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Ende 2008 hat mir eine Zahnärztin (zu der ich vollstes Vertrauen hatte) eine Wurzelfüllung in einem Backenzahn
(Oberkiefer links 2, M - Molaren Mahlzähne, der 7.) gemacht - was schwierig war, weil es schwer war, alle Kanäle auszumachen. Sie hat das sehr gefühlvoll, immer mit Erklärungen und Beruhigung, gemacht.
Danach hat sie mir eine super provisorische Füllung gemacht, die sehr gut auf den Biss eingestellt war. Aufgrund diverser Umstände (einer davon war, das diese ZA zu weit von meinem Wohnort weg war, auch die ewigen Wartezeiten usw...). Es vergingen fast 7 Monate bis mit klar war, das ich das zu Ende bringen musste und suchte einen Wohnortnahen ZA (leider bin ich panisch ängstlich, wenn es um Zähne geht). Fand einen, welcher mir empfohlen wurde - doch ich fühlte mich sehr unwohl und bin nach der obligatorischen Zahnreinigung nicht mehr hin (habe das dem ZA auch erklärt). Da das Provisorium hielt, gabs keine Not. Wie falsch dieses Verhalten ist, weis ich - nicht erst seit heute. Vor 3 Wochen nun brach mir ein Stück aus diesem Zahn heraus und ich ging zum ZA um die Ecke.
Dieser beruhigte mich, machte einen kurze Durchsicht, gab mir einen Termin (weitere 3 Wochen später, da total ausgebucht - wie in einem Hotel...) und ich ging mit gutem Gefühl nach Hause - endlich ein netter Zahnarzt in der Nähe, mit netten Helferinnen...Doch nun, 1 Woche vor Termin, fiel beim Essen die Füllung raus - was bei diesem Backenzahn ein riesiges Loch hinterlies, desweiteren krachte es - die Innenwand des Zahnes wackelte. Da 'mein' ZA bis 20 Uhr geöffnet hat, ging ich um 19.30 hin - wollte nur, das das Loch bis zum eigentlichen Termin dicht gemacht wird...und mir gesagt wird, das da nix wackelt (Wunschdenken - ich hatte wieder Angst).
Ich kam hin, die Praxis war leer, ein ZA(Gemeinschaftspraxis mit 3 ZÄ) war da - nicht meiner- 2 Helferinnen empfingen mich, sehr abweisend. Nach einigem hin- und her schaute der diensthabende junge ZA sich die Sache an und meinte, das die wackelnde Wand raus muss, der Zahn jedoch deswegen nicht verloren wäre. Er betäubte diese Stelle und brach die Wand vollständig heraus, schnitt das Zahnfleisch etwas auf, um die Bruchstelle zu sehen, machte eine Art 'Wundverband' und bestellte mich zur Nachsorge am nächsten Mittag. Status des Zahnes: Aussenwand steht noch, keine Füllung, Zahn hat bereits dunkle Stelle (toter Zahn) - keine Schmerzen, bis dato gute wundheilung am Z-Fleisch selbst.
Am Tag danach erklärte er mir kurz (durch hartnäckiges nachfragen meinerseits) seine weitere Vorgehensweise:
es kommt eine Schraube rein (in den Knochen), wenn die hält - und ich schmerzfrei bin (das hat er mehrfach betont) wird der Zahn um die Schraube aufgebaut und dann überkront.
Nun - endlich - meine eigentliche Frage: ist das die richtige/optimale Lösung?
Ich bin 45 Jahre alt, habe mal grundsätzlich keine gut Substanz, weder Knochen noch Zähne, alles noch mit meiner ewigen ZA-Angst nicht besser geworden. Da der Zahn nun mehr oder weniger ein Rumpf ist, schon schwarze stellen aufzeigt, quasi tot ist (soll doch sehr schädlich sein für den gesamten organismus/Körper?) - wäre es hier nicht besser, komplett zu ziehen und eine Brücke anzusetzten? Laut seiner aussage, würde die Schraube bis zu 80 % halten, und was, wenn nicht? Ist dann nicht der Knochen beschädigt und ich brauche dann sowieso eine Brücke? Ich fragte nach Zeitrahmen, nach Aufwand, nach Risiken, nach Alternativen, nach Heil- und Kostenplan...doch er meinte nur, das wären viele Fragen auf einmal und ich solle mir nicht soviele Gedanken machen und er müsste nun zum nächsten Patienten "Sie sehen ja, was hier los ist..." - die Schraube würde schon halten. Dann machte er einen Termin und fertig.
Am kommenden Freitag ist nun der Termin - und da wird nicht mehr diskutiert...DOCH ICH BIN SEHR UNSICHER, bitte um Einschätzungen, Information...
