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Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich!
Ich habe da ein Problem bei dem Sie mir hoffentlich helfen können.
Ich war am 09.08.2010 bei meiner Zahnärztin, die mir auf der linken Seite den unteren und oberen Weisheitszahn gezogen hat. Na ja, eher herausgehebelt. Es dauerte nur rund 5 - 10 Minuten. Jedenfalls sollte ich danach noch ca. 30 Minuten auf den Wattebausch beißen. Weitere Instruktionen gab es nicht, auch vorher wurde ich nicht über mögliche Komplikationen aufgeklärt.
Ich habe die Watte nach ca. 40 Minuten entfernt und bemerkte, dass es noch blutete. "Normal", dachte ich. Leider bluteten die Wunden auch nach
4 1/2 Stunden noch sehr stark, sodass ich schon sehr blass wurde. Nach 5 Stunden habe ich mich kurz zur Spülmaschine hinuntergebückt und spürte wie etwas im Zahnfleisch riss. Das ganze Blut konnte ich gar nicht im Mund halten, so viel war es. Gott sei Dank fuhr mich eine Bekannte sofort zu meiner Zahnärztin. Allein hätte ich nicht fahren können. In der Zahnarztpraxis durfte ich nochmal 25 Minuten warten bis ich dran kam, obwohl (trotz 4 Tupfern und halben Waschlappen im Mund) das Blut schon an meinen Mundwinkeln hinunterlief. Als ich endlich dran kam, nähte meine Ärztin die untere Wunde. Eine Arterie sei gerissen, sagte sie. Das sei normal. Die obere Wunde wollte sie nicht nähen. (Diese hat insgesamt 23 Stunden geblutet.) Nach einer fast schlaflosen darauffolgenden Nacht war mein Kopfkissen ebenfalls von Blut durchtränkt. Auch mein Gesicht, Hals und Dekoltee waren voller Blut. Ich musste an diesem Morgen nochmal zur Kontrolle zu meiner Zahnärztin. Diese glaubte mir nicht, dass es so stark geblutet habe und meinte die Wunde sei verschlossen, obwohl sich sichtbar Blut in meinem Mund sammelte als ich bei ihr auf dem Stuhl lag.
Ist da alles mit rechten Dingen zugegangen oder war weder die "Nichtaufklärung", noch der Arterienriss normal?
Wie soll ich mich meiner Zahnärztin gegenüber verhalten? Sollte ich lieber wechseln?
Über eine baldige Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.
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Hallo Juschkie,
normal sind derart starke Blutungen nach einer Extraction nicht.
Nehmen sie regelmäßig Aspirin oder Blutverdünnungsmedikamente ein? Das könnte die Nachblutungen erklären.
Ansonsten ist das ganze per Ferndiagnose schwer zu beurteilen.
Liebe Grüße
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Servus miteinander,
was bei Ihnen geblutet hat, war sicherlich keine Arterie. Diese haben nämlich eine relativ dicke Muskelwand, durch die sich eine solche Blutung rasche selbst limitieren würde, wenn man die Wunde komprimiert.
Viel eher handelt es sich hier um eine venöse Sickerblutung, die entweder durch verbliebenes Entzündungsgewebe verursacht wurde oder um einen Gefäßeinriss nach der Zahnentfernung durch kurzfristige Anstrengung Ihrerseits (das würde das plötzliche Gefühl erklären, das Sie zu Beginn der Blutung beschrieben). Bei beiden Sachen handelt es sich um Nebenwirkugen/Komplikationen von Eingriffen, die eng mit einer Zahnentfernung verbunden sein können. V.a. wenn - wie Sie schreiben - die Zahnentfernungen einfach und schnell vorbei waren, konnte man das Geschehen nicht vorausahnen. LG Caninus
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Also danke schonmal für Ihre Beiträge.
Blutverdünner nehme ich nicht. Das macht das Ganze noch ein bisschen unerklärlicher für mich...
Vielleicht lass ich irgendwann mal meine Blutgerinnung checken, denn blaue Flecken bekomme ich immer sehr schnell.
Mittlerweile sind die Schmerzen auch sehr gut zu ertragen. Nur weiß ich immer noch nicht, ob und inwieweit ich evtl. an dem ganzen Schlamasel Schuld war, weil ich mich zur Spülmaschine runterbeugt habe als es anfing so stark zu bluten.
Und was ist mit der Aufklärung durch meine Zahnärztin? Hätte ich mich einfach im Voraus besser informieren sollen was ich machen darf und was nicht?
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