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Thema-Überblick
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Nachricht
Zahnarzt
Verfasst am: 31.03.2007, 10:24
Titel: Implantate: wenn zu wenig Knochen, Knochenersatzmaterial?
Knochenersatzmaterial
Als Knochenersatzmaterial wird in der Medizin künstlich erzeugter oder vom Tier oder Mensch gewonnener Leichen-Knochen verwendet, wenn eigener Knochen zur Auffüllung von unfall-, entzündungs- oder tumorbedingten Knochendefekten nicht zur Verfügung steht oder nicht in ausreichender Menge entnommen werden kann. (Vallet-Regi M. Revisiting ceramics for medical applications. Dalton Trans. 2006 Nov 28;(44):5211-20. Epub 2006 Oct 3. Review.); (Cutter CS, Mehrara BJ.Bone grafts and substitutes. J Long Term Eff Med Implants. 2006;16(3):249-60.)
Beim Tier/Menschenknochen werden diesem seine organischen Bestandteile entzogen und er besteht dann nur noch aus dem Hydroxyl-Apatitgerüst. .(Lee YM et al. Bone reaction to bovine hydroxyapatite for maxillary sinus floor augmentation: histologic results in humans. Int J Periodontics Restorative Dent. 2006 Oct;26(5):471-81.) Umgekehrt wird auch der anorganische Anteil entzogen, sodass nur noch der organische Bestandteil verbleibt.
"Kunstknochen" ist eine Imitation des anorganischen Mineralkristalls des Knochens. Es wird im Labor synthetisiert und kommt als Granulat zur Anwendung.
In der Zahnmedizin wird Knochenersatzmaterial teilweise eingesetzt, um größere Hohlräume nach Extraktionen oder Resektionen zu füllen. So soll eine Durchwachsung des Hohlraumes mit Weichgewebe verhindert und der Knochenaufbau beschleunigt werden. Dies soll verhindert werden, da nur Knochen eine stabile Basis für Zähne, Implantate und Prothesen bildet. Das Knochenersatzmaterial liegt meist in Form kleiner Kügelchen (Granulat) vor (siehe Foto).
Der Einsatz von Knochenersatzmaterial biologischer oder synthetischer Herkunft in der Zahnmedizin ist recht teuer und auch nicht unumstritten, da das Knochenersatzmaterial vom Körper oftmals nicht wie gewünscht mit stabilem Knochengewebe durchbaut wird.
Quelle: Wikipedia
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