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Schmerzen nach Revision der Wurzelbehandlung






Hallo,

ich bin von meiner Zahnärztin zu einem Endodontologen überwiesen worden, um eine Revision einer Wurzelbehandlung am 26er vornehmen zu lassen, da der Zahn nicht richtig beschwerdefrei war.

Vorsichtshalber ließ man ein cbCT anfertigen, mit folgendem Befund: mb + p minimale Anzeichen einer PAC (die auf dem normalen Röntgenbild sehr undeutlich zu sehen war), dazu ein vierter Kanal.

Meine Hauszahnärztin hatte mit der Revision bereits begonnen, nun ist durch den Enodontologen auch der vierte Kanal aufgespürt und behandelt worden. Dennoch hat er heute auf meinen Wunsch hin noch nicht die Wurzelfüllung gemacht, sondern nochmals gereinigt, Ulltraschall, vermessen und Medikament rein plus die normale provisorische Füllung.

Bereits bei der Wurzelbehandlung vor einem Jahr (erfolgte in mehreren Schritten bis zur Füllung) waren die Kanäle immer trocken, rochen nicht. Behandelt wurde damals aufgrund starker Schmerzen, Zahn war vital, Füllung vier Jahre alt. Auch jetzt sah alles gut aus, auch die Form der Kanäle ist in Ordnung.

Dennoch habe ich sowohl nach der letzten als auch der heutigen Behandlung beim Endodontologen mehr Schmerzen als davor. Beim letzten Mal gaben sich diese Schmerzen nach zwei Tagen, ein seltsames Druckempfinden blieb, kein Aufbißschmerz, aber ein Gefühl, als wäre im Zahn eine Entzündung, deshalb auf meinen Wunsch hin auch noch keine Wurzelfüllung heute. Aufgrund der geringen Größe der Entzündung an der Wurzelspitze sind Zahnarzt/ Endodontologe und Oralchirurg (fürs cbCT aufgesucht) ratlos, was die dazu in keinem Verhältnis stehenden Schmerzen betrifft.

Wie kann es sein, daß ein Zahn solche Beschwerden verursacht, obwohl das Nervgewebe eigentlich entfernt worden ist? Das cbCT hat auch keinerlei Hinweise auf Zysten gegeben.
Hallo Gast, Sie schrieben


ich bin von meiner Zahnärztin zu einem Endodontologen überwiesen worden, um eine Revision einer Wurzelbehandlung am 26er vornehmen zu lassen, da der Zahn nicht richtig beschwerdefrei war.

Vorsichtshalber ließ man ein cbCT anfertigen, mit folgendem Befund: mb + p minimale Anzeichen einer PAC (die auf dem normalen Röntgenbild sehr undeutlich zu sehen war), dazu ein vierter Kanal.
--- also im Klartext: praktisch kein Befund, wenn schon der Endodontologe von "minimalen" Anzeichen spricht, dann war da so gut wie nichts.

Meine Hauszahnärztin hatte mit der Revision bereits begonnen, nun ist durch den Enodontologen auch der vierte Kanal aufgespürt und behandelt worden. Dennoch hat er heute auf meinen Wunsch hin noch nicht die Wurzelfüllung gemacht, sondern nochmals gereinigt, Ulltraschall, vermessen und Medikament rein plus die normale provisorische Füllung.

Bereits bei der Wurzelbehandlung vor einem Jahr (erfolgte in mehreren Schritten bis zur Füllung) waren die Kanäle immer trocken, rochen nicht.
--- was dafür spricht, dass eine ordentliche und annähernd bakterienfreie Behandlung durchgeführt wurde.


Behandelt wurde damals aufgrund starker Schmerzen, Zahn war vital, Füllung vier Jahre alt.
--- und da stelle ich die Frage: wahrscheinlich wurde eine Verdachtsdiagnose Pulpitis aufgestellt. Aufgrund welcher klinischen Beobachtungen, abgesehen vom Schmerz?


Auch jetzt sah alles gut aus, auch die Form der Kanäle ist in Ordnung.

