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Vor ca. zwei Monaten hatte ich infolge mittelstarker Schmerzen eine Wurzelbehandlung am vorletzen Backenzahn unten. Danach bekam ich eine provisorische Füllung, welche lediglich aus Wattekügelchen bestand. Diese verabschiedete sich dann nach zwei Tagen, weswegen ich aus Angst vor Bakterien ect. wieder den Zahnarzt aufsuchte. Er ging daraufhin wieder mit den Feilen in die Wurzelkanäle, was einen schrecklichen, stromschlagähnlichen Schmerz auslöste. Da bis dato nicht einmal(!) ein Röntgenbild gemacht wurde und der ZA auch ziemlich genervt tat, bschloss ich einen Wechsel. Neue Zahnärztlin beschloss den Zahn nach zwei Wochen zu füllen. Sie sagte, dass sie unter Betäubung mit den Feilen in den Zahn ginge und ich dann nichts mehr spüren würde. Genau darin sah ich das Problem, wie sollte sicher sein, dass die Entzündung tatsächlich verschwunden war?Sie verschloss den Zahn, er tat trotz Betäubung weh. Sie sagte im Anschluss, er wäre noch leicht entzündet gewesen, aber ihn zu füllen wäre sinnvoller wegen einer Reinfektion. Das war vor einer Woche. Seitdem habe ich dumpfe, klopfende Schmerzen und große Angst. Ich denke dass unter der Füllung die Entzündung weitertobt, mittlerweile nehme ich seit gestern ein Antibiotikum. Wie soll es weitergehen? Ist es okay einen Zahn trotz Entzündung zu füllen? Auf dem Röntgenbild war keine Entzündung zu sehen. Jetzt schon mal 1000 Dank für Antworten.
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Sie stellen eine Frage, auf die vermutlich viele Zahnärzte etwas anderes sagen werden, aber die Mehrheit wird sagen, abfüllen erst, wenn der Zahn entzündungsfrei ist. In den USA werden Zähne immer gleich abgefüllt (egal mit oder ohne Entzündung, das nennt sich Single Visit Endodontics). In Europa geht die Lehrmeinung in Richtig mehrere Sitzungen. Wirklich beurteilen kann Ihren Fall leider nur anhand einer klinischen und radiologischen Untersuchung.
_________________ Mit lieben Grüßen
Dr. S. Hermann, Zahnarzt
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