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Mein linker vorderer Schneidezahn (21) wurde mir vor ein paar Tagen von meiner Tochter unabsichtlich zerstört.
Die Vorgeschichte ist die, dass der Schneidezahn bereits 2003/2004 kaputt ging bei einem Unfall und dann eine Krone gemacht werden musste.
Soweit, so gut. Bis vor ein paar Tagen hatte ich mit diesem Zahn auch keinerlei Probleme.
Nun ist jedoch beim Spielen dieser Unfall passiert und meine 7 Jahre alte Tochter ist mit mit dem Rücken aufs Gesicht gefallen. Dabei hat sich der Zahn nach hinten, Richtung Gaumen gedrückt und verschoben.
Im ersten Schock, habe ich ihn wieder in die Ursprungsposition gebracht, so gut das ging, er stand aber gute 2 bis 3 mm nach unten und wackelte rum. Das heisst er war sehr locker, fiel aber nicht raus. Die Stellung war unangenehm, aber ich hatte keine Schmerzen.
Am nächsten Tag (Freitag) raste ich zu meinem Zahnarzt, der mir lediglich Antibiotika verschrieb, aber die Krone nicht abnahm, da er das Gewebe nicht weiter verltzen wollte. Er empfahl mir, den Zahn mit dem Finger immer ein Stück weit nach oben zu drücken und in einigen Tagen wieder zu kommen.
Es wurde auch ein Röntgenbild angefertigt, wobei man sehen konnte, dass um den eingesetzten Stift ein dunkler Schatten war. (Mehr konnte man auf dem Bild nicht erkennen, das Röntgengerät ist sehr alt und das Bild qualitativ schlecht, da es nur der Größe einer Briefmarke entspricht).
Jedenfalls schickte er mich so nach Hause.
Leicht entnervt mit meinem wackeligen Zahn, habe ich aber dann 2 Stunden später eine 2. Meinung eingeholt.
Diese Ärztin fertigte ein weiteres Röntgenbild an (digital) und darauf konnte man erkennen, dass die Wurzel gebrochen war. Sie nahm die Krone ab und reinigte diese. Danach wurde die Mundhöhle das Zahnfleisch und alles ebenfalls gereinigt und die Krone wieder frisch einzementiert. Da mein Kiefer nicht geschwollen war (zu diesem Zeitpunkt und auch anschließend nicht mehr) passte sie die Länge entsprechend an, damit ich keinen Hexenzahn habe, der um 3 mm länger ist als der andere.
So, nun aber die schlechte Nachricht.
Auf Grund dessen, dass die Wurzel gebrochen ist, muss ich nun heute um 14:00 Uhr wieder hingehen zu dieser Ärztin und ein Provisorium machen lassen. Dieses erhalte ich dann morgen am Nachmittag.
In weiterer Folge muss ich mir überlegen, wie ich weiter vorgehen werde. Also Brücke, Prothese oder Implantat.
Für mich ist das alles seeeehr fremd und ich habe keine Ahnung, was überhaupt gemacht werden muss.
Ich weiss nicht, wie sie überhaupt die restl. Wurzel rausbekommen will. Woran und wie sie das Provisorium ankleben will. Ich habe keine Ahnung, wie eine Brücke halten soll. Denn meine 2er Zähne sind so winzig klein gewachsen und mit Kunststoff Plomben gefüllt, dass ich nicht sicher bin, wie da überhaupt irgendwas beschliffen werden soll oder kann.
Allerdings habe ich panische Angst vor dem Implantat, alleine bei dem Wort Narkose stülpt sich mir der Magen um.
Ausserdem weiss ich auch nicht, ob ich einen Knochenaufbau (? hä was ist das bitte) benötige.
Bitte kann mich jemand aufklären, welche nächsten Schritte sinnvollerweise auf mich zukommen werden?
Und warum kann der angeklebte Zahn nicht einfach so bleiben, wie er jetzt ist?
Ich habe keine Schmerzen, er macht jetzt keine Probleme und was spielt das für eine Rolle, ob die Wurzel gebrochen ist, solange er hält?
Ich stecke total in der Klemme. Zum einen mag ich meinen Zahnarzt, da er sehr ordentlich arbeitet und auch noch kostengünstig. Ich habe mir innerhalb eines Jahres 2009 ALLE meine Amalgamfüllungen im 2 Wochen Rhythmus tauschen lassen aus gesundheitlichen Gründen (Migräne). Alle Füllungen haben gehalten. Alles war ok. Leider verfügt er nicht über eine hohe technische Ausstattung, so dass er viele Probleme so nicht erkennt, sondern auf Verdacht oder aufgrund der Erfahrung her arbeitet. Allerdings hat er die Erfahrung, denn er ist so um die Ende 50, Anfang 60 und ich mag in auch persönlich.
