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Therapie bei Approximalkaries im Anfangsstadium






Ich hatte heute Morgen einen Termin beim Zahnarzt (Erstbesuch/Zahnarztwechsel) auf Grund von Zahnschmerzen bei Kontakt mit Süß/Sauerspeisen. Der Erstbefund auf Karies war negativ, worauf ein Röntgenbild veranlasst wurde, mit dem Befund, mehrere Zahnzwischenräumen seien kariös. Der Zahnarzt besprach die Bilder mit mir und auch seine vorgeschlagene Folgebehandlung. Es handle sich insgesamt um 11 zu behandelnde Stellen, wobei bei 8 der Zahnschmelz betroffen sei, bei weiteren 3 sei das darunterliegende Dentin betroffen. Die vorgeschlagene Therapie sei die kariösen Stellen mechanisch zu entfernen und mit Füllungen zu versehen.

Meine Frage: Ist es wirklich üblich, dass bei kariösen Stellen, bei denen das Dentin noch nicht angefallen ist, diese Stellen entfernt werden? Wird hierbei nicht mehr gesundes Zahnmaterial entfernt, grade weil es sich um Approximalkaries handelt? Falls ja, sind non-invasive Alternativtherapien diskutabel (auch wenn Sie natürlich keinen genauen Befund vor sich haben)?
Bei approximaler Karies im Seitenzahnbereich stellt sich immer die Frage, welchen Therapieansatz man wählt, weil mit der Kariesentfernung immer ein guter Teil gesunder Zahnsubstanz mitentfernt werden muß, damit man hinkommt zu der kariösen Stelle.
Ist das Dentin mitbeteiligt, dann erübrigt sich die Frage. Bei minimalen Läsion werden sie in der Zahnärzteschaft alle Meinungen hören - vom nixtun und abwarten bis zur invasiven Füllung. Natürlich versucht die Industrie seit geraumer Zeit, für uns ZÄ da was weniger Invasives zu machen, doch gibt es derzeit noch nichts, was zur Füllung heranreicht.

Aus diesem Grund ist zumindest für mich wichtig, diese Füllungen so klein als nur irgendmöglich zu machen (unter Mikroskop) - das ist zwar ein großer Aufwand, den die Pat. auch bezahen müssen, doch können Sie in gleichem Maß auch Zahnhartsubstanz behalten. Ich weiß nicht, ob ich Ihnen damit geholfen habe, trotzdem alles Gute.
Hallo M. mliecko,


auch ich habe eine Meinung: Schmelzkaries sollte beobachtet werden. NIcht die Tatsache, dass da etwas Mineral fehlt, sollte den Bohrer starten lassen, sondern der Verlauf. Das bedeutet, wenn in 12 Monaten nachweislich eine Verschärfung eingetreten ist, dann kann mal über solche Stellen nachdenken, vorher nicht.

Schauen Sie auch mal hier: http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=657:karies-im-leerlauf&catid=24&Itemid=100009

Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer


Huhu, bin zwar kein Zahnarzt aber ich kann aus eigener Patientenerfahrung sagen dass man es ruhig riskieren kann die oberflächlichen Kariesstellen nicht zu bohren:-) Hab auch so eine Stelle am Backanzahn unten und da kommt immer nur alle halbe jahr bei der Kontrolle so eine Art Medizin drauf und das hat sich seit 3 Jahren gar nicht verschlechtert. Allerding nutzte ich auch regelmäßig Elmex Gelee glaube das nutzt auch ein bisschen was. Und wenn man das regelmäßig kontrollieren lässt kann es ja nicht schaden zumindest zu versuchen das Bohren zu vermeiden, schließlich kommt Zahnsubstanz ja nie wieder^^ Liebe Grüße
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