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Hallo,
nach meinen bisherigen Odysseen beim Zahnersatz (Gold und Keramik) wurde mir von einem Notfallzahnarzt (abgebrochene Korne eines wurzelbehandelten Zahns) gesagt, dass zwei Keramikinlays gebrochen sind und beide (da erst ca. 1 Jahr alt) auf Gewährleistung ersetzt werden müssten.
Kurz und gut: Ich hin zu meinem Zahnarzt. Der hat dann auch - oh Wunder - die beiden gebrochenen Inlays gesehen. 2 Monate vorher zu Beginin einer Wurzelbehandlung, wurden diese Defekte nicht gesehen.
Ich muss gestehen, dass ich nichts von leichten Beschwerden gesagt hatte, da ich einerseits 6 Wochen später sowieso einen Termin zur Kontrolle hatte und auch keine Erfahrung habe, wie stark auch gut versorgte Zähne schmerzen dürfen.
Nachdem ich dann beide Zähne mit Goldinlays vesehen bekommen habe, gab es zunächste den typischen leichten Schmerz. Drei Tage später beim Beissen einer Bagettekruste, fühlte es sich so an, als wenn das eine Inlay sich weiter reingedrückt hatte.
1. Ist so etwas möglich, auch wenn ein Röntgenbild zeigt, dass alles dicht ist?
Nach diesem Reindrücken hatte ich immer Beschwerden in der Weise, dass ich ein Drückgefühl - Druckschmerz in dem Zahn verspürt hatte und ich seitdem auch nicht voll auf dem Inlay kauen konnte.
Es wurde zunächst neu Eingeschliffen, da der Arzt meinte es könnte davon kommen.
Es wurde nicht besser.
Heute wurde dann auf hartnäckige Diskussion das Inlay herausgenommen (Ich kann verstehen, dass so etwas nicht gerne gemacht wird, da es auf Kosten des Zahnarztes passiert). Die Beschwerden haben seidem sich um ein gewisses Mass gebessert. Habe nun die Hoffnung, dass sich der Zahn in den nächsten Tagen soweit beruhig, dass man ein neues Inlay, dass vielleicht besser angepasst ist, einsetzen kann.
Ein Kältetest war positiv, ein Klopftest ergab aber keinerlei Beschwerden. Das Röntgenbild zeigte auch keine Entzündungen.
2). Sollte man erst eine provisorische Kunststofffüllung für zwei oder drei Wochen einsetzen, damit sich der Zahn, dessen Nerv durch Druck oder Verspannung oder Verklemmung gereitzt ist, beruhigen kann?
3) Kann durch ein zu stramm sitzendes Inlay der Nerv oder die Wurzel sich entzünden, dass eine Wurzelbehandlung nötig ist?
4) Wie lange dauert es dann im Normalfall, bis sich die Beschwerden entsprechend zeigen (Ich frage deshalb, weil ich in Kürze für drei Wochen im Zahnarzt im Ausland bin).
5) Wie gut ist im Normalfall die Zahnärztliche Notversorgung auf einem Kreuzfahrtschiff und sollte man in meinem Fall die 3 wöchige Reise antreten?
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüssen,
Zahngesund
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Hallo Zahngesund,
Sie klingen aber schwer nach Knirscher. Erst die abgebrochene Krone, und dann auch noch 2 Stück (!) Keramikinlays nach 1 Jahr defekt. Das riecht nach zu hartem Biss.
Ich vermute, dass Ihr Zahnarzt dabei ist, auf die harte Tour zu lernen, was es bedeutet, einen harten Knirscher mit dafür eher ungeeigneten Mitteln (Inlays) zu behandeln. Außerdem deuten einige Zeichen daraufhin, dass vielleicht einer der Inlayzähne einen Riss längs durch die Wurzel hat. Wenn sich das spamätigt, muss der raus.
Tipp: fragen Sie mal nach, ob Sie zu den "harten Knirschern" gehören. Dann helfen nur noch die brutalen Methoden (Vollmetall, Vollkronen, keine Hohlkehle ...)
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de/af
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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