Die Zahnärztin die ich habe, hat vor 2 Jahren eine Praxisgemeisnchaft mit 3 anderen Ärzten eröffnet. Sie ist technisch einwandfrei, hypermodern ausgestattet, allerdings noch recht jung und ich war nicht sehr oft bei ihr. Die weissen Füllungen die sie mir machte, brachen nach ein paar Wochen max. Monaten wieder raus, oft hatte ich einen schelchten Vorbiss, der solche Probleme dann auch noch begünstigte beim Kauen. Die Preise sind so hoch, dass man sich oft festhalten muss, für kleinere Füllungen sind schon 120,- € und mehr fällig, bei größeren kann man ab 160,- verhandeln.... Das ist für mich, auch in meiner jetzigen Situation eifnach nicht drin. Ich bin in Karenz und hab für sowas kein Geld.
Also, was soll ich tun, was wäre naheliegend. Fällt die Option den verkronten Schneidezahn zu behalten komplett flach? Er hält ja?
Wie lange kann man ein von der Krankenkasse mitfinanziertes Provisorum tragen? Ist das recht hässlich, oder wird das farblich angepasst?
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Hallo..
Also erstmal würde ich sagen, die Größe vom Röntgenbild hat nichts mit dem Alter des Geräts zu tun, Einzelzahnaufnahmen sind bei dem analogen Röntgen eben sehr klein. Oft sind diese sogar genauer als die digitalen Röntgenaufnahmen, so meine Erfahrung. Man erkennt Strukturen usw. darauf besser.
Das er dir nur Antibiotika verschrieben hat uns sonst nichts gemacht hat ist sicher nicht richtig wenn die Wurzel gebrochen ist, da hat deine Zahnärztin schon recht das der Zahn raus muss, auf die Dauer hat das so keinen Halt und der Zahn ist sicherlich schon abgestorben.
Ich denke mal da sie dir den Zahn ziehen will bekommst du ein herausnehmbares Provisorium das mit Klammer befestigt ist?!
Ob eine Brücke an deinen Zähnen hält kann ich nicht beurteilen aber wenn sie dir diesen Vorschlag gemacht hat wird es wohl halten, wieso auch nicht?! Die eigenen Zähne werden ja dafür abgeschliffen so das die Brücke darüber zementiert werden kann.
Und mit dem Implantat, was verstehst du denn unter Narkose? Denn bei uns werden Implantate in örtlicher Betäubung, also mit normaler Spritze, gesetzt und alles ist wunderbar.
Ein Knochenaufbau wird gemacht wenn nicht genug eigener Knochen vorhanden ist der für die Implantation benötigt wird, hierbei wird in den Implantationsbereich entweder eigener oder künstlicher Knochen eingebracht der dort dann fest wird und somit neuen Knochen bildet.
Das die weißen Füllungen die du bekommen hast, schon nach ein paar Wochen wieder kaputt gehen ist definitiv nicht normal!!
Naja das ist das was ich soweit dazu sagen kann.
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Hallo,
ja, ich habe meine Krone noch dran/drin und drauf. Vorläufig, jedenfalls nur so lange wie sie a) hält b) keine Schmerzen verursacht und c) bis alle Geburtstagfeiern in meiner Familie beendet sind.
Ja, das herausnehmbare Provisorium ist ein Einzelzahn, der an Metallklammern befestigt ist.. Es soll ja keine Dauerlösung sein, sondern lediglich über die nächsten paar Wochen und Monate von mir getragen werden. Es sieht schrecklich aus und ich kann mich psychisch irgendwie noch so gar nicht damit auseinander setzen. Das ist wahrscheinlich überhaupt das größte Problem, weshalb ich mich so dafür drücke.
Es sieht super hässlich aus und allein der Gedanke daran, dass in Vorbereitung auf das Implantat, das Provisorium doch etwa 4, 6 Monate in meinem Mund sein wird, macht mich wirklich unglücklich.
Ich habe mich zwar schon für das Implantat entschieden, jedenfalls nur persönlich für mich, hab diesen Entschluss aber noch nicht weiter kommuniziert, da ich noch keines bestellen möchte. Immerhin soll das Implantat 2.200,- € kosten, das ist eine Menge Geld. Und zwar wirklich eine Menge.
Ich frage mich, wie die Abfolge beim Entschluss ein Implantat zu machen sein wird. Der Abdruck der existiert ja dann bereits nach dem Provisorium. Daran wird sich ja nicht wesentlich was verändern.
Was hat es auf sich, dass der Titanstift 4 bis 6 Monate in meinem Kieferknochen einheilen muss? Warum kann man da nicht gleich die "Krone" drübermachen und gut ists?
hm...
Natürlich ziehe ich jetzt auch in Erwägung diesen Zahn in Ungarn richten zu lassen. Einen Kostenvoranschlag zw. 800,- und 1.200,- € habe ich bereits erhalten. Ich hole noch mehrere Meinungen ein, aber 2.000,- € das geht sicher gar nicht.
Ich verstehe schon, dass zB unsere Ö. Krankenkasse pro Patient dem Zahnarzt nur 30,- € bezahlt, aber ich sehe nicht ein, dass ich für ein Implantat 2.200,- zahlen soll und falls ein Knochenaufbau notwendig wird, noch wesentlich mehr. Das ist ja Wahnsinn! Mittlerweile wird mir auch klar, dass manche Zahnärzt 8 Patienten pro Stunde einteilen, immer wenn dann die E-Card gesteckt wird, bekommen sie 30,- €.
Trotzdem habe ich nicht vor, den neuen Porsche zu finanzieren...
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