Parodontologie und Prophylaxe
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Thema-Überblick
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Rolf
Verfasst am: 22.03.2008, 07:20
Titel: Was tun?
Ich bin 49 Jahre alt, männlich, früher Dirigent (Oper/Konzert/Ballett), seit 15 Jahren Straßenmusikant mit einer fünfstelligen Summe Unterhaltsschulden und einem mehr als gebrochenen Verhältnis zum "Rechtsstaat" (Kind verschleppt, nie wiedergesehen, aber Unterhalt soll ich zahlen), zu Behörden und dem "sozialen" Netz, einschließlich Krankenkassen.
Mein Zahnproblem: Ich habe seit ca. 10 Jahren extrem empfindliche (bei jeder(!) Mahlzeit schmerzhafte) Zähne.
Früher habe ich die dennoch gut gepflegt, sodaß sie auch gut aussahen - dennoch hatte ich aber starke Schmerzen. Heute pflege ich sie überhaupt nicht mehr, weil: Was nützen mir gutaussehende Zähne, wenn sie mir per Schmerz anhaltend das Leben zur Hölle machen. Ich will sie nur noch loswerden.
Befund heute logischerweise: Kaum ein Zahn ohne Karies (neben den Füllungen, am Zahnfleischsaum etc.), sodaß es für einen Zahnarzt so aussieht, als wäre nun DAS die Ursache. (Fataler Irrtum, da muß was anderes dahinter stecken. Denn die taten auch schon weh, als sie laut ZA "o.B." waren. Lackversigelungen der Zahnhälse und dgl. haben nicht geholfen ...)
Ich möchte nun (seit übe 5 Jahren!), daß alle schmerzenden gezogen werden. War schon bei verschiedenen Zahnärzten. Grundtenor von denen: Gesunde (!!!) Zähne dürfen wir nicht ziehen.
"Gesund" bedeutet aber: Schmerzen bei jeder Mahlzeit, mancher Zahn mit Loch rings um den Zahn in Höhe des Zahnfleischsaumes.
Ich habe weder Zeit, Geld noch Lust, mir teure Brücken/Kronen anfertigen zu lassen (außerdem lehne ich sie aus biologischen Gründen ab), sondern möchte alles gezogen haben was nicht 1A in Ordnung ist (eigentlich sind nur nach die unteren Frontzähne o.k., alle andern mit bis tief an den Nerv reichenden Amalgamfüllungen, obere Front 2 fast 20 Jahre alte Brücken(1-3;1-3), die beim - z.B. Zwirn - abbeißen auch schon wehtun.)
Meine Frage:
Wo finde ich einen Zahnarzt (In-, oder Ausland) der mir wenigstens die schlimmsten Schmerzverursacher zieht (statt mich mit 0-8-15-Schulregeln und dgl. Plattitüden vollzulabern und dann nicht wirklich hilft - wie in den letzten 10 Jahren AUSNAHMSLOS erlebt) - möglichst in einer Sitzung, ich möchte nicht aller vierzehn Tage zum Zahnarzt, habe seit 15 Jahren einen 16 Stunden-Tag, um wirtschaftlich wieder auf eigene Beine zu kommen (es ist nicht leicht, das Geld zusammenzuhalten, wenn man per Gerichtsbeschluß "Löcher in die Taschen geschnitten bekommen" hat (im Moment unterstützen mich NOCH wirtschafltich meine betagten Eltern, meine biologisch Energiebilanz ist aber auch nicht mehr so, daß ich aller paar Wochen einen neuen Heilungsprozeß verkraften könnte (manchmal habe ich den Eindruck, die Gerichte töten durch gezielte Überforderung von uns Vätern!), ich brauche endlich wieder Ruhe an der "Zahnfront", um mich wieder auf wichtigeres (Existenzsicherung) konzentrieren zu können, die dauernden Schmerzen sind ein Stressor für mich, der mich langsam an den Rand meiner mentalen Kräfte bringt).
Ins "soziale Netz" dieses Staates möchte ich mich nicht "fallen lassen" (gebranntes Kind scheut das Feuer - das habe ich vor 15 Jahren mal versucht), weil: Wenn man dort einmal "anhängig" ist, hat man nie wieder eine Chance, ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben zu führen, es kann nur noch abwärzs gehen und man wird auch noch nach allen "Regeln der Kunst" schikaniert ("Abschmelzen strategischer Zeitreserven" nennen es Fachleute - der kleine Mann soll nicht mehr zum Nachdenken kommen - zutiefst verabscheuungswürdig das Ganze - jedenfall für Menschen, die noch einen Ehrbegriff im Leibe haben und sich nicht zu Nummern erniedrigen lassen wollen ...)
Deutsche Rechtslage für Zahnärzte, Extraktionen betreffend kenne ich mittlerweile ganz gut.
Gibts dennoch Zahnärzte in D, die sich eine eigene Meinung bewahrt haben und den derzeitigen Zahnerhaltungswahn nicht(!) mitmachen?
Wie siehts alternativ zu D in Polen, Czechien, Dänemark, Frankreich aus???
Wer hat Tips?
