine ersten Kronen bekommen (6 an der Zahl). Die Zähne, welche überkront sind, sind ALLE wurzelbehandelt und teilweise beschnitten (WSR). Darunter wurden die Zähne 25 und 26 überkront. Der 25 hatte schon eine WSR.

Die Kronen verhielten sich zunächst unauffällig, bis auf ein leichtes Ziepen/Kribbeln am 26er oder 27er. Leider ist mein ZA seit dem darauffolgenden Tag nach der "Krönung" verreist. Über das letzte Wochenende hinweg entstanden langsam Schmerzen. Die Schmerzen wurde von Sonntag auf Montag unerträglich. Die Zähne selbst sind nicht kälte-/wärmeempfindlich, auch nicht klopfempfindlich.
Die Schmerzen treten in Phasen von 5-15 Minuten auf und verschwinden danach wieder vollständig, zwischen den einzelnen Schmerzattacken liegen manchmal mehrere Stunden, manchmal aber auch nur Minuten. Nachts bin ich relativ beschwerdefrei, kann also auch mal 4-6 Stunden durchschlafen. Montag bin ich direkt zum Vertretungs-ZA. Die Praxis, das Personal und der Zahnarzt machten auf mich keinen wirklichen vertrauenwürdigen Eindruck. Der Eindruck spamätigte sich später auch. Ich erklärte ihm genau wo der "Schuh drückt", er schaute mir kurz in den Hals, machte ein Röntgenbild und sagte mir, dass er dort nichts ungewöhnliches erkennen kann. Er verschrieb mir ein Antbiotikum und sagte ich solle mich melden, wenn die Schmerzen nach 24 Stunden nicht besser werden. Ich finde es nicht korrekt einfach "blind" ein Antibiotikum zu verschreiben. Ich habe es trotzdem eingenommen, irgendwann sind die Schmerzen so stark, dass man (fasst) alles macht
Die Schmerzen wurden in den 24 Stunden natürlich nicht besser, ich ging dann am nächsten Tag zu einem anderen ZA. Dieser bemühte sich richtig, machte ein erneutes Röntgenbild und entdeckte am 27er eine
Wurzelentzündung. Er vereinbarte direkt für den darauffolgendn Morgen einen Termin beim Kieferchirurgen zur genaueren Abklärung. So weit so gut, erstmal noch ne Nacht mit den Schmerzen klar kommen... Die Schmerzattacken sind mittlerweile UNERTRÄGLICH und betäuben das ganze Gesicht, man fühlt sich wie gelähmt. Ibuprofen 400 (auch 3fache Einnahme) wirkt schon lange nicht mehr!
Am nächsten Morgen zum Kieferchirurgen geschleppt. Dieser hat den 27er aufgebohrt und eine Wurzelbehandlung begonnen, Medikament eingesetzt und mich auf einen Termin in einer Woche vertröstet. Die Schmerzen sollten im laufe des Tages abklingen. Zusätzlich wurden auf mein Drängen Novalgin-Tropfen verschrieben. Pustekuchen, die Schmerzen habe weiterhin attackenweise eingesetzt.
Am nächsten Morgen (HEUTE) direkt wieder hin. Nochmal die Wurzelkanäle gereinigt und Medikament erneut eingesetzt und weiter vertröstet. Schmerz hielt weiterhin an, bis ich dann heute Nachmittag nochmal hin bin und dem Arzt auf den Keks gegangen bin. Daraufhin wurde ein Panorama-Röntgenbild gemacht. Weiterhin spamätigt sich die Entzündung am 27er. Der 26er (überkront) ist auch leicht auffällig, aber nicht akut, zumindest nicht tastbar empfindlich. Der Arzt beschloß daraufhin, aufgrund der starken Beschwerden, nach Rücksprache mit seinem Chef (Gemeinschaftspraxis) und mir den Zahn zu ziehen. 10 Min später war der Brocken raus. Die Schmerzen sollten danach abklingen. Ein eventueller leichter Wundschmerz wurde mir angekündigt, damit wäre auch noch zu leben. Aber grade eben hatte ich wieder eine Schmerzattacke. Diesmal weiter richtung linken Kieferknochen. Bei den Attacken ziehen die Schmerzen wie ein Netz bis in den Unterkiefer, sodass sogar die Schneidezähne dort "drücken".

Ich befürchte jetzt, dass es völig umsonst war diesen Zahn zu extrahieren und diese unerträglichen Schmerzen weiter anhalten. Die Ärzte sind ansonsten ratlos und ich habe Angst das noch mehr eventuelle
"falsche" Entscheidungen getroffen werden (soll kein Vorwurf an den Arzt sein). Ich habe im Internet was über "Trigeminus-Neuralgie" gelesen. Wie wahrscheinlich ist sowas??? Mir ist aufgefallen, dass ich diese Schmerzattacken oft erhalte, wenn ich irgendetwas kaltes im Mund hatte
- unabhängig von der unempfindlichkeit der Zähne gegenüber Kälte. Dazu fällt mir auf, dass der Schmerz sich mittlerweile auf die ganze linke Gesichtshälfte ausbreitet und ich die Ausgangsstelle garnicht mehr genau
orten kann (irgendwo oben links). Die EXTREMEN Schmerzen die ich erleide passen zu dem, was ich über diese Erkrankung gelesen habe.

Ich suche dringend um Rat, ich halte das nicht mehr lange aus. Seit 5 Tagen laufe ich mit diesen Mordschmerzen rum und bin jeden Tag beim Zahnarzt gewesen. Ich will das so nicht mehr. Ich habe ab nächste
Woche einen neuen Arbeitgeber, es sieht doch doof aus, wenn ich dort direkt mit gesundheitlichen Beschwerden auftrete

Vielen Dank
Hallo TNT,

klingt nach gemischt zahnbedingte Ursache / Neuropathie des Trigeminus. Sie lesen hier NICHT Neuralgie, sondern Neuropathie.

Was mir an Ihrer Geschichte auffiel war, dass Sie nachts zunächst noch Ruhe hatten. Das spricht gegen eine alleinige Zahnursache. Ebenso die nicht Nichtreaktion auf Ibuprofen. Schauen Sie bitte hier: http://www.zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&task=view&id=612&Itemid=2

Als Soforthilfe empfehle ich Lyrica plus Amitriptylin langsam einschleichen. Drucken Sie dieses Blatt aus und nehmen es mit zu Ihrem Hausarzt, damit Sie effektive Mittel erhalten.

Viele Grüße
www.zahnfilm.de
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer


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Forum -> Trigeminus und Neuropathien


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