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Zahnarzt spritzte Salbe ins Zahnfleisch - Salviathymol






Nachdem ich im Net schon mal quer gelesen habe, hab ich mich eben hier angemeldet .... ich hoffe, ich bin richtig hier.

Ich habe mehrere Baustellen, möcht jetzt mal mit der akuten anfangen:

Vor einigen Wochen hatte ich schon mal so unerträgliche Zahnschmerzen, die örtlich ständig wechselten, von oben nach unten und wieder hoch. Wo der Schmerz genau war konnte ich am Ende gar nimmer sagen. Das ganze begann abends und ging dann nachts weiter. Schmerzmittel halfen nicht. Gegen 1.00 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und fuhr in die Klinik.
Zahnfleisch war stark entzündet, der Zahnarzt spritzte mir ne Salbe und verschrieb noch Salviathymol.
Schmerz verschwand auch nach der Behandlung nicht gleich, konnte aber wenigstens irgendwann einschlafen und danach war erst Mal Ruhe.

Eine Woche später hatte ich eine Schilddrüsen-OP und war danach nochmal 2 Wochen krank geschrieben. In der Zeit war zähnemäßig alles gut.

Zwei Wochen nach der OP war ich über 2 Tage bei meinen Eltern und da gings dann urplötzlich am Abend wieder los. ASS, Paracetamol, Ibuprofen und Diclo halfen fast nix. Nachts kam ich trotzdem zum Schlafen und dann war wieder gut.

Dann vor zwei Tagen fing es wieder an, oben - unten - oben - unten .... diesmal die ganze Nacht durch. Konnte kaum ein Auge zu tun. Es war gerade noch erträglich, aber eben auch immer leicht vorhanden.
Ein bisschen Linderung war möglich indem ich mit dem Kopf auf der Schmerzseite schlief. Das ging dann grad so.
Am nächsten Tag (Freitag) ging ich nur kurz zur Arbeit und dann direkt zum Zahnarzt. Ich erklärte ihm die Situation und da der Schmerz aber morgens hauptsächlich oben war, schaute er hauptsächlich auch dort nach und entdeckte an einem der Backenzähne auch, dass da Karies war. Den Zahn hat er aufgebohrt und dann wieder zugemacht. Außerdem wurde geröngt. Aber wohl sonst nix zu sehen.
Für die Behandlung hatte ich eine Spritze bekommen. Ein leichtes Ziehen merkte ich aber trotz der Betäubung, während der Behandlung und auch danach. Der Zahnarzt meinte, es könnte sein, dass das noch etwas nachklingt, sich dann aber wohl beruhigen würde.
So ging ich dann nachhause und wartete bis die Spritze wieder nachlies.

Das dauerte bis ungefähr 15.00 Uhr .... weiterhin Schmerz oben. Dann war die Betäubung ganz weg und auf einmal schoss mir dann ein Schmerz unten rein. Wie wenn einer ein Messer reinsticht und wieder rauszieht.
Mein Zahnarzt hatte in der Zwischenzeit natürlich schon zu. Wollte also erst warten ob es wieder nachlässt. Schmerzmittel null Wirkung (nachts bereits alles probiert - an dem Nachmittag nach Zahnarzt 1500 Ibuprofen ohne irgendeine Wirkung).
Dann war nochmal kurz Ruhe und ich kuschelte mich an meinen Freund, da wieder der Schmerz, ich fing an zu Weinen, bei jedem Zucker Schmerz auf Skala 10. Ich schrie, dass ich das nicht mehr aushalte. Und dann sah ich zu, dass ich den Kopf möglichst nicht mehr bewege und den Mund geschlossen halte.
Es lies wieder etwas nach, aber wir (mein Lebensgefährte mit mir) sind dann sofort in die Klinik gefahren. Wurden dort aber abgelehnt. Wir waren um 16.00 Uhr dort. Es hieß wir müssten dann bis 19.00 Uhr warten. Super! ... man gab uns dann ne Liste mit Zahnärzten, die noch Sprechstunde hatten. Also zum nächst besten hin.
Da wurden wir dann erstmal blöd angemacht - anscheinend sind die Sprechzeiten geändert worden und die hatten eigentlich schon zu (kann ich ja nicht wissen). Zahnarzt und Arzthelferinnen alle sehr arrogant und eher unfreundlich. Er fragte wo der Schmerz wäre und ich sagte ihm dann eben: mal oben, jetzt zuletzt aber stark unten. Er: ja wie jetzt ? Oben oder unten .... ich erklärte nochmal. Er schaute dann die Zähne unten an. Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch. Das machte er sauber und spritzte ne Salbe und meinte, ich müsste ja jetzt Ruhe haben.
Generell machte er mich allerdings rund von wegen ich müsste mal in ne ordentliche Zahn(fleisch)pflege investieren. Das hätte ja katastrophal ausgesehen und eigentlich müssten mir alle Zähne weh tun.

Meine Mundhygiene ist wirklich nicht besonders, ich habe halt u.a. die Erfahrung gemacht, dass ich sogar mehr Schmerzen habe, wenn ich die Zähne putze als wenn ich es lasse. Und manches schaffe ich nicht zu tun - ich weiß dass sich das blöd anhört, aber das ist sowas wie ne Depression - Antriebslosigkeit. Ich versuche deswegen auch eine Psychotherapie zu kriegen, aber ist schwierig.
Und außerdem habe ich heftige Angst vorm Zahnarzt - also nicht vor dem Mann selber, der ist eigentlich ein ganz netter (also meiner, bei dem ich zuerst war), aber ich zittere überall und verkrampfe.

