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Hallo,
ich habe eine ziehmlich komische Geschichte hinter mir und weiß nicht mehr weiter. Also:
Anfang des Jahres habe ich einen geschwollenen Lymphknoten hinter dem re. Ohr gefunden und bin zu Hausarzt. Der hat Blut abgenommen, war alles okay - abwarten. Zwischenzeitlich quälten mich 4 (!) Nasennebenhöhlenentzündungen, immer mit Schwerpunkt rechte Gesichtshälfte. - Alle mit Antibiotika behandelt.
Im September tat der Lymphknoten nun weh und strahlte bis in den Hals. - Der Knoten sollte entfernt werden. Vorher schickte mich der Arzt aber noch zum Zahnarzt, vielleicht lag da ja die Erklärung...
Prompt fand der Zahnarzt im re. Ober- und Unterkiefer am jeweils letzten Backenzahn kein leben mehr. Beim Kältetest reagierten die Zähne nicht mehr. Die Zähne wurden aufgebohrt (waren seit April 2008 Brückenträger) und nichts passierte... (?) 5 Tage später sollte eine Wurzelbehandlung gemacht werden. Die Zeit bis dahin verging mit tierischen Schmerzen. (Wunderte mich, da ich seit setzten der Brücken keine Zahnschmerzen hatte) Die Lymphknoten im ganzen Oberkörperbereich schwollen an und taten für jeweils 3-4 Tage weh. Das zog sich über die folgenden 2 Wochen mit immer wieder kehrender Wurzelbehandlung.
Die Zahnschmerzen wurden immer schlimmer so dass schließlich die betroffenen Backenzähne gezogen wurden.
Es sind jetzt 5 Wochen seit dem Ziehen vergangen.
Die Wunden verheilen gut, aber seit der ganzen Aktion habe ich ein gribbel-Gefühl am Kiefergelenk, gelegentlich ein Stechen am Kiefergelek (dort wo die ganzen Betäubungsspritzen gesetzt wurden) und ein Druckgefühl am Ohr.
Der geschwollene Lymphknoten hinterm Ohr scheint minimal kleiner geworden zu sein. Die Beschwerden die durch die riesen Schwellung kamen (als läge ein Stein hinter dem Ohr) sind nicht mehr zu spüren.
Ich frage mich aber noch, was kann ich gegen dies Beschwerden am Kiefer/Backe machen? Ich nehme z.Zt. Wobenzym N um eine evtl. Entzündung bzw. Schwellung zu bekämpfen sowie Lymphdiarahl um den Lymphabfluss zu begünstigen.
Viele Grüße
mangler
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Hallo Mangler,
Aus Ihrer Schilderung entnehme ich, dass vermutlich 2 unabhängige Geschichten abgelaufen sind.
1) eine Infektion mit unbekannten Erregern, mit einiger Wahrscheinlichkeit viraler Art. Diese verursachten die ursprüngliche Lymphknotenschwellung hinter dem rechten Ohr und vor allem das spätere mehrfache Ansprechen der Lymphknoten im Oberkörper, das durch den zahnärztlichen Eingriff absolut nicht plausibel zu machen ist.
2) Symptomloser Nervuntergang an Brückenpfeilern, was für sich genommen ein häufiges Ereignis ist, und sehr selten zu allgemeinmedizinischen Komplikationen führt.
Da wir als Behandler bis heute keine Möglichkeit haben, eine einmal ausgebrochene virale Infektionen effektiv zu bekämpfen, erklärt sich der Verlauf Ihrer "Wurzelbehandlung" meiner Meinung ganz einfach durch die Annahme einer solchen Infektion.
Es ist sehr schwer zu sagen, welcher Virus Sie befallen hat und wann diese Erscheinungen komplett verschwinden. Hier eine Auswahl an möglichen Erregern: Herpes simplex, Herpes Zoster, Coxsackie, Eppstein Barr ...
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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