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Guten Tag!
Gestern hatte ich die 3. Wurzelkanalbehandlung - inklusive Medikamenteneinlage und provisorischem Verschluss. (In 6 Wochen ist der Termin zur voraussichtlich endgültigen Füllung.)
Seitdem tritt hin und wieder ganz offensichtlich einiges der eingebrachten medizinischen Flüssigkeit aus - besonders während des Essens oder z.B. beim Kaffee-Trinken, aber auch manchmal zwischenzeitlich (z.B. wenn ich unbewusst mit der Zunge am provisorischen Verschluss "rumspiele"). Dies äußert sich in einem relativ starken "scharf-frischen" medizinischen Geschmack.
Meine Zahnärztin, die ich - nebenbei bemerkt - als fachlich sehr gut einstufe, sagte mir heute am Telefon, dass sie gestern eine "andere, stärkere Substanz" als Einlage verwendet habe, die im Gegensatz zu den vorhergehenden gelartigen Medikamenten flüssig sei und quasi besser in die Lücken kommt (...und entsprechend anders schmeckt), so dass es sein kann, dass diese ebenfalls im Gegensatz zu den zuvor verwendeten Materialien auch durch das Provisorium treten kann ... auch deshalb der geschmackliche Unterschied zu den beiden vorausgegangenen Behandlungen. So weit so gut.
Außerdem beruhigte sie mich mit dem Hinweis, dass sie bei mir ein besonders festes Verschlussmaterial verwendet habe.
Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Einlage-Medikament um Chlorphenol-Kampfer-Menthol handelt - ganz einfach, weil sowohl die Beschreibung (bessere Kriechfähigkeit) als auch der Geschmack darauf hinweisen.
Konkret danach (also nach der Substanz) gefragt habe ich nicht, habe ich auch nicht vor, da ich eine ähnliche Info bereits gestern telefonisch von der Zahnarzthelferin erhalten hatte, meine Ärztin am Telefon heute schon einen etwas genervten Eindruck machte und ich um ein harmonisches Verhältnis mit meiner Zahnärztin bemüht (...und ich ehrlich gesagt außerdem ein ziemlicher Duckmäuser) bin
Zunächst erst einmal: Ist es bei einigen Einlagematerialien aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften tatsächlich so, dass trotz ordnungsgemäßen (provis.) Verschlusses diese aus dem behandelten Zahn durch den Verschluss in die Mundhöhle diffundieren können, also auch in solchen Mengen, dass man das Ganze deutlich schmeckt?
Da Chlorphenol prinzipiell giftig resp. kanzerogen ist, würde ich gerne wissen, inwiefern es - auch nachträglich - problematisch werden könnte, wenn dieser Stoff in dieser geringen Dosierung runtergeschluckt wird.
Außerdem stelle ich mir die Frage, ob das Medikament, wenn es stückweise aus dem Zahn entweicht, irgendwann noch in ausreichender Menge im Zahn vorhanden ist, um richtig - wie angedacht - zu wirken...
Vielen Dank für Ihre Antworten im Voraus.
Freundliche Grüße von Jordan
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