Auf jedenfall nach der Zahnfleischbehandlung war der Schmerz erstmal weg. Aber jetzt fängt es seit Mittag schon wieder leicht an zu "wimmern". Ich trau mich gar nicht den Mund aufzumachen.

Das ist immer abwechselnd oben, dann unten, dann wieder oben und nur auf der linken Seite.
Die Stelle, wo es unten Schmerz, da sitzen Stiftzähne. Und der obere ist auch nicht der, an dem Karies war. Der kariöse ist weiter hinten. Der Schmerz zieht eher schon bis zum dem Zahn vorm Eckzahn.

Da Schmerzmittel gar nix helfen, weiss ich langsam nicht mehr, was ich noch machen soll. Der Schmerz gestern, das war wirklich zum Wahnsinnig werden.
Hallo Angi..

Ich würde mal meinen Hauszahnarzt intensiv nach einem pulpitischen Zahn suchen lassen. MIt Röntgen und allem drum und dran.

Wenn der sagt, dass er nichts findet - und die Zahnfleischgeschichte ist nur ein Nebenkriegsschauplatz - dann kommt für Sie folgendes in Frage:

http://zahnfilm.de/af/index.php?option=com_content&view=article&id=459&Itemid=141

Viele Grüße
_________________
Joachim Wagner
Zahnarzt

www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer


Es ist schon über ein Jahr her, dass ich hier gepostet habe, nun brauche ich evtl. doch nochmal Rat.

Nachdem ich hier geschrieben hatte, haben sich die Schmerzen für eine ganze Weile gelegt.
Im August letzten Jahres hatte ich dann einen Burnout. Ich war bis Mitte Januar diesen Jahres krank geschrieben. Aufgrund dessen habe ich Psychotherapie beantragt und bin auch bei einem Neurologen in Behandlung. Ich bekam Citalopram und Opipramol verschrieben. Kurz nach Beginn der Einnahme der Medis bekam ich wieder Schmerzen, die mit Schmerzmittel (ASS, Paracetamol, Ibuprofen, Novalgin versucht) nicht weg gingen.
Unter anderem über die in Ihrer Antwort genannte HP (Zahnfilm.de) habe ich gelesen, dass bei Trigeminusneuralgie auch Amitriptylin eingesetzt wird. Aus einer depressiven Phase 2008 hatte ich noch Amitriptylin da und habe das Opipramol (das ohnehin keine Wirkung zeigte) dagegen eingetauscht.
Nach wenigen Tagen war ich schmerzfrei.

Nun sollte das Amitriptylin vor ein paar Wochen langsam ausgeschlichen werden. Leider stellten sich kurz darauf wieder Schmerzen ein .... diesmal auch rechtsseitig - zuvor nur linksseitig.

Meistens fangen die Schmerzen unterm Ohr an, sind da aber noch nicht stark. Dann wandern sie abwechseln am Ober- und Unterkiefer entlang und strahlen sehr stark in die Zähne aus, mit immer wieder heftigen, blitzartigen Schmerzattacken. Das ganze hält aber wirklich die ganze Zeit an und lässt nur ganz kurz nach.
Vor zwei Tagen war es so stark, dass ich sämtliche Termine abgesagt habe und zuhause geblieben bin. Möglichst wenig bewegt, dann gings. Sobald ich den Mund aufgemacht habe, gings wieder los.
An diesem Tag habe ich zunächst wieder Ibu und Novalgin versucht (wobei ich mir hätte denken können, dass es nichts bringt), dann Amitriptylin (25mg) und später noch eine weitere Tablette. Nachdem ich so zugedröhnt war konnte ich endlich auch schlafen.
Am nächsten Tag ging es mir sehr gut. Keine Schmerzattacken, bzw. nur gaaaaaaanz leicht. Ich dachte jetzt wärs vielleicht wieder gut.
Und heute bin ich mit Schmerzen wieder aufgewacht. Diesmal allerdings anders.
Die Schmerzen sind heute eher dumpf - hmm so ähnlich wie ganz starker Muskelkater - beginnend auf beiden Seiten unterm Ohr und an den Wangenknochen entlang. Wenn ich dort leicht mit den Fingern drüber streiche, wird der Schmerz etwas mehr. Das gleiche am Unterkiefer. Diesmal wie gesagt keine Ausstrahlung in die Zähne. Im Moment ist es wie gesagt hauptsächlich ein ganz unangenehmer starkter Druck an den Ohransätzen.

Ich muss dazu noch sagen, dass ich seit gut 3 Jahren immer wieder Probleme mit den Nasennebenhöhlen habe. Ich war deswegen schon beim HNO: Verengung auf der rechten Seite.

Bei dem Zahnarztbesuch vor einem Jahr wurde die untere linke Seite geröngt. Ohne Befund. Zahnarzt sah auch keine Entzündung an der Wurzel.

Heute in einer Woche habe ich Termin beim Neurologen, dem ich das Problem mit Trigeminus auch geschildert habe. Der will das nun auch weiter untersuchen mit div. Test und gegebenenfalls Schädel-MRT.

Ich geh heute noch zum Hausarzt, fürchte aber, dass der nix machen kann.
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