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Hallo Herr Dr. Wagner,
ich hatte Sie im Oktober bereits schon einmal angeschrieben w. andauernder Zahnschmerzen und diversen WSR auf Zahn 2 und 3. Nachdem ich jetzt in einer großen Zahnklinik war, hat man festgestellt, dass ich eine Mucozele habe, die auf den 3er drückt (dort wurden insgesamt 3 WSR vorgenommen).
Der Schmerz ist ein Druck- / Quetschschmerz, insbesondere beim Sprechen, Gähnen, Husten, Niessen, Lachen)
Kann das so sein oder halten Sie das trotzdem für einen Nervenschmerz? Amitryptilin -10 mg-, das ich seit ca. 1 Woche nehme, hat noch keine Wirkung gezeigt. Ich bin sehr unsicher, da das OPG bereits von mehreren Chirurgen gesehen wurde und die haben eigentlich die Mucozele ausgeschlossen.Im DVT ist sie aber deutlich erkennbar. Danke für Ihre Antwort.
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Hallo Ursula,
schön, dass Sie mich zum Doktor ernennen, habe ich aber nicht - es bleibt also ohne.
Sie schrieben:
ich hatte Sie im Oktober bereits schon einmal angeschrieben w. andauernder Zahnschmerzen und diversen WSR auf Zahn 2 und 3. Nachdem ich jetzt in einer großen Zahnklinik war, hat man festgestellt, dass ich eine Mucozele habe, die auf den 3er drückt
--- die große Zahnklinik hat ihr teures Röntgengerät angeworfen und dabei muss ja auch was herauskommen. Mukozelen sind a) fast immer unwichtige Nebenbefunde, die mit Ihrer konkreten Situation vermutlich nichts zu tun haben und b) wenn man da überhaupt von Druck ausüben reden kann - was ich bezweifle - dann sicher nicht an einem 3er (Eckzahn), sondern weiter hinten.
(dort wurden insgesamt 3 WSR vorgenommen).
Der Schmerz ist ein Druck- / Quetschschmerz, insbesondere beim Sprechen, Gähnen, Husten, Niessen, Lachen)
--- Das ist eine Hyperästhesie = der Trigeminus ist um diesen Zahn herum zu empfindlich und meldet Unsinn in die Zentrale.
Kann das so sein oder halten Sie das trotzdem für einen Nervenschmerz?
--- ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster, aber nicht ganz leichtfertig: ich halte das für neuropathische Schmerzen (= Nervenschmerzen)
Amitryptilin -10 mg-, das ich seit ca. 1 Woche nehme, hat noch keine Wirkung gezeigt.
--- das kann bedeuten, dass a) Sie ein Non-Responder (= wirkt bei Ihnen grundsätzlich nicht) sind, oder b) die Wirkung erst in 2 Wochen passiert oder c) die Dosis zu niedrig ist. Die Wirksamkeit von Amitriptylin sollte man mindestens 3 Wochen mit langsam steigenden Dosis testen. Die Höchstdosis gegen neuropathische Schmerzen liegt bei 75mg pro Tag, bitte immer abends nehmen. Außerdem ist es zwingend erforderlich, dass Sie ein Schmerztagebuch führen.
Ich bin sehr unsicher, da das OPG bereits von mehreren Chirurgen gesehen wurde und die haben eigentlich die Mucozele ausgeschlossen.
--- Mukozelen sind nicht dafür bekannt, Schmerzen auszulösen. Außerdem sind sie absolut gutartig.
Im DVT ist sie aber deutlich erkennbar.
--- Sage ich ja: teures Gerät muss ausgelastet werden.
-----
Meine ernstgemeinte Warnung: Wenn Sie sich überreden lassen, jetzt zusätzlich zu den bisherigen erfolglosen chirurgischen Eingriffen auch noch unnötigerweise die Kieferhöhle operieren zu lassen, dann sähen Sie Wind und werden Sturm ernten = dann wird es richtig schlimm.
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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Hallo Herr Wagner,
ich habe Ihren Rat befolgt und nehme seit Mitte Januar abends
Amitryptilin, jetzt in 25 mg Dosierung. Meine Kieferschmerzen oberhalb des Eckzahns haben sich seither deutlich reduziert(von 5 auf ca 2,5). Habe bereits versucht, mich rauszuschleichen und die Dosierung hauf 12,5 mg halbiert. Da nehmen die Schmerzen aber wieder zu.
Ein neues digitales Röntgenbild in der Zahnklinik ergab auf beiden Zähnen (3 und 4) wieder keinen pathologischen Befund.
Ich soll mind. noch 3 Monate zuwarten, bevor der Eckzahn gezogen wird.. Meine Frage ist nun, wie verfahre ich mit der weiteren Einnahme von Ami? In der Zahnklinik konnte der Arzt dazu nichts sagen.....
Ich würde meine Schmerzen so gerne los, denn die persistierenden Schmerzen sind letztlich seit einem Jahr (!)
wenn auch jetzt in abgeschwächter Form vorhanden.
Danke.
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Hallo Ursula,
das ist ja immerhin schon mal ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels, wenn wenigstens Erhöhung und auch die Erniedrigung der Dosierung von Amitriptylin bei Ihnen eine klare Wirkung zeigt.
Denn dann ist die Diagnose jetzt 99,9% sicher zu stellen. Sie können jetzt von einer sicheren Neuropathie ausgehen. Mit Amitriptylin kann man keine normalen Befunde (Pulpitiden, Ostitiden) unterdrücken, die täten dann immer noch genauso weh.
Ich habe folgenden Vorschlag für Sie: 3Auf meiner Homepage haben sich im Forum bereits einige Frauen mit ziemlich gleichen Problemen gefunden, die sich zur Zeit mit Schmerztherapeut, Amitriptylin, TENs und und und herumschlagen. Ich denke, es ist für Sie von Interesse, sich auch mit denen auseinanderzusetzen, denn die haben interessante Erfahrungen. Suchen Sie nach Bullerbü, Lisa und schwarzekatze.
Viele Grüße
_________________ Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
Die Webseite für chronische Schmerzen im Kiefer
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