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Guten Abend!
Ihr ZA versucht, mit geringstmöglichem Aufwand Ihren Zahn zu retten! Seien Sie doch froh, daß Ihnen der Zahn nicht einfach entfernt wurde und Sie zeitgleich einen KV über 2.600.- bekommen haben für ein Implantat samt Versorgung!
Wieviel Beratungsaufwand möchte Sie für einen Umsatz von 85.- haben? Zeit ist bekanntlich Geld und dieses Geld möchte Ihnen der ZA sparen helfen. Wenn das nicht gut gehen sollte, kann man immer noch ein Implantat machen oder eine Brücke. Anscheinend ist Ihnen nicht ganz klar, unter welchem Druck ein Kassenarzt arbeiten muß. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, können Sie sich ja in eine private Behandlung begeben. Dort hat man für Sie jede Zeit der Welt (die Sie im Minutentakt auch bezahlen werden). Bitte bedanken Sie sich bei der Gesundheitspolitik! Die ist nämlich dafür verantwortlich. LG
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Guten Abend,
erstmal DANKE für die Rückmeldung.
Doch was ist das denn für eine Einstellung?
Dank dieser spam weis ich nun, was der ZA hier eigentlich machen will - denn erklärt hat er es nicht.
Er möchte eine Schraube (alternativ Stift) in den Wurzelkanal drehen - nicht in den Knochen.
(Implantate kommen bei meiner Knochensubstanz nicht in Frage, das haben bereits 2 andere erfahrene ZA in den letzten 20 Jahren spamätigt)
Das Für und Wider dieser Schraubenmethode, welche wohl richtig 'Stiftaufbau' heisst, konnte ich ebenfalls hier nachlesen - z.b. gerader Verlauf über eine lange Strecke, richtige Einschubrichtung usw.
Erfüllt kein Kanal alle Anforderungen, ist es manchmal möglich und nötig, mehrere Stifte im gleichen Zahn einzubringen. Kein Wort von alledem von meinem ZA - er wird jedoch diese Woche die Behandlung beginnen - finden Sie das wirklich korrekt? Kein Wort über das Aufbaumaterial...auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten - desweiteren gibt ein 'direktes' als auch ein 'indirektes' Verfahren - habe ich alles hier bzw Internet gelesen...Ich bin Laie und habe keine ahnung, was für meinen Fall das richtige ist - das heisst aber nicht, das der ZA allein entscheidet.
Ihrer Antwort entnehme ich den üblichen Frust, den Patienten täglich erleben - es ist ein Wechselspiel...
Doch der ZA, der keine oder wenige Patienten hätte - der würde sowohl am Service als auch an der Freundlichkeit was ändern...Dienstleistung halt.
Es ist das falsche Forum, wenn ein ZA meinen Beitrag mit diesem Satz kommentiert:
" Bitte bedanken Sie sich bei der Gesundheitspolitik! Die ist nämlich dafür verantwortlich".
Ich wünsche Ihnen trotzdem, das Sie Freude an ihrem Beruf haben - übrigens: Beruf hat schon was mit Berufung zu tun, denken Sie mal darüber nach...
Freundliche Grüße
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Besten Dank für Ihre Glückwünsche - und JA, ich bin gerne ZA und über meinen Beruf mit Engagement und Freude aus. Ich denke, sonst würde ich mich nicht auch noch in meiner Freizeit in diesem Forum bewegen und Kommentare schreiben.
Zum Fachlichen: Sie würden einen Stift- und Stumpfaufbau bekommen. Bei den Stiften haben Sie die Möglichkeit, entweder einen Glasfaststift oder einen Metall (besser TITAN)-Stift zu nehmen. Die von Ihnen angespochenen gegossenen Stifte sind heute immer seltener wegen der hohen Kosten. Technisch wären sie ideal - jedoch einfach zu teuer! Je weniger Zahnsubstanz da ist, desto eher würde ich einen TITAN-Stift nehmen. Ist noch Restzahnsubstanz da, hat ein Fiberglas-Stift Vorteile. Welches System man dabei benutzt, ist eher egal - der ZA muß das System beherrschen (Fehlerquote bei der Verarbeitung rel. hoch!). Ist der Stift gesetzt, wird noch der fehlende Stumpf mit einem geeigneten Stumpfaufbaumaterial aufgebaut. Anschließend kann man eine Restauraton des Zahnes machen.
einen Stift kann man praktisch immer setzen, einen so gekrümmten Zahn habe ich noch nicht erlebt, der einen Stift verunmöglichte. Man muß einfach die Länge und Dicke an die Gegebenheiten anpassen. LG
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