Herzlichst
Rolf
Karies-Detektor
Verfasst am: 31.03.2007, 11:07
Titel:
Wurzelamputation
Im bleibenden Gebiss haben die Molaren von Ober- und Unterkiefer und der erste Prämolar des Oberkiefers mehr als eine Wurzel. Ist nur eine dieser Wurzeln aufgrund einer Fraktion oder einer Paro-Endo-Läsion nicht erhaltungswürdig, bietet sich manchmal die Chance, nur diese zu entfernen. Dazu muss die Wurzel gut zugänglich sein und der restlichen Zahn eine gute Prognose haben. Um eine Wurzelamputation durchführen zu können, muss zunächst eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung erfolgen. Anschließend kann in einer oralchirurgischen Operation die betreffende Wurzel abgetrennt und entfernt werden. Der verbleibende Zahn wird anschließend im Bereich der Amputationswunde mit einer Füllung verschlossen und sollte später z.B. mit einer Krone prothetisch versorgt werden. Diese Art der Behandlung wurde während der Zeit etabliert, als Implantate noch keine gleichwertige Alternative darstellten. Da auch zu diesem Wahleingriff eine private Zuzahlung vom Patienten nötig ist, müssen heutzutage beide Möglichkeiten gegeneinander abgewogen werden.
Quelle: Wikipedia
Karies-Detektor
Verfasst am: 31.03.2007, 11:06
Titel:
Kombinierte Parodontale und Endodontale Läsionen
Von kombinierten Läsionen spricht man, wenn sich unabhängig von einander an der gleichen Zahnwurzel sowohl eine parodontale als auch eine endodontale Entzündung entwickelt haben. Werden diese nicht behandelt, können sie sich im Laufe der Zeit soweit ausbreiten, dass die Geschehen ineinander übergreifen. Außerdem wird häufig von kombinierten Läsionen gesprochen, wenn sich der eigentliche Ursprung zum Zeitpunkt der Diagnose nicht mehr nachvollziehen lässt.
Die Therapie von kombinierten Paro-Endo-Läsionen ähnelt der von Läsionen parodontalen Ursprungs, wobei aber die Wurzelkanalbehandlung in jedem Fall mit erfolgen muss. Allerdings ist die Prognose bei Zähnen mit so ausgeprägten Entzündungen immer als sehr fraglich anzusehen. Darum kann in vielen Fällen nur die Extraktion oder Wurzelamputation zu einer Ausheilung führen. Bei Läsionen unklaren Ursprungs sollte zunächst eine Wurzelkanalbehandlung erfolgen und in ausreichendem zeitlichen Abstand bei Bedarf eine Kürettage angeschlossen werden. Auch hier bleibt aber die grundsätzliche Entscheidung , ob ein Zahn überhaupt erhaltungswürdig ist oder ob er nicht bei ungünstiger Prognose von vornherein besser extrahiert werden sollte.
Karies-Detektor
Verfasst am: 31.03.2007, 11:06
Titel:
Primär Parodontale Läsionen
Als ungünstiger einzuschätzen sind die primären parodontalen Läsionen, die ihren Ursprung in ausgeprägten parodontalen Taschen nehmen. Unbehandelt können die Knochendefekte bis an die Wurzelspitze reichen und von retrograd (von der Wurzelspitze aus) die Pulpenhöhle infizieren. In diesem Fall finden sich keine kariösen Läsionen, von denen eine Pulpitis ausgegangen ist. Obwohl die eigentliche Besiedelung des Zahnmarks auf diesem Weg in der Literatur umstritten ist, stellt eine so tiefe Läsion spätestens bei der Therapie eine Beeinträchtigung für die Vitalität des Zahnes dar. Bei einer gründlichen Kürettage in diesem Bereich können Schäden am Zahnnerv nicht ausgeschlossen werden.
Die Therapie einer primär parodontalen Läsione liegt darum zunächst in einer Kürettage, welche je nach Lokalität geschlossenen oder offene durchgeführt wird. Eine endodontische Therapie schließt sich an, wenn die Knochenläsion bis zum Apex reicht. Bei Bedarf ist zusätzlich eine Wurzelspitzenresektion erforderlich. Hierbei ist jedoch die Prognose für den Zahn jedoch schon fraglich, da so ausgeprägte Knochendefekte selten vollständig ausheilen.
Karies-Detektor
Verfasst am: 31.03.2007, 11:06
Titel:
Primär Endodontische Läsionen
Die primär endodontischen Läsionen nehmen ihren Ursprung in tiefen kariösen Läsionen. Sobald die Bakterien die Pulpenhöhle erreicht haben, können sie sich innerhalb von wenigen Tagen vollständig in ihr ausbreiten. Wird die Pulpitis nicht früh genug behandelt, können die Mikroorganismen über den Apex, aber auch über andere Nebenkanäle, das Parodont erreichen und ebenfalls besiedeln. Je nach Lokalisation zeigt sich diese Entzündung auf dem Röntgenbild als apikale Parodontitis, wenn sie an der Wurzelspitze liegt, oder laterale Parodontitis, welche an einem seitlichen Kanalausgang liegt. Wird eine Behandlung weiter unterlassen, kann sich die Entzündung im Knochen ausbreiten und schließlich entlang der Wurzeloberfläche bis in den Sulcus vordringen.
Die Behandlung von primär endodontischen Läsionen liegt in einer fachgerechten Wurzelkanalbehandlung. Dabei ist eine Kürettage zunächst kontraindiziert, weil hierbei die parodontalen Fasern entfernt werden. Bleiben bei sehr ausgeprägten Läsionen nach Abschluss der Wurzelkanalbehandlung Knochendefekte bestehen, sollte eine Kürettage erst mit deutlichem zeitlichen Abstand durchgeführt werden, da das geschädigte Parodont zumeist von selbst regenrieren kann. Somit haben primär endodontische Läsionen die günstigsten Chancen einer vollständigen Heilung.
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