Dennoch habe ich sowohl nach der letzten als auch der heutigen Behandlung beim Endodontologen mehr Schmerzen als davor.
--- das nährt den Verdacht, dass die Schmerzen auch schon am Anfang nicht wirklich von einer bakteriell unterhaltenen gewöhnlichen Pulpitis ausgingen, sondern von vornherein bereits eher in Richtung Zahn-Migräne gehen. Siehe hier: http://www.zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&task=view&id=379&Itemid=2


Beim letzten Mal gaben sich diese Schmerzen nach zwei Tagen, ein seltsames Druckempfinden blieb, kein Aufbißschmerz, aber ein Gefühl, als wäre im Zahn eine Entzündung, deshalb auf meinen Wunsch hin auch noch keine Wurzelfüllung heute. Aufgrund der geringen Größe der Entzündung an der Wurzelspitze sind Zahnarzt/ Endodontologe und Oralchirurg (fürs cbCT aufgesucht) ratlos, was die dazu in keinem Verhältnis stehenden Schmerzen betrifft.
--- schauen Sie sich auf meiner Homepage bitte mal unter dem Suchwort Neuropathie um. Sie werden feststellen, dass es gerade rund um die Zähne jede Menge solcher Erscheinungen gibt.


Wie kann es sein, daß ein Zahn solche Beschwerden verursacht, obwohl das Nervgewebe eigentlich entfernt worden ist? Das cbCT hat auch keinerlei Hinweise auf Zysten gegeben.


Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer


Sehr geehrter Herr Wagner,

ja, dieser Zahn wurde (neben fünf weiteren im vergangenen Herbst) mit dem Verdacht auf Pulpitis wurzelbehandelt, allesamt durch verschiedene Zahnärzte, vom Hauszahnarzt bis hin zum Zahnärztlichen Notdienst. Grund waren starke und anhaltende Zahnschmerzen.

Ich habe einige tiefe Füllungen (vor etwa vier Jahren erneuert), hervorgerufen durch unentdeckte Zwischenraumkaries. Ansonsten aber gepflegte Zähne, die leider sehr eng stehen.

Keiner der Zähne war bei der Wurzelbehandlung devital, zwei dieser Zähne (darunter jener, der mir gerade Kummer bereitet) waren mitunter hitzeempfindlich, einen auffälligen röntgenologischen Befund gab es nicht. Auch während der damaligen Wurzelbehandlungen gab es nie einen geruchsauffälligen Kanal, alles war stets trocken. Die oft beschriebene Erleichterung nach einer Wurzelbehandlung gab es bei mir allerdings nie, ich hatte weiterhin Beschwerden, wenn auch nicht mehr ganz so stark.

Ich bin eine ganze Weile ebenfalls durch einen Neurologen behandelt worden (Lyrca, Amitriptylin, Gabapentin), bei mir besteht der Verdacht auf Neuropathie/ Fibromyalgie, weshalb meine Zahnbeschwerden in letzter Zeit nicht den Zähnen selbst zugeordnet worden sind.

Aber - so offen ich auch diesem Ansatz gegenüber bin - man kann Läuse und Flöhe haben. Sprich - bei einer nicht gut gemachten Wurzelbehandlung kann es ja auch bei einem Fibropatienten zu Beschwerden kommen, die von der Zahnwurzel herrühren.

Am Sonntag war ich aufgrund der massiven Schmerzen beim zahnärztlichen Notdienst, dort hat man die provisorische Füllung herausgenommen, nochmals kurz gespült, Ledermix rein, wieder eine Füllung drauf.

Gestern dann in der Zahnarztpraxis wollte man dem Zahn erst ein paar Tage Ruhe gönnen und nicht sofort wieder spülen, sondern abwarten, dazu hat man mir Clindamycin verschrieben. Seit heute spüre ich zwar noch, daß der Zahn hochgegangen ist, die Beschwerden sind aber erträglich.

Ich kann Ihren Ansatz gut nachvollziehen - dennoch gab es in diesem Fall ja einen unbehandelten vierten Kanal und apikale Aufhellungen.

Angesichts der vielen Wurzelbehandlungen schwingt bei mir natürlich inzwischen auch die Angst vor Zahnverlust mit. Ich bin zwar zusatzversichert, aber Zahnersatz ist eben nicht Original (auch wenn das bei mir ja ein Original ist, das schon einige Behandlungen hinter sich hat, im Gegenteil zu meinen unbehandelten Zähnen)

Vielleicht haben Sie ja noch eine Idee, was dazu führt, daß ein solcher Zahn dennoch hochgeht? Der Endodontologe wäre natürlich mein Ansprechpartner, er ist allerdings zur Zeit im Zahnarzt...

Herzliche Grüße,

